Wir kommen im Paradies an
Am Freitag landeten wir früh morgens in Nadi auf der Hauptinsel von Fiji, wo wir von zwei singenden Männern begrüsst wurden. Nachdem wir unser Gepäck entgegennehmen konnten – zum Glück hat alles geklappt – mussten wir durch die Einreisekontrolle; auch dies lief reibungslos. Wir besorgten uns noch Bargeld und nach einer extrem freundlichen Begrüssung in der Touristeninformation – wir bekamen sogar eine Muschelkette als Geschenk umgehängt – wurden wir mit einem Taxi zu unserem ersten Hotel auf der Insel Derenau chauffiert. Derenau ist eine Insel, die mit einer Brücke über einen schmalen Kanal mit dem Festland verbunden ist. Im Hotel Sofitel angekommen erhielten wir einen Begrüssungsdrink – die Leute hier sind extrem freundlich, hilfsbereit und mega aufgestellt, richtig ansteckend...! Bis wir das Hotelzimmer beziehen konnten, verbrachten wir die Zeit am wunderschönen Pool des Hotels. Unglaublich wie die Kids fürs Baden Energie freimachen konnten, haben diese doch die letzte Nacht im Flugzeug nicht mehr als 3 Stunden geschlafen. Alessia und Gianluca tauchten, rutschten und plantschten, was das Zeugs hielt. Katja und ich hingegen lagen da wie halbtote Fliegen und genossen die Sonne und die Wärme. Den Nachmittag verbrachten wir in selber Manier, ja nicht zu viel bewegen war das Motto der Grossen bzw. tauchen und rutschen bis die Ohren zu wackeln begannen war das Kids-Motto. Das Nachtessen ein super Highlight. Das angebotene Sortiment am Buffet war extrem lecker und auch wie es dargeboten wurde, war der reine Augenschmaus. Ich probierte so ziemlich alles aus, Muscheln, geräucherten Fisch, Meeresfrüchte-Teigtaschen, Fischcurry, Fladenbrot, Mango-Chutney und vieles mehr – wir sind wirklich im Paradies angekommen!
Am Samstag mussten wir rechtzeitig aus den Federn raus. Erstens wollten wir uns das Frühstücksbuffet reinziehen und zweitens ging es heute auf die – wir nehmen es mal an – Trauminsel Castaway. Um 8.30 Uhr holte uns ein Bus ab und fuhr uns zum Hafen. Von dort aus hatten wir einen Katamaran, der ziemlich gut mit Passagieren besetzt war. Nach kurzer Fahrt kamen wir bereits zu einer ersten, traumhaften Südseeinsel (wie im Bilderbuch). Und siehe da, fast alle Fahrgäste verliessen das Schiff – cool! Die 2-stündige Fahrt mit dem Schiff zwischen den Südseeinseln hindurch war mega kurzweilig und super schön! Um 11 Uhr kamen wir «endlich» auf «unserer» Insel an. Und ja, es ist ein absoluter Traum. Weisser Sand-Strand, Palmen und türkisblaues Meer – so wie man es sich vorstellt. Die Begrüssung war wieder der Hammer. Das halbe Personal versammelte sich am Strand und sang ein Begrüssungslied, unbeschreiblich! Die Formalitäten wurden auf der Veranda erledigt und dazu gab es einen Südseedrink. Uns wurde erklärt, dass hier alles ein bisschen ruhiger abläuft und dass «rush» ein Fremdwort sei. Umso erstaunter waren wir dann aber, als wir mehrere Male aufgefordert wurden, den Drink auszutrinken, damit man uns das Resort zeigen konnte. Wir entgegneten mit einem Lachen – no hurry, please... JBis zum Zimmerbezug verbrachten wir die