Heimfahrt, Aufräumen und wieder einleben...

02.07.2015 – Heimfahrt bei grosser Hitze...

Ja, die letzte Nacht im Camper haben wir nochmals so richtig genossen – alle haben super geschlafen. Für Gianluca war die Nacht zu kurz und er meinte, es sei doch nicht notwendig, dass wir so früh losfahren müssten. Aber wir mussten...! Um 07.20 ging es ohne Frühstück los in Richtung Schweiz. Es ging nicht lange und unser Navi machte uns diverse Alternativrouten infolge Stau schmackhaft. Wir entschieden uns über Stuttgart – Singen – Schaffhausen statt via Basel zu fahren. Nach 250 Kilometer gab es den ersten Halt und wir gönnten uns ein feines Morgenessen. 30 Minuten später waren wir wieder on the road. Die vom Navi vorgeschlagene Route  war tatsächlich gut. Relativ wenig Verkehr und vor allem viel weniger Lastwagen als zuvor auf der Nord-Süd-Hauptachse. Wir kamen sehr gut voran und nach gut 550 Kilometer gab es dann bei Stuttgart ein leckeres Mittagessen. Nach kurzer Pause ging’s dann auch wieder weiter... Es wurde immer heisser und die Thermometeranzeige stieg und stieg und stieg. Die Kids waren nur noch mit Unterhosen bekleidet im Kindersitz drin und trotzdem hatten sie ziemlich rote Backen. Bei uns Grossen in der Fahrerkabine half die Klimaanlage sehr gut gegen die Hitze. Zeitweise hatten wir 38 Grad – für uns Kälteabgehärteten etwas gar viel....

Gianluca fragte immer wieder – wie lang geits no? Antwort Papa: öpe ä halb Stund... G: das isch aber no lang... Dies wiederholte sich noch ein paar Mal, bis wir bei Schaffhausen wieder in die Schweiz kamen... Die Kids juchzten und kreischten, als wir den Zoll überfuhren. Yuhuuu, wieder zu Hause... Aber das dauerte noch ein bisschen. Um Zürich hatte es ein bisschen Stau und da passierte es... Papa war kurz nicht konzentriert, falsche Spur und rein in die City – Mist....!! Diese 20 Minuten Sightseeing Zürich hätten nicht sein müssen. Und dann kurz vor Luzern nochmals ein Bremser durch stockenden Kolonnenverkehr... Um 17 Uhr war es geschafft – Horw in Sicht. Jeder packte ein paar Sachen und ab zur Wohnung. Wow, ist die gross...!! Und was für eine Überraschung. An der Tür empfing uns ein Willkommensplakat von Tim, Corinne und Stefan und in der Wohnung drin eine Flasche Wein mit lieben Willkommensworten von Conny und Co – So kommt man gerne heim J!! Lieben Dank an alle, die immer wieder an uns gedacht und uns in Gedanken durch die Ferien begleitet haben!! Und Conny, vielen Dank für die super Garten- und Wohnungspflege – alles super, die Pflanzen gedeihen und der Rasen tip top gemäht, mega!!

Aber jetzt kommt noch der weniger schöne Teil. Ausräumen, putzen, aufräumen und und und. Um 22 Uhr war dann das Gröbste getan und wir konnten endlich den aus Schweden mitgebrachten geräucherten Lachs zum Nachtessen geniessen dazu gab es noch einen feinen, lieblichen Riesling aus dem Moselgebiet. Hmmm, war das gut...!

 

03.07.2017 – und das war’s...

Um 08 Uhr machte ich mich auf, den feinsäuberlich geputzten Camper zurückzubringen. Die letzte Fahrt und dies ganz alleine. Ein bisschen Melancholie kam da bei mir schon auf... Um 10 Uhr war’s dann geschafft, ohne irgend eine Beanstandung wurde der Camper entgegengenommen und mir wurde die Kaution wieder gut geschrieben. Und jetzt fahre ich so schnell wie möglich mit dem ÖV wieder nach Hause, um Katja bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Ziel, heute Abend ist alles wieder eingepufft und wir haben uns wieder eingelebt, damit wir morgen in die lang ersehnte Badi können...!!

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Legoland und es geht heimwärts...

30.6.15 – Legoland Billund

Dieses Mal schafften wir es nicht, genau um 10.00 h am Eingang zu sein, da Gianluca seine Brille auf dem Kinder-WC vergas. Marco lief schnell zurück und in der Zwischenzeit machten wir uns schon mal Gedanken, welche Bahnen und Themen wir anschauen wollten. Das Gelände war zwar gross mit extrem vielen Attraktionen, doch irgendwie leicht überschaubar.

Wir lassen mal die Kinder erzählen:

G: Eigentlich hat mir die Kanufahrt am besten gefallen – alle Tiere und wenn es dann runterdonnerte.

A: Der Käpten Rotbart: Schifffahrt durch Piratenland mit Seeräubern und diversen Szenen

G: Drachenbahn: Die schnellste Bahn, die man mit knapp unter 120 cm machen konnte.

(Wie im Europapark waren die Angestellten sehr pingelig, so dass sich  Gianluca wegen seiner 1-2 cm unter 120 cm nicht durchmogeln konnte. Papa wollte ihm sogar Bergschuhe am 2. Tag montieren.)

A: Das schnelle Karusell: Da konnten die Kinder alleine rein und schon gings schnell hoch und runter wie auf Schienen im Kreis. Bei der 2. Fahrt drücke es Gianluca so in die Seitenwand, dass er fast einen blauen Fleck bekam.

G: Burgtheater: Es fanden 20minütige Theatervorstellungen statt. 2 Akrobaten kämpften um die schöne Prinzessin. Es gefiel ihnen so gut, dass wir sie sogar 2 Mal besuchten. Ob sich G. als Prinz sah?

A: 4D-Kino über Lego Chima mit Schneefall und Wind. Die Geschichte war aber wohl etwas zu kompliziert für unsere Tochter.

Und, und, und....

Bis um 20.30 h gings hin und her, bis wir dann endlich alle genug hatten! Denkste, beim Campingplatz gings nochmals auf die Springmatten. Und nach dem Essen wollten sie nochmals los, doch es war schon 22.00 h.

 

1.7.15 – Legoland und wie schon gehabt – Deutschland

7.45 h und Alessia weckte die ganze Bande. Nein, Gianluca schlich sich bereits mitten in der Nacht in unser Bett: „Ich habe schlecht geträumt.“ Katja war viel zu müde, um den kleinen Kerl zurückzubringen. Also wird „gmoschtet“, wie Marco sagen würde.

Es war nochmals Legoland angesagt, da in unserem Campingpackage ein 2-Tagesbillet günstiger kam als ein Tagesbillet direkt an der Kasse. Also planten wir unsere gemütliche 2-Tages-Rückreise um und schoben noch 2 ½ Std. Legoland ein. Die Rückreise begann um 13.00 h wie geplant, nachdem wir nochmals die Highlights der Kinder im Park besuchten. Dann raste Marco mit uns los in Richtung Schweiz. Heute konnten wir auf dem Navigon eingeben: Nach Hause – schnellste Strecke! Zielvorgabe: Wenn der Tacho auf die 500 km springt, halten wir an. Jetzt sitzen wir auf einer Raststätte vor dem Naturpark Harz und geniessen... die warme Sonne! Heute war es sage und schreibe 10 Grad wärmer als vor 2 Tagen. Die Temperatur sprang auf 29 Grad!!! Die Umstellung war frappant. Gestern wechselten  wir auf die Kurzpijamas und heute wird sogar nur noch in den Unterhosen geschlafen! Wir freuen uns auf das Bassin zu Hause.