Zeit an den beiden Pools – ein Adult-Pool (Kinder nur in Begleitung) und dem Kidspool (für unsere Beiden nur hüfttiefes Wasser, dafür aber mit sehr vielen Spielsachen ausgerüstet). Nach dem Zimmerbezug ging es dann ab an den Strand. Katja und Gianluca montierten sofort Taucherbrille und Schnorchel, man wollte ja erkunden, ob es am strandnahen Riff entlang wirklich schöne Fische zu beobachten gab. Die Beiden kamen fast nicht mehr aus dem Wasser und sie meinten danach, dass die Unterwasserwelt hier fast schöner sei als beim Great Barrier Reef. Ich und Alessia waren hingegen mit dem Stand-Up-Paddel unterwegs und erkundeten einen Teil der Insel vom Meer aus. Das Zurückpaddeln gegen die Strömung war danach alles andere als locker. Das Nachtessen war der absolute Burner. Wir besorgten uns eine Holzofenpizza und assen diese am Strand, während die Sonne am Horizont unterging – was will man mehr....! Als wir mit Essen fertig waren, kam eine Gruppe Kinder an uns vorbei – das muss der Kids-Club sein. Alessia und Gianluca fragten, ob sie mitgehen dürften. Katja organisierte sich mit der Leiterin und weg waren unsere Kids. Und nun, was machen wir mit dem angebrochenen Abend? An der Strandbar besorgten wir uns einen feinen Castaway-Special-Drink und genossen einfach die wunderbare Sonnenuntergangsabendstimmung. Wir sahen den Kids-Club zurückkommen und beobachteten die Gruppe, wie sie das Segel eines Katamaran am Strand hissten – was machen denn die um diese Zeit? Das Rätsel lüftete sich schnell. Das Segel war die Leinwand für den anstehenden Kinofilm – so eine gute Idee! So gegen 21.30 h beobachteten wir Alessia und Gianluca und sahen, dass sie vor Müdigkeit kaum mehr sitzen konnten. Sie waren richtig froh, als wir fragten, ob sie mit uns zum Zimmer gehen möchten – puh, was für ein Tag und was für Eindrücke, einfach nur fantastisch – ein Traum!
Mal wieder Stadtleben
Nach dem gestrigen, doch sehr anstrengenden Tag, wollten wir es am Mittwoch in Adelaide so richtig gemütlich nehmen. Nur, was tun...? Ok, zuerst mal gemütlich ausschlafen und langsam in den Tag starten. Dies taten wir auch!
Wir machten uns auf unserem Zimmer einen Kaffee und ich und die Kids begannen die Tagebücher zu aktualisieren. Katja „opferte“ sich, die Waschmaschine in Gang zu bringen, damit wir für Fiji wieder mit genügend Wäsche ausgerüstet waren. Danach gingen wir zu Peter Rabbit, einem kleinen, als Garten eingerichtetem Café direkt gegenüber unserem Hotel. Dort assen wir Frühstück und diskutierten, was wir nun mit dem angebrochenen Tag anfangen wollten. Wir entschieden uns für einen Zoobesuch.
Zum Zoo gelangten wir am River entlang. Der Spaziergang dauerte 30 Minuten und war sehr schön und entspannend. Der eigentliche Zoobesuch war sehr kurzweilig und kurz vor Schliessung konnten wir die Pandabären-Fütterung bewundern. Das Highlight des Tages kam am Abend. Wir liefen quer durch die Innenstadt ins China-Town Quartier, wo wir in einem kleinen, chinesischen Restaurant exzellent gegessen haben. Unsere Bäuche waren danach prall voll und der Spaziergang zurück zum Hotel tat richtig gut.
Am Donnerstag „mussten“ wir bis am Abend auf unsere Weiterreise nach Fidji warten. Gianluca wurde seit einer Woche von einem Mückenstich geplagt und er kratzte diesen immer wieder auf. Inzwischen hat sich rund um den Stich alles entzündet und es sah wie eine allergische Reaktion aus. Wir gingen also in eine Apotheke, wo wir uns eigentlich nur eine Salbe besorgen wollten. Die nette Apothekerin verwies uns aber gleich zu einem nebenan gelegenen Arzt. Dieser gab zum Glück wieder Entwarnung und verschrieb eine etwas stärkere Salbe gegen die allergische Reaktion. Danach nahmen wir es wieder gemütlich und gingen in ein Pancake-Restaurant so richtig ungesund Frühstücken - soooo feeiiin :-)! Mit vollem Bauch machten wir uns auf, Port-Adelaide zu besuchen - natürlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das war diesmal leider nicht selbsterklärend. Wir schafften es dennoch und kamen kurz nach Mittag in diesem ganz netten Aussenquartier von Adelaide an. Nach einem kleinen Rundgang und einem Drink, ging es mit dem Zug zurück in die City. Dort angekommen schlenderten wir nochmals durch die Fussgängerzone und beobachteten das emsige Treiben. Um 16.30 Uhr brachte uns ein Taxi zum Flughafen, wo wir bis Nadi (Fiji) einchecken konnten. Katja ging nach der Sicherheitskontrolle beim Zutritt zu den Gates zielstrebig zum Flug Qantas 694 hin, der bereits im Status „Boarding“ war. Oh, unsere Bordkarten scheinen nicht gültig zu sein, an was liegt das? Wir haben Flug 696 und nicht 694... Uff, also noch eine Stunde warten. Wir überbrückten die Zeit mit einem Bierchen und Furchtsäften, bis es endlich in Richtung Melbourne losging. Der Aufenthalt auf dem Flughafen von Melbourne war sehr kurzweilig. So viele, coole Shops haben wir noch selten im Abflugbereich gesehen. In einem Billabong-Laden konnten wir nicht widerstehen und kauften uns nochmals ein paar coole Klamotten :-) Dann war es soweit, wir waren im Flugzeug und los gings. Tschüss Australien, es war herrlich.... und wie....! Nun heisst es aber zuerst noch... Fiji, wir kommen – ab ins Paradies J!
Das Inselleben Teil 2
An diesem Montagmorgen lud herrliches Wetter zu einer weiteren Inselerkundungstour ein. Katja und ich machten zuerst eine kleine Joggingrunde (ganz ohne Verkehr die Hauptstrasse entlang), bevor es dann wieder zum feinen Frühstücksbuffet ging. Wieder gegen 10 Uhr fuhren wir los und Gianluca wollte unbedingt wieder fischen gehen, der gestern entgangene Fisch liess ihn in seinen Gedanken nicht mehr los. Katja, Alessia und ich waren einverstanden und so entschieden wir uns, nochmals die Nordküste – hier war Fischen erlaubt – zu erkunden. Wir fuhren über den Insel-Highway bis an den nordöstlichen Zipfel der Insel, nach Kingscote. In diesem kleinen Städtchen kauften wir uns etwas zu Mittag sowie neue Fischköder. In einem Laden liessen wir uns beraten und kauften einen Sack voll gefrorener Muscheln. An der Emu Bay angekommen wurden die Badesachen montiert, die Angelruten bereit gemacht und ab ging es ins Wasser – Strandfischen war angesagt. Und tatsächlich, mit diesen Muschel-Köder ging das ganz gut. Schon nach kurzer Zeit hatte Katja endlich mal wieder einen Fisch an der Angel – supi!! Das Wasser war eher frisch und nach einer kleinen Stärkung fuhren wir aufgewärmt weiter zum Cape Cassini. Auf dieser Gravelroad kam unser kleines Auto an den Anschlag, ging es doch ziemlich steil runter zum Cape. Wir schossen ein paar Fotos und fuhren bald weiter zur King George Beach. Hier fanden wir auf einem Felsen wieder einen super coolen Platz zum Verweilen und Fischen. Die Felsen waren sehr schroff und ich schlug mir tatsächlich das Knie daran auf und Alessia ihre Zehen. Autsch, mein Knie tat danach richtig fest weh. Um 18 Uhr – leider ohne zusätzlichen Fische – nahmen wir die Rückfahrt zum Hotel unter die Räder. Nach einem feinen Nachtessen bei uns im Hotelrestaurant war dann dieser Tag auch schon wieder Geschichte.