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Kopenhagen, Stadt für Gross und Klein...

27.6.15 Blu Planet – Dänemark

Morgen in der Frühe um 7.00 h läutet der Wecker. Heute planen wir ja die Weiterreise nach Dänemark und noch die Überraschung! Aber Gianluca ist sehr schlecht aufgewacht, da er noch sehr müde war. Da nützte auch die Vorfreude auf die Überraschung nichts. Doch sobald wir das Frühstück gegessen hatten und die Weiterreise mit 2 weiteren Chasperli-Geschichten gestartet hatten, wurde auch die Laune besser. Wie geplant, schafften wir es um 9.30 auf die Fähre von Helsingborg SE nach Helsingor DK. Wir machten einen kurzen Abstecher in die Parfümabteilung und blieben da hängen, bis... hei da ist ja schon Dänemark. Nach nur 20-30 Minuten hetzten wir zum WoMo zurück, damit wir der ganzen Kolonne die Ausfahrt nicht versperrten. Und schnell ging’s weiter nach Kopenhagen Süd zum Blu Planet Aquarium. Und als unser Junge endlich sah, was das Ziel war – da strahlten 2 Augen!!! Es war ein Riesenerlebnis für die ganze Familie. Das grösste, europäsische Aquarium war in 4 Teile eingeteilt: Kaltwassermeere, die Flüsse von Afrika, Regenwald und als Highlight: Der Ozean mit dem Korallenriff. Ganze 4 Stunden durften wir den Fischen zuschauen, bis endlich auch der letzte und hinterste der Familie mit der Weiterfahrt einverstanden war. Leider fanden wir in Kopenhagen selber keinen geeigneten Platz, so dass wir die Stadt zum 3. Mal durchquerten und uns schlussendlich mit dem City Camping im Industriegebiet (päääähhh) zufrieden gaben. Zum Schlafen reichte es.

 

28.6.15 Kopenhagen

Den offiziellen Bus ins Zentrum um 8.45 h verpassten wir leider, da wir uns nicht stressen wollten – schliesslich haben wir ja Ferien. So machten wir uns auf die Beine und fanden einen Bus, der uns in die City brachte. Der Himmel war wie immer wolkenvergangen, so mussten wir wenigstens beim Ablaufen der Routen nicht schwitzen... ;-) Wir liefen eine vorgeschlagene Route durch die sonntäglichen und fast leeren Strassen bis uns um 12.00 h ein Spielplatz zur Mittagspause lockte. Am Nachmittag suchten wir „fast“ vergeblich eine gemütliche Konditorei. Am Morgen liefen uns die Süssigkeiten fast nach und als wir dann wirklich einkehren wollten, waren sie verschwunden. Was ist wohl passiert? Da kam natürlich wieder Gianlucas obligatorische Frage: Wie lang geits no?

Nach einem Apéro im Hard Rock Café fanden wir eine Bäckerei mit doch vielen Schlemmereien. Da die Bäuche anschliessend gefüllt waren, reizte Katja das von Marco im iPhone nachgeschlagene Restaurant nicht mehr besonders. Nach einigen Diskussionen willigte Marco ein, ein einfaches Burgerrest. zu besuchen. Leider wurde er kulinarisch enttäuscht, wobei ich mit meinem Smörrebröt bestens bedient war. Zu Hause angekommen fielen wir nacheinander ins Bett. Wenn z’Natel richtig angezeigt hat, waren es sage und schreibe 16 km, die wir abgelaufen sind...

 

29.6.15 Nachbartreffen in der Ferne, Weiterfahrt nach Billund

Und schon wieder war für heute eine Besonderheit geplant: Wir treffen unsere Nachbarn Annette mit Amalie und Philine um 10.00 h beim Gefionsspringbrunnen. Jakob musste geschäftlich nach Kopenhagen und nahm die Familie kurzerhand mit. Da er aus Dänemark kommt, besuchte seine Familie übers  Wochenende Verwandte in Schweden und überraschte auch uns mit einem Kurzbesuch. Die Freude war von beiden Seiten gross, als das Treffen tatsächlich klappte. Mit 10 Min. Verspätung trafen wir uns an einem grossen Park. Die Kinder nutzten die Parkflächen und machten gemeinsam die Gegend unsicher. Man merkte es G. und A. an, dass es lange her war, dass sie mit Gleichaltrigen spielten. Wir Erwachsenen tauschten Neuigkeiten aus und mussten einzig darauf achten, dass nicht eines der Kinder ins Wasser oder vom Gebüsch fiel. Um 12.00 h schauten wir uns die Wachablösung bei der Amalienborg an. Und exakt bei dieser Zeremonie verzogen sich die Wolken und die Sonne liess sich endlich blicken. Es wurde uns ganz warm ums Herz. Den anschliessenden Hunger stillte uns dank eines Tipps von Annette in einer smarten Konditorei ein feines Sandwich, natürlich abgerundet mit Kaffee und Kuchen. Und schon war es an der Zeit, wieder Abschied zu nehmen. Wir wollten noch nach Billund, was uns eine 3stündige Weiterfahrt bescherte. Morgen schon ist der  lang ersehnte Besuch im Legoland da.

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Fahrt von Getnö Gard nach Norrvikens...

26.6.15 Bastad – Caravan Club Norrvikens Camping

Fix, fix, aufstehen, das WoMo fahrtüchtig machen und weiter geht’s. Wir planen in der Mittagszeit schon am neuen Campingplatz zu sein, damit wir uns noch einen gemütlichen Nachmittag machen können – wenn der Platz unseren Wünschen auch entspricht... Und so war es. Wir sind tipp-topp vorwärts gekommen und genossen Brot und Spies am Meer bei --- wunderschönem Wetter! Wunderbar! Mit den Velos/Trotties sind wir ins nahegelegene mondäne Bastad und fanden dort ein Restaurant – windgeschützt und endlich sonnig! Es war so schön, dass wir uns mehr als 2 Stunden die Sonne auf den Pelz schienen liessen. Als wir uns auf den Radweg dem Meer entlang zurück ins Camp machten, meldete sich der Hunger. In Windeseile machten wir die typischen Hackbälleli mit Sauce und Spaghetti und bald waren alle wieder glücklich. Um 20.00 h waren die Kinder bereits im Gruschi  und schnarchten. Morgen entdecken wir wieder ein neues Land und endlich erfüllen wir eine lang ersehnte Überraschung für Gianluca, wenn die Überfahrt mit der Fähre, wie geplant, klappt.

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Und wir bleiben am Asnen See...

25.6.15 Asnen See 2. Teil

Um 8.00 weckte uns Alessia mit dem obligatorischen Satz: Mama, ich müoss ga brunzu J! Und so startete der Tag. Es war teils sonnig und bedeckt angesagt. Am Morgen planten wir einen Ausflug mit dem Velog, so dass wir den Nachmittag gemütlich in der Sonne liegen konnten. Die Velotour verlief perfekt und so verdienten die Kinder ein feines Dessert. Papa versprach ihnen, eine ganze Packung Bisquit in die Höhe als Proviant mitzugeben. Nachdem der Hunger gestillt war und die Kinder zur Höhle mit einer Decke abzottelten, verzog Katja sich in Alessias Bett und machte sich so eine gemütliche Lesepause. Marco holte ich ein Bier und trotzte dem Wind. Die Sonne wäre warm gewesen, doch die kalte Brise zog ihm um die Ohren, so dass er bald nur noch fluchte. Also packte er seine neue Axt und baute mit den Kindern an der Höhle weiter, bis sie das Interesse daran verloren. Nun war holzen angesagt, damit wir unser Hackfleisch für die Tortillas auf dem Feuer kochen konnten. Das feine Feuer bescherte uns ein fantastisches Essen. Um 21.00 h blaste der Wind die letzten Wolken weg und der Himmel fing wieder Feuer! Ob es morgen wohl sonnig wird? 

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Natur pur am Asnen See...

23.06.2015 – Fahrt nach Getnö Gard am Asnen See

Heute weckte uns mal wieder die Sonne. Den Vormittag verbrachten wir bei herrlichem Sonnenschein noch in Karlskrona. Die Kids auf dem Spielplatz, Mama neben dem Camper mit dem Compi und Papa mit Aufräumen und einfach Sonne geniessen...

Kurz vor Mittag, die ersten Wolken zogen schon auf, machten wir uns auf den Weg. Als erstes mussten wir unsere Vorräte wieder auffüllen. Nach kurzen Abstimmungsproblemen zwischen Fahrer und Co-Pilot war der Kühlschrank wieder gefüllt und im „Schaft“ hatte es auch wieder ein gutes Fläschchen Wein für einen gemütlichen Abend.

Katja gab im Navi eine Räucherei am Asnen See ein. Dort wollten wir uns noch feinen geräucherten Fisch aus der Gegend besorgen. Nach einem Abstecher zu einem kleinen See, wo wir zu Mittag assen, kamen wir zügig in Richtung Asnen See voran. Auf der Fahrt schrie Katja plötzlich lauthals los, Papa und die Kids verstanden nichts. Nach 2x Luft holen konnte Mama sagen, dass sie 2 Elche gesehen hätte. Papa ging auf die Bremse und wendete das WoMo kurzerhand mitten auf der Strasse. Und tatsächlich, es gibt sie doch... Das Vergnügen war aber nur von ganz kurzer Dauer und auf dem Foto sieht man nur noch das Hinterteil einer davon rennenden Elchkuh.  Bald danach verkündete das Navi „Sie haben Ihr Ziel erreicht“... Aber wo ist die Räucherei? Kurzer Check im Internet, ja die müsste hier sein. Wir fanden allerdings auch einen Artikel, der über einen Grossbrand in einer Räucherei hier in der Gegend berichtete. Oh...!! Wir finden aber auch eine Adresse in Facebook und fahren noch ein bisschen weiter. Und da war sie, gefunden! Wir deckten uns mit feinem, auf traditionelle Art geräucherten Lachs und Makrelen ein. Im Angebot gab es auch geräuchertes Elch-Fleisch, davon kauften wir ebenfalls einen „Totz“, das müssen wir ja probieren!

So und jetzt ging es weiter auf den Naturcampingplatz von Getnö Gard. Katja steuerte uns mit Hilfe des Navi über Schotterstrassen zum Platz. Es regnete immer noch wie aus Kübeln. Das Gelände ist sehr weitläufig und per Wohnmobil war es mühsam ein schönes Plätzchen zu finden. Also machte sich Papa zu Fuss auf die Erkundung des Geländes. Im hintersten Teil fanden wir ein super schönes Plätzchen mit wunderbarer Sicht auf den See. Der Abend war mega gemütlich. Wir genossen wieder ein feines Raclette und machten ein paar Spiele. Und plötzlich wurde es rot am Horizont. Wow, was für ein Tagesabschluss. Der Himmel brannte, wunderschön!

 

24.06.2015 – Natur pur am Asnen See

Der Himmel ist mit Wolken überzogen, aber trocken. Wir beschlossen, einen 5 Kilometer langen Naturpfad abzuwandern. Durch dichten Wald folgten wir der Beschilderung. Und plötzlich hatte es keine Wegmarkierung mehr. Wo geht es weiter? Wir bestiegen einen Hochsitz, beobachteten die Umgebung und hielten nach dem Weg Ausschau, nichts... Also wieder zurück. Dann ging es kreuz und quer durch den Wald. Wir folgten sämtlichen Markierungen, die wir fanden. Mal Blau, dann Gelb und zum Schluss Rot. Nach gut einer Stunde wandern fragte Gianluca: „Papa, wie lang geits no? „Nö öpe ä Halbstund“ meinte Papa und Gianluca erwiderte „das isch aber no lang“! Nach 15 Minuten wiederholte sich das Frage-Antwortspiel und wieder 15 Minuten später wieder dasselbe – der Running-Gag des Tages war geboren... Mussten wir lachen!

Nach fast 2 ½ Stunden fanden wir dann wieder aus dem Wald heraus. Der Schrittzähler des iPhone’s meinte, dass wir ca. 7 km durch den Wald marschiert waren.

Danach machten wir vor unserem WoMo ein schönes Feuer und der Reiskoch mit „Rüebli und Fleisch“ wurde über dem Feuer gekocht. War das fein!

Nach der Mittagspause mit 4 Runden Angry Birds ging es wieder nach draussen. Papa baute mit den Kids eine tolle Hütte am Strand. Mama verabschiedete sich und blieb an der Wärme und gönnte sich ein paar Stunden Buchlesen unter der Bettdecke.

Papa schaute immer wieder für Holznachschub und zerkleinerte dieses mit dem super Beil, das er sich als Souvenir aus Schweden gekauft hatte. Das Spezial-Outdoor-Beil mit 20 jähriger Garantie funktioniert super, Papa hatte seine helle Freude daran J!

Mama bereitete dann die Grilladen und Beilagen vor und Papa „schmiss“ das Ganze auf den Grill. Nach über 6 Wochen sind wir ein richtig gut eingespieltes Team geworden, das geht wie am Schnürchen... Mmmmhhh, war das Essen fein!

Nach dem Essen fragte Gianluca wieder: „Papa, wie lang geits no?“ P: „no öpe ä Halbstund“ G: „das isch aber no lang“. Nur diesmal wollte er wissen, wie lange es noch geht, bis er ins Bett darf... Kurz darauf war Ruhe im WoMo und Mama und Papa spielten noch ein paar Runden Rush-Hour, bevor wir ebenfalls totmüde unter die Bettdecke krochen...

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Pippi, Michel, Ronja und Co.

22.6.15 Vimmerby

Als um 7.00 h der Wecker uns aus dem Schlaf riss, war es fast wie der Alltag zu Hause – doch nein! Wir sind ja im Camper und endlich ist der Astrid Lindgren-Tag da. Raus aus den Federn! Als um 10.00 h der Park öffnete, standen die Tami’s ganz vorne in der Reihe. Der Rucksack mit Essen, Trinken, Gewitterkleidung und der Fotokamera gefüllt und schon gings los: 1. Station: Villa Kunterbunt, gleich darauf 2. Station: Katthult mit Michel (hier heisst er Emil) und was uns noch bekannt war 3. Station: Die Räubertochter Ronja. Da wir uns zu Hause mit Videofilmen von Michel und Pippi und auf der Reise mit den Geschichten von Michel und Ronja informiert hatten (Katja las jeden Abend Geschichten aus diesen Büchern vor; Yvonne, Ronja die Räubertochter war mega spannend!), konnten die Kinder die ganze Szenerie so richtig geniessen und kannten die wichtigsten Schauplätze. Überall wurden Szenen aus den Büchern und Filmen nachgespielt. Die Schauspieler waren fast immer authentisch gewählt, so dass man z.B. Lina schon von weitem erkannte. Zwischen den einzelnen Themen waren immer noch uns unbekannte Bücher dargestellt mit vielen Spielplätzen, Restaurants und Picknickplätzen. Der Tag war für uns perfekt, wenn uns nicht die immer kurzen, aber heftigen Regenschauer dazu aufforderten, uns wasserfest einzupacken. Und als dann die Sonne schien, schmolzen wir wieder im Plastikoutfit. Die blitzschnelle Umzieherei haben wir perfektioniert, vor allem während den Aufführungen hat das Nass von oben sich regelmässig gemeldet. Trotz allem – der Tag war extrem schön!

Als wir uns um 18.00 h wieder als Letzte verabschiedeten, stand uns noch eine 200 km lange Fahrt bevor. Da Marco noch voller Energie war, entschieden wir uns, bis nach Karlskrona ans Meer zu fahren, um uns dort einige Tage zum Faulenzen und Fischen zu widmen. Doch leider erwies sich dieser Camping als – Horror! Ein Camper nach dem andern, und der Preis war auch horrend! Da es schon 21.45 war, haben wir in den sauren Apfel gebissen und uns sofort entschieden: Morgen um Mittag (den schönen Spielplatz wollten wir noch kurz ausnutzen) geht’s weiter!  Wir haben uns noch die Zeit genommen, den nächsten Halt besser zu planen! Im Internet sieht er schon mal nicht schlecht aus!

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Raclette-Stimmung in Hult...

20.6.15: Berg (Schleusen) und Hult

Stockholm ist passé und ich bin sehr traurig. Leider war uns das Wetter nicht wohlgesonnen. Also, Luken dicht, Gas abgestellt, Treppe hoch und weiter geht’s. Wir fahren in Richtung Süd-Westen und wollen uns während der Mittagspause in Berg das Schleusensystem des Göta-Kanales anschauen. Die Kinder sitzen im Wagen und hören Kindergeschichten vom Kasperli, dass die Zeit nur so fliegt. In Berg fängt sich nach der einfachen Mittagsmahlzeit im Camper doch plötzlich der Himmel an zu klaren und mit einem Riesenglück, können wir 2 Segelbote beobachten, wie sie durch 2 Doppelschleusen gelotst werden. Rechts und links waren viele Neugierige, die dieses Spektakel mit anschauten. Die Livevorstellung war erklärender als die kleine blaue Wasserschleuse zu Hause.

Da es wieder anfing zu tröpfeln, entschieden wir uns, noch die restlichen 110 km hinter uns zu bringen, damit wir uns in Hult zwei gemütliche Abende machen können, bevor es nach Vimmerby ging. Und der Tipp von Nadia war goldrichtig – wir haben schon wieder die Mitsommerparty verpasst, doch der gerade eben leer gewordene Platz war Entschädigung genug. Der See vor uns und in der Bucht war der Campingplatz so angelegt, dass wir uns fast wie allein fühlten. Einzig das Gejohle der Kinder und Erwachsenen war im Hintergrund zu hören. Die Sonne liess sich auch wieder blicken. Die schwedischen Kinder nahmen die Gelegenheit wahr und sprangen munter in den See – wohlverstanden – es waren immer noch nur 15 Grad Lufttemperatur. Wie kalt das Wasser war, wollen wir gar nicht wissen. Sie haben wohl ein etwas anderes Wärmeempfinden als wir eingemummten Schweizer.

 

21.6.15 Camping Movänta

Die Sonne hat uns geweckt – wunderbar. Sofort machen wir uns nach dem Frühstück auf, den empfohlenen Rundweg abzujoggen. Es war eine tolle Runde und der Regen/Hagelschauer war die reinste Freude für die Kinder. Schnell ins Haus und raus aus den nassen Sachen; Marco hängte noch eine Runde an – nass waren wir ja schon durch und durch. Doch jetzt endlich war der versprochene Wassertag für die Kids da. Trotz dem heftigen Regen gings in der Regenmontur auf den kleinen Steg, der genau vor unserem Womo war. Eine Schnur mit einem künstlichen Wurm für die Fische und Gianluca war happy! Doch dann wurde es ihnen doch zu frisch. Raus aus den nassen Sachen zum 2. und rein in das Kuschelbett von Gianluca. Das Bett von Alessia war abgesperrt, da wir vor unserer Turnstunde die Dachluke nicht schlossen. Der Fön war Gold wert und innert 30 Minuten war das ganze Bett wieder schlaffähig – Alessia – müde? Sicher nid!!!!

Und da draussen ja alles nass war, zügelten wir kurzerhand den kleinen Grill ins Innere und der Racletteplausch konnte beginnen. Glücklicherweise haben wir einen wunderbaren Käse zum Schmelzen gefunden und so stand unserem Heimatessen nichts im Weg. Und der Starkregen machte für uns tolle Hintergrundmusik. Am Nachmittag liess der Regen nach und die Sonne schien – und wie sie schien. Wir sogen so richtig den warmen Sonnenschein ein, bis ... sich die nächste Gewitterwolke langsam näherte. Und wieder war Zimmerstunde mit Basteln angesagt. Das Nachtessen auf dem Grill wollte sich Marco nicht nehmen. Eine Tortilla mit Tomaten/Knoblauch-Sauce zum 1. Gang, ein feines Stück Fleisch mit Mais zum 2. und drei Bisquits zum 3. Gesättigt, ausgetobt und voller Vorfreude auf das morgige Pipi-Land geht’s ins Bett.

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Stockholm by rain...

18.6.15 – Stockholm by rain

Oh, der Himmel ist verhangen und eine eigentlich wunderschöne Stadt, die als das Venedig des Nordens genannt wird, wartet auf uns. Wir packen uns mit den Regenjacken ein und die -hosen nehmen wir vorsichtshalber im Rucksack mit. Mit der Metro fahren wir auf die Insel Skansen, die viele Attraktionen beheimatet. Wir haben uns für den Skansen-Zoo entschieden. Dort findet man viele einheimische Tiere und auch eine Miniausführung vom Ballenberg auf schwedische Art. Es war sehr spannend und auch kindertauglich. Am meisten freuten wir uns natürlich endlich auf die Elche – doch wie es auch sein muss... Das Gehege ist leer und im Umbau. Es soll einfach nicht sein, dass wir endlich diese grossen Viecher sehen!! Nicht mal im Zoo ist es uns vergönnt. Erst um 15.00 h nahmen wir uns Zeit für eine warme Mahlzeit und schon gings weiter. Das Vasa-Museum war auch Pflichtprogramm für uns. Und wirklich – extrem spannend und super gemacht. Das 400jährige Schiff sank nach nur 2 km nach dem Auslaufen und erst 1956 wiedergefunden und 1961 gehoben. Mit grossartigem Einsatz wurde das Schiff Stück für Stück aus dem Wasser gerettet und wieder naturgetreu rekonstruiert. Nach dem Museumsbesuch hatten wir genug gesehen und machten uns im Regen nach Hause. Da kam der Saunabesuch gerade richtig – eine Säuberungsaktion bei den Kindern war sowieso dringend notwendig.

 

19.6.15 – Stockholm by rain part II

„Und äs rägnet, was es abe mag....“ das Lied vom Polo würde gerade passen. Wir haben es uns zuerst im Womo gemütlich gemacht, bis wir uns um 10.30 h doch noch aufrafften in die Stadt zu gehen. Heute war ja Midsommernacht! Ein Fest sollte ganz in der Nähe sein, doch dieses dauerte nur vom 12.00 bis um 16.00h (das soll ein Fest sein?). Wir hatten aber zuerst einen Schifffahrt (Hop on – hop off) im Plan. Also rein in die Regenklamotten – und diesmal war die Vollmontur angesagt mit Strumpfhosen usw. Wenn es schon nass ist, möchten wir nicht zu kalt haben. Also sind wir aufs Boot, welches mit Kopfhörern und Audioanlage ausgestattet ist, so dass wir etwas von Stockholm lernen können. Doch bei unserem Glück – die Anlage ist auf diesem Schiff defekt! Hmm! Wir sind etwas rumgefahren und sind dann in Gamla Stan gelandet. Dies ist die historische Altstadt mit herrlichen Häusern. Da wir etwas verspätet gestartet sind, war es auch schon wieder Zeit fürs Mittagessen. Dann sind wir wieder aufs Schiff gehüpft. Einen kleinen Abstecher machten wir auf eine Insel mit einem Schloss. Die Fahne auf dem Turm wird nur gehisst, wenn das Land in Frieden ist... was trotz den 2 Weltkriegen schon sehr lange der Fall ist, die Fahne weht schon über 200 Jahre im Wind... Und da begann es – Gianluca hatte genug. Er war wahrscheinlich so müde, dass er nur noch weinen konnte. Trotzdem liessen wir es uns nicht nehmen, um 17.00 h zu einem Platz zu gehen, wo Mitsommernachtsfeierlichkeiten stattfanden. Doch ratet mal – die Feierlichkeiten waren fertig! Schade! Doch mit dem weinenden Gianluca und dem Nass vom Himmel waren wir alle froh, wenns nach Hause ging. Stockholm ade – das nächste Mal mit Sonnenschein!

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Naturwelterbe Höga Kusten

15.06.2015 – Gullvik / Joggen, Minigolf, Wanderung und Lachsdinner

Am Morgen sind wir bei schönstem Wetter relativ früh erwacht. Der wolkenlose Himmel und die Meersicht trieben uns schnell nach draussen. Wir montierten die Joggingsachen und die Kids die Velohelme. Und los gings, die Halbinsel von Gullvik in der Höga Kusten zu erkunden.  Der eisige Wind blies uns entgegen und wir legten einen Gang zu, damit wir schnell Wärme produzierten. Wir joggten bzw. fuhren bis zum Ende der Strasse und dann ging es weiter auf einem breiten Waldweg. Nach gut 40 Minuten waren wir einem kleinen herzigen Strand angekommen. Da blieben wir ein paar Minuten und genossen die Sonne bei fast Windstille, herrlich!!

Zurück beim Wohnmobil konnten die Kids endlich auf den Spielplatz. Sändelen, sändelen und nochmals sändelen, was gibt es Schöneres... Vor dem Mittagessen mussten wir die beiden bis auf die Unterhosen vom Sand befreien...

Nach der Mittagspause machten wir (Papa, Gianluca und Alessia) uns auf, die Minigolfbahn auszuprobieren. Nach vielen, vielen Versuchen, wie man nun diesen Schläger halten muss – bei Gianluca sah das eher nach Hockeyspielen aus – kamen wir dann doch vorwärts. Nacht gut 90 Minuten hatten wir die 10 Bahnen absolviert. Papa ging als Sieger hervor, Gianluca wurde 2ter und Alessia 3te. Beim Zusammenrechnen der Anzahl Schläge konnte Gianluca seine Rechenkünste unter Beweis stellen – das geht schon ordentlich gut, super!

Danach ging es in die Höhe. Wir wollten die Höga Kusten (Hohe Küste) von oben betrachten. Über einen spektakulären Wanderweg über Felsen, durch Wald und über super weiche Moosbeete kamen wir an diversen Aussichtspunkten vorbei. Der höchste Punkt war dann doch ca. 100 M.ü.M. und wir hatten einen sensationellen Blick über viele Küsten, Inseln und Buchten dieser wunderbaren Gegend.

Am Abend dann wurde eingefeuert. Das gefundene Holz war nicht ganz trocken und qualmte dementsprechend. Der Lachs wurde aber trotzdem sensationell, mmmhhh ist so ein selbst gefangener Fisch fein!

 

16.06.2015 – Fahrt von Gullvik kreuz und quer durch die Höga Kusten

An diesem Tag war Sightseeing per WoMo auf dem Programm. Wir fuhren kreuz und quer durch die Höga Kusten, von Landzunge zu Landzunge.  Oft waren es sehr enge Schotterpisten, die dem Fahrer alles abverlangten... Es lohnte sich aber definitiv, die Natur hier ist wirklich spektakulär. Man ist sich nicht immer sicher, ob es sich um eine Meeresbucht oder um einen See handelt, so verwinkelt sind die Buchten.

Gegen Mittag knurrte der Magen, also mussten wir ein Restaurant suchen. Bei einem kurligen Verkehrs- und Kunstmuseum wurden wir fündig. In einem schönen schwedischen Landhaus gab es ein feines schwedisches Lunchbuffet. Tip top für uns!

Mit vollem Magen besuchten wir das Museum. Bilder, Skulpturen, alte Maschinen, Lokomotiven, Autos und noch vieles mehr gab es zu bestaunen. Es ist unglaublich, was man alles sammeln kann...

Am Abend fanden wir in Skog einen gemütlichen Campingplatz mit Sicht auf einen grossen See. Natürlich mussten wir ausprobieren, ob es in diesem See Fische gibt. Wir versuchten es mit mehreren Ködern, aber leider erfolglos...  Also mussten wir zum Znacht Hamburger auf dem Grill braten – die waren aber auch mega fein, mmmmhhh!

 

17.06.2015 – Fahrt von Skog nach Stockholm

Früh morgens konnten wir bei herrlichem Sonnenschein im Windschatten von unserem Wohnmobil das Frühstück endlich wieder mal draussen essen. So herrlich könnte es sein. Den eisigen Wind haben wir langsam satt und die warmen Jacken machen keinen sauberen Eindruck mehr – wir müssen in Richtung Süden. Auf los geht’s los!

Nach 3 Stunden haben wir mehr als die Hälfte der Strecke in Richtung Stockholm zurückgelegt. In einem grösseren Städtchen füllten wir unsere Vorräte auf und zum Mittagessen gab es Hot-Dog auf dem Parkplatz... (Kinderessenswünsche sind oft leicht zu erfüllen).

Und weiter! Nach 500 Kilometer Fahrt der Küste entlang kamen wir um 18.30 in Stockholm an. Die letzten Kilometer waren die mühsamsten, kamen wir doch mitten in den Feierabendverkehr.

Mama bereitete dann in Rekordzeit das Nachtessen vor und Papa erkundete kurz die Infrastruktur des Campingplatzes.

Beim Grosseinkauf stiessen wir auf alkoholfreien Wein. Diesen müssen wir ausprobieren. Also „genossen“ wir diesen zum feinen Nachtessen – Wasser ist definitiv besser... das war das erste und letzte Mal!!

 

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Auf der Pirsch nach Elchen...

14.06.2015 – Pirschfahrt über Umea

Die Nacht in Ratan war sehr kalt. Zum Glück scheint die Sonne jeweils sehr früh an unseren Caravan und wärmte das Innere durch die Fenster ein bisschen auf. Nach einem feinen Frühstück, einer kurzen Routenplanung und dem Entscheid eher durch’s Landesinnere zu fahren (wir wollten endlich Tiere sehen) machten wir uns auf, noch kurz die benachbarte Insel zu besuchen. Wir lasen, dass man am alten Hafen ein Boot mieten und mit diesem die paar Meter zur Insel übersetzen kann. Nur war am Hafen niemand auffindbar. Eine Passantin fragten wir, wie die Vermietung funktioniere. Sie verwies uns auf ein Restaurant und meinte, wir seien noch zu früh in der Saison... Ja, das Restaurant war ebenfalls geschlossen. Alternativprogramm: wir kraxelten auf dem Festland auf einen kleinen Hügel mit einem Leuchtturm. Von diesem aus hatten wir einen schönen Ausblick über den alten Hafen. Um 1800 hatte dieser seine Blütezeit und wurde Nordlands-Hafen genannt. Heute dient er „nur“ noch als Anlegestelle für Freizeitboote. Die alten Wasserstandsmarkierungen zeigten aber auch, dass um 1749 der Meerespiegel in dieser Bucht ca. 3-4 Meter höher war – Das Warum fanden wir aber nicht heraus... Nach dieser kleinen Wanderung gingen wir auf die Pirsch...

Auf Nebenstrassen in Richtung Umea waren keine Tiere weit und breit zu sehen... Also machten wir uns auf die Suche nach einem gemütlichen Mittagsrastplatz. Am Hafen von Norrfärden – direkt bei der Fähre, die nach Holmön übersetzt, fand Marco, dass es gemütlich ist und stellte den Camper mitten auf den Platz ab. Ein toller Ausblick auf das Meer soll unser Mittagsbegleiter sein... Katja fand, dass unser Camper doch ziemlich im Weg stehe und war nicht sonderlich zufrieden. Tatsächlich kam ein Hafenangestellter, schaute mit ernster Miene in unseren Camper, sagte aber nicht. Er setzte sich in sein Fahrzeug, legte den Rückwärtsgang ein und fuhr direkt auf unser Wohnmobil los. Dies war Zeichen genug, dass wir im Weg standen. Also umparkieren, ein paar Meter daneben war die Aussicht nicht viel schlechter.

Nach dem Mittagessen, mit feinem, schwedischen Käse fuhren wir nach Umea.

 

Umea ist die Hauptstadt der Provinz Västerbotten und die am dichtesten besiedelte Stadt Nordschwedens mit 80'000 Einwohnern. Die 36'000 Universtätsstundenten bringen Leben in die Stadt am Umeälven und drücken das Durchschnittsalter der Einwohner auf 38 Jahre. 2014 war Umea gemeinsam mit Riga Kulturhauptstadt Europas.

 

Wir suchten uns einen Parkplatz in der Nähe des Centrums und packten die Trottis aus, um die Stadt ein bisschen genauer unter die Lupe zu nehmen. Breite Strassen, schöne Holzhäuser, Parks und viele, ja tausende Birken verleihen der Stadt ein sehr schönes Bild. Das Zentrum besteht aus einer sehr grossen Fussgängerzone mit Hunderten von Geschäften und Restaurants. Nur, es war Sonntag und fast alle Geschäfte waren geschlossen. Mit dem Trotti fuhren wir bis ans Ende der Fussgängerzone, machten Halt in einer feinen Konditorei und gönnten uns einen feinen Mokkakaffe bzw. eine feine warme Schokolade, mmmhhh tat das gut.

So, jetzt wollen wir endlich Tiere (Elche) sehen. Im späten Nachmittag fuhren wir gegen das Landesinnere. An einem See irgendwo in der  Pampa gab es das Nachtessen. Mit dem Weiterfahren warteten wir, bis die Dämmerung einsetzte. Nur, hier im Norden gibt’s in dieser Jahreszeit keine Dämmerung – wann ist also die beste Zeit, um Tiere anzutreffen? Keine Ahnung!! Um 19 Uhr fuhren wir los und packten die „kleinsten“ Strassen auf der Karte.  Die Strassen waren eng, sehr eng und bei uns würden diese höchstens unter die Kategorie Forststrassen  fallen. Mir war es nicht immer wohl mit unserem riesigen Camper. Tatsächlich gerieten wir in eine Sackgasse, zum Glück konnten wir problemlos wenden. Katja und den Kids gefiel die Abenteuerfahrt durch die schwedischen Wälder. Mein Puls war allerdings ständig über 100 – und nicht wegen den Elchen...

Auf der Fahrt von Umea bis Örnsdoldsvik über Stock und Stein vorbei an idyllischen Seen und malerischen Siedlungen, durch mystische Wälder, wo sind die Elche...? Bis auf 2 Wildgänse und ein paar Biberspuren erhaschte die Linse unseres Fotoapparates nichts, aber auch gar nichts – nicht mal Mücken...  Nach einer langen Fahrt fanden wir in Gullvik einen schönen Campingplatz direkt am Meer. Nach einer kurzen Geschichte (Katja las ein Kapitel aus dem Buch „Ronja, die Räubertochter" vor) war es dann sehr schnell ruhig im Camper...

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Endlich biss der Fisch...

11.6.15 Reise mit Besuch von  Gammelstads, Lulea und Suche nach einem Traumplatz

Ja, jetzt wissen wir, was passiert ist...

Wir sind nach dem Aufstehen raus und haben gesehen, dass wir den Camper etwas ungünstig gestellt hatten – die andere Seite des Platzes hat den Sonnenaufgang um 1.30 h gesehen und das direkt am Strand. Für morgen Abend machen wir es besser, nehmen wir uns vor. Wir sind los mit frisch gefüllten Bäuchen und dem Wassertank. Eine kurze Rast machten wir bei einem ehemaligen „Dorf mit Kirche“ aus 424 Häuschen, die alle tupfgleich aussahen. Diese dienten einzig für den Aufenthalt während den seltenen Mess- und Markbesuchen für die weitgereisten Einheimischen, für die sich eine Heimfahrt mit Ross und Wagen nicht lohnte – wie zu Michels Zeiten.

In Lulea wollte sich unsere Männerschaft die Kopfpracht scheren lassen, doch trotz den vielen Coiffeurgeschäften waren alle ausgebucht oder hatten eine lange Schlange. Also, wird die Haarpracht noch etwas länger länger...

Auf der Suche nach einem schönen Platz war diesmal etwas Geduld angebracht... wir gerieten uns fast in die Haare (um beim Thema zu bleiben) und ausdauernd wie Marco ist, gab er nicht auf und wir trafen endlich nach einer 3km langen Gravelroad auf einen herrlichen Campingplatz. Und hier hatten wir alles  - Fische, Meer, Sonne (inkl. Sonnenaufgang über dem Meer um 1.45 (siehe Fotos)) und fast noch das Wichtigste: Nicht 100 Campingwagen side-by-side.

Sodeli, jetzt um 23.30 h fallen uns die Augen zu. Aber der Wecker ist gestellt.

 

12.6.15 Fischcamp

1.35 h Prompt der Wecker wirft mich fast aus 1.5m Höhe – Sonnenaufgang. Marco streift sich in aller Eile die dicksten Kleider über und kommt mit – herrlichen Bildern - zurück! Es hat sich gelohnt.

Als wir uns am Morgen aus dem Bett erhoben, riefen die Fische schon von weitem (oder war das Gianluca: Wann gehen wir fischen?). Also, der Morgen war für diese Tiere reserviert. Und das Glück war uns hold, obschon wir nicht die Menge Glück wie sonst brauchten, denn die Fischzucht war weitherum bekannt für den fantastischen Saibling. Jedenfalls genügte es, dass wir 2 tolle Fische auf dem Grill bestaunen und auch geniessen konnten. Es war so viel, dass Katja auch noch nachts vom Fischessen geträumt hat. Denn, da Gianluca noch nicht genug hatte, fingen wir am Abend noch eine kleinen Salmon von 800 g, der direkt im Frigor landete. Da musste wohl noch ein 2. her, damit ja alle genug bekommen.

 

13.6.15 Morgenfischen, Haareschneiden und Wildcamping

Und so sollte es sein: 8.00 h, Fischen ist angesagt. Wir haben uns 1 ½ Std. damit abgemüht, denn Köder immer genau an die Stellen zu werfen, wo der Fisch gesprungen ist (Katja hatte 2 fleissige, und teils auch laute Helfer). Aber nichts L. Beim der Abfahrt meinte der Besitzer so trocken, dass am Morgen die Fische gar nicht beissen. Super. Wenn er das nur früher gesagt hätte. Doch G. war trotzdem happy – bis zum nächsten Mal (d.h. wenn der See/das Meer wieder in der Nähe ist, was am Abend schon wieder der Fall war).

In Skelleftea haben wir uns entschlossen, einen Halt einzulegen. Jetzt musste die tolle Haarpracht weg. Nach dem 10. Laden (etwas übertrieben) fanden wir eine junge Dame, die in 1 Std. Zeit hatte, die Männer zu stylen. Das war gerade ideal für die Mittagspause. Nach der Schaf- äh Herrenschur mit tollen Gelformationen gings weiter Richtung Süden. Nach wieder etwas längerer Suche fanden wir einen Platz im Wald (100 m vom Meer entfernt). Es war nur 1 Camper da, eine Feuerstelle mit Holz, WC usw., alles Notwendige da. Und endlich kam Katja zu Zug, die Feuerstelle sowie die Männergrillfunktion einzunehmen. Es war nichts verkohlt und ehrlich, mir hat es fantastisch geschmeckt ;-). Ergänzung Marco: Es war super, mmmmhhh; Katja hat die Grillprüfung bestanden J!!

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Ambrüf und wieder ambri...

07.06.15 – Hailuoto – Rovaniemi

Die ganze Nacht hat es geregnet und wie... Unser Schlaf wurde mehrere Male unterbrochen, so stark hat es gegen unseren Camper geplätschert. Wir hatten sogar ein bisschen Bedenken, ob wir bei dieser Nässe mit unserem schweren Mobil aus dem Sand wieder wegkommen. Wir kamen zum Glück ohne Probleme wieder zurück auf die Strasse und nahmen den Weg in Richtung Norden unter die Räder. Zuerst wieder auf die Fähre zurück auf’s Festland. Geplant hatten wir die Fahrt bis Kemi, aber an der Adresse, wo ein Campingplatz hätte sein sollen, fanden wir nichts... Also weiter. Am Ende des Tages trafen wir bereits in Rovaniemi ein und konnten unseren Camper an einem schönen Stellplatz mit super Sicht auf den Fluss Kemijoki platzieren. Die Kids amüsierten sich mit Dartspielen – jeder 2. Pfeil fand doch den Weg in Richtung Scheibe und jeder 4. traf diese sogar – Wir Grossen machten uns nach 2 Tagen „wild“ campieren ab unter die Dusche, tat dies gut...

 

08.06.15 – Arctic Center / Santa Claus Village und Fahrt nach Korvala

Früh morgens erwachten wir bei wunderschönem Wetter. Da das Artic-Center sowie das Santa Claus Village ohne Motorisierung zu weit von unserem Camping entfernt waren, beschlossen wir die Zelte abzubrechen und diese Sehenswürdigkeiten auf der Fahrt weiter in Richtung Norden zu besichtigen.

Das Artic Center war nicht nur für uns Erwachsene sehr interessant. Auch die Kleinen konnten sich an den interaktiven Ausstellungsobjekten amüsieren. Das Museum erklärte auf einfache Art und Weise, wie die Natur in der Arktis funktioniert. Auch wurden die Zusammenhänge des menschlichen Einflusses auf eindrückliche Art und Weise aufgezeigt, beeindruckend und aufrüttelnd... Wir sollten besser auf unsere Natur Acht geben!

Danach machten wir einen Sprung von der Realität in eine surreale Welt. Wir besuchten den Nikolaus. Der Kitsch hielt sich in Grenzen und die Kinder hatten ihren Spass, mitten im Sommer mit Weihnachten konfrontiert zu werden. Sie durften sich sogar mit den Eltern zusammen beim Nikolaus hinsetzen. Und wie Gianluca und Alessia staunten, als dieser sogar auf Deutsch mit ihnen sprach...

Wir liessen uns vom weihnächtlichen Einkaufsrausch anstecken und deckten uns mit ein paar lappländischen Souvenirs ein. Gianluca erhielt sein erstes Schnitzmesser (Michel aus Lönneberga ist sein Vorbild; allabendlich hat Katja ihnen die Streiche vorgelesen) und Alessia hat sich ein feines Kuschelkissen ausgesucht. Damit wir auch etwas von der nächtlichen Sonne von der Reise mitnehmen konnten, entschieden wir uns, noch 50 km nordwärts zu finden. In Korvola fanden wir einen gemütlichen Campingplatz am See – fast alleine! 2 Berner Camper-Paare leisteten uns Gesellschaft uns am abendlichen Feuer noch Gesellschaft. Wir haben spannende Geschichten gehört.

 

09.06.15 – Korvala / Fischen, Relaxen, Saunieren und Wanderung zur Mitternachtssonne

Der Tag hat mit Sonnenschein begonnen. Marco hat sich auf die Socken gemacht und eine spannende Joggingrunde entdeckt. Gleich zweimal musste diese gemacht werden, damit man auch ins Schwitzen kam. Auf diesem Weg haben wir auch unseren Platz mit Seeli für die Mitternachtssonne gefunden. Nach dem Frühstück musste es wieder Angeln auf dem See sein. Ob wohl die nördlichen Fische unseren unzähligen Ködern widerstehen können? Ihr glaubt es kaum – sie konnten! Wieder nur Funkstille in der Unterwasserwelt. Am Nachmittag nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf (2 Std!) besuchten wir mit den Kindern den Mitternachtssee – wie wir ihn getauft haben – (Matjaudtukolajoki oder so können wir nicht aussprechen). Und endlich war es 19.00 h. Die Kinder haben sich so auf die Sauna gefreut! Tatsächlich schafften wir es, 2 Saunagänge durchzuziehen! Dank sei dem See! Die Abkühlung im See war für alle ein grosses Highlight. Nach der Cervelat und auch endlich dem ersten Raclette mit finnischem Gummikäse auf dem offenen Feuer gings dann in die Höhe zum Seeli. Da es kalt war (wenn wunderts?) musste Marco wieder einfeuern! Leider war uns ein wunderschöner Sonnenuntergang verwehrt, da die tiefen Wolken nicht weichen wollten. Also, ab nach Hause und es wurde doch 0.15 h, bis die Kinder im Gruschi waren.

 

10.06.15 – Fahrt nach Schweden (9. Land)

Schon um 8.00 sind wir wieder aufgestanden, denn wir wollten weiterfahren! Schweden ruft. Die Kinder und auch ich merkten, dass die übliche Schlafzeit unterschritten wurde. Die Nerven lagen bei uns wohl etwas blank. Auf einem  Berg mit Aussichtsturm auf 222 m über Meer, wo die beste Mitternachtssonne Finnlands zu bestaunen sein soll, machten wir Mittagspause. Die Sonne war da, doch leider war es 12.00 über Mittag statt nachts. Wir hätten uns wohl besser informieren sollen!

Und dann – Schweden! Wir sahen einen Hasen, einen Fuchs und fünf Rentiere – ah, da sind die Tiere zu Hause, die wir in Finnland vermisst haben.

Um 17.00 h landeten wir wieder am Meer – endlich mal Wasser (hihi). Und ich muss sagen: Wieder traumhaft! Schnell gefeuert (Marco), Schnitzmesser raus (Gianluca), Sandklamotten an (Alessia), Routenplanung für die nächsten (Juhee) noch 3 Wochen (Katja) und alle waren wieder zufrieden. Was uns wohl morgen erwartet?

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Die Mitternachtssonne kommt näher...

Für's Gotti uf Walliserdiitsch gschribu... :-) 

4.6.15 – Kokkola

Am Morgund sii wer bi herrlichum, aber chaltum Sunnuwätter erwached. Na dum Früohstuck hei wer Sportsache montiert und si losgitrottod und –gfahru – schnüorstracks nu Wald, was de kei Wind meh sellti hä. Das isch öi der Fall gsi, derfir hend schi d’Mugge bim Brunzu fascht üfgfrässu. Darum hei wer der gresser Gang bim Spörtlu igleid und si wäge dem superschnäll anas mega schöns Platzji am Meer mituma verlotrottu Lüchtturm cho. Das äs nid lengwiilig chund, hed der Papa an Offroad-Strecki gfunnu, der aber de leider bald im Schlamm versuffu isch (also alles wieder zrugg – jetzt chänne wer biku, meint der Gianluca). Während miner erfrischund Dusch sind d’andru noch ufum Rollerpark gsi. Da isch der Gianluca uf d’Nasa kiit – d’Alessia hed mu ganz gschnäll gholfu und dum Papa ghöirod. Der isch de gad am Infostand gsi.

Nahdera Sterchig hei wer di Trottinet gipackt und si ind z’Stadtji ga Händsche ver die Purschtu und Leggins ver d’Mama ga chöifu. Der Papa hed de an warmi Schoggola gnu!

Und zum z’Nacht hed der Papa fritierti Minifischini als Biilag zer Tortilla gmacht – an Wunsch vam Gianluca.

 

5.6.15 – Reise Kokkola – Hiekkasärkät – Insel Hailuoto (Oulu)

Bi iischige Temperature si wer am Morgund am 9.30 losgfahru. Ufum Wäg hei wer an Stopp ama Strand gmacht, wa ver d’Finnu top soll sii. Doch bi 8 Grad sii wer d’einzigu gsi. Und scho wieder isch an heissi Schoggola neetig gsi! Horror!! Uf der Fahrt wiiter nordwärts is de immer heisser wordu – amal heds sogar 14 Grad gizeigt – 3 Minüte lang. Wier hei isch entschidu, mit der Gratisfähre va Oulu uf Hailuoto zgah. An super Platz hei wer gfunnu, doch das Schild – no Camping – hei wier öi verstannu (amal isch eppis uf Englisch agschribu gsi). De sii wer halt wiiter und hei as sandigs Platzji am Meer gfunnu. Der stahlblau Himmil hed ischi Lühna extrem gibessrod und aner sälbergibaschtlotu Fiirstell hed de z’Fleisch no besser gschmeckt. Fer vorna z’Ässu heds aber no nid glängt.

 

6.6.15 – Insel Hailuoto

Z’Wasser im Tank geit üs, der Wii isch fertig, d’Sunna isch wäg, z’WC isch voll – das isch doch gliich! Wier bliibe hie. Der Rägo, wa uf du spetru Namittag cho isch, macht iis deheimu so richtig heimelig. Und jetzt gits an Spaghetti Plausch, gwünscht va der Alessia! An Güote!

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Die Kälte treibt uns schneller als gedacht nordwärts...

02.06.2015 - Fahrt von Lepäinen nach Siipyy

In Lepäinen (wilder Standplatz) konnten wir nicht länger bleiben. Wir mussten uns auf den Weg machen, um mal wieder Frischwasser auftanken, sowie unsere Toilette leeren zu können. 

Die Fahrt konnten wir bei schönem Wetter mit viel Wind geniessen. Zum Glück hat unser Fiat Ducato eine gute Heizung... Das Aussenthermometer stieg nie über 12 Grad. Auch zum Fahren war es nicht einfach. Hat unser riesen Ding doch eine ziemlich grosse Angriffsfläche für den Wind.

Auf der Fahrt entschieden wir uns einen Abstecher auf ein paar Inseln zu machen. Diese konnte man sehr gut befahren, da sie mit Dämmen und Brücken gut erschlossen sind. Immer wieder bot es uns herrliche Blicke auf's Meer.

In Reposaari wollten wir schon mal schauen, ob es was für Die Nacht sein könnte. Der Campingplatz gefiel uns aber überhaupt nicht. So fuhren wir weiter bis zum Leuchtturm am Ende der Strasse im Dorf und siehe da, ein modernes, sehr appetitliches Restaurant hatte es an diesem schönen Aussichtspunkt. Wir beschlossen hier Mittag zu essen. Im Restaurant war zudem ein Fischladen mit eigener Räucherei angesiedelt. Das Essen - Fisch, Fisch, Fisch. War hervorragend. Im Fischladen kauften wir dann noch 1/2 Kilo filetierten Barsch sowie 600 Gr. im Pfeffermantel geräucherten Lachs. 

Dann ging die Fahrt weiter. Das Wetter wurde schlechter und der Wind nahm zu. In Siipyy fanden wir einen ganz netten Campingplatz direkt am Meer. Eine nette, junge Finnin zeigte uns den ganzen Platz und klärte auch für uns ab, ob wir Fischen dürfen. Gut eingepackt - denn der Wind war bissig kalt - ging es dann auf Nachtessensjagt. Hmm, entweder hat es in diesen finnischen Gewässern keine Fische oder unsere Angelkünste sind noch nicht gut genug ausgeprägt... Kein einziger Fisch knabbert an unserem Köder. Gianluca meinte, wir hätten den falschen Köder. Er machte sich auf die Suche nach Regenwürmer - auch erfolglos. Zum Glück hatten wir Fisch eingekauft und so konnte ich trotzdem feine Barschfilet über dem Feuer braten.


03.06.2015 - Fahrt von Siipyy nach Kokkola

In der Nacht auf den Mittwoch (03.06.) regnete es wie aus Kübeln. Der Regen peitschte an unser Wohnmobil, dass der Schlaf immer wieder abrupt unterbrochen wurde... Obwohl uns die nette Finnin für den Mittwoch ein Ruderboot zum Fischen in Aussicht gestellt hat, beschlossen wir wegen der Kälte (nur noch 7 Grad) und dem Regen weiterzureisen. In Vaasa - unser Mittagsstop - gab es einen super schönen Aquapark. Sauna und Dampfbad waren ebenfalls vorhanden. Also rein und die Kälte vertreiben. Wir verbrachten den ganzen Nachmittag beim sprudeln, saunieren, plantschen und die Rutschbahnen runter zu sausen. Herrlich :-)!!!!


Übrigens Vaasa:

Nicht zu verwechseln mit Wasa in Schweden. Der Name kommt aber trotzdem vom Schwedischen König Wasa (Karl IX.). Dieser gründete die Stadt 1606. Die Stadt hat sich selbst das Prädikat der sonnigsten Stadt Finnlands gegeben. Die ganze Stadt brannte 1852 vollständig bis auf 2 Häuser ab und wurde daraufhin verlegt. Danach kam der Aufschwung, nicht zuletzt durch den Bau der Eisenbahn. 1918 - nach der finnischen Unabhängigkeitserklärung - war Vaasa sogar für 10 Wochen die Finnische Hauptstadt. Ein viertel der Stadtbewohner ist immer noch Schwedisch sprechend. 


Im späteren Nachmittag machten wir uns wieder gut aufgewärmt auf den Weg, unser Nachtplatz zu suchen. Über wunderbare Strassen kamen wir in die Nähe von Kokkola und da passierte es:

> am 03.06. um 18.20 sahen wir unseren ersten Elch.

Papa fuhr fast von der Strasse und das Gekreische im Wohnmobil erschreckt die Elchkuh, die mit grossen Schritten wieder im Wald verschwand. In Kokkola angekommen erkundeten wir die Campingplatzumgebung mit dem Trotti. Die Kids konnten sich endlich auf einem schönen Spielplatz mit Piratenschiff austoben. Nach einem feinen Nachtessen waren die Kids um 22 Uhr endlich im Bett. Kurz darauf auch die total "kaputten" Eltern...

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