Dienstag und schon brach der letzte Tag auf Kangaroo Island an. Heute klingelte der Wecker bereits um 6 Uhr. Wir wollten «endlich» Koalas in der freien Wildbahn antreffen. Wir hatten den Tipp gekriegt, dass sich beim Parkplatz des Visitors Centers immer ein paar Exemplare aufhalten. Wir wurden nicht enttäuscht. Insgesamt entdeckten wir auf den Eukalyptus-Bäumen 6 Koalas. Einer davon hatte sogar ein Kleines am Bauch – wunderschön und sooooo herzig sind diese «Kuschelbären». Nach dem Frühstück und dem Beladen unseres Autos fuhren wir in Richtung Südküste los. Leider war heute das Wetter nicht berauschend und es nieselte gar. Als erstes führte uns die Strasse an die Hanson Bay, eine kleine aber feine Bucht. Das Wetter trieb uns leider ziemlich schnell wieder zurück ins warme Auto. Die Fahrt ging weiter bis in die riesige Vivonne Bay. Ein Pier und viele Fischerboote ermutigten uns, das Angelzeug wieder hervorzunehmen. Und tatsächlich, schon nach kurzer Zeit zog Alessia einen Fisch an Land. Auf dem Pier hatte es nebst uns noch weitere Fischer. Wir spionierten ein bisschen, mit was für Köder diese unterwegs waren. Wir stellten dann fest, dass diese gar nicht nach Fischen angelten, sondern nach Tintenfischen. In ihrem Behälter hatte es schon ein paar veritable Stücke – nichts für uns... Wir blieben bei unseren Muschelköder und da zupfte es schon wieder. Katja hatte einen Flathead dran – leider zu klein, wir liessen ihn wieder frei. Nach gut 1.5 Stunden fischen trieb uns der kühle Wind zurück zum Auto, wo wir uns verpflegten. Bevor wir weiter fuhren, bereiteten wir unsere Fischfänge an einem öffentlichen Barbecue noch für das Nachtessen vor und «veredelten» unseren Teigwarensalat mit selbstgefangenem Fisch. Auf der Weiterfahrt legten wir bei der Murray Lagoon – einer Moor-Seenlandschaft – einen Stopp ein. Sehr schnell ging es weiter zur Pennington Bay. Jetzt riss der Himmel auf und die Sonne kam endlich zum Vorschein. An diesem herrlichen Strand verweilten wir zwischen den Steinen im Windschatten und genossen die wunderbare Sicht auf das Meer. Es war bereits nach 17 Uhr und wir mussten unseren Mietwagen um 18.30 Uhr zurückgeben. Also fuhren wir weiter nach Penneshaw, wo sich der Hafen für die Überfahrt zum Festland befand. In einem coolen Restaurant mit Sicht aufs Meer tranken wir noch etwas und machten uns dann bereit für die Rückreise nach Adelaide. Auf dem Schiff genossen wir unseren Pastasalat mit selbstgefangenem Fisch, mmmhhh war das fein! Die Rückfahrt mit dem Bus nach Adelaide war eher langweilig und vor allem langwierig. Um ca. 23 Uhr waren wir dann endlich in unserem Hotelzimmer. Ab ins Gruschi! – wurde diesmal gerne befolgt :-).
Das Inselleben Teil 1
Heute Sonntag werden wir so richtig mit der Erkundung der Insel starten. Wir hoffen, viele Tiere und schöne Naturplätze erkunden zu dürfen. Hier schon vorweg, wir wurden nicht enttäuscht!
Bevor es losging, stärkten wir uns ausgiebig am Frühstücksbuffet unseres Hotels. Es gab alles, was das Herz begehrt. Vom Frühstücksei bis hin zu feinen, frischen Früchten war alles sehr lecker. Um 10 Uhr fuhren wir los, um als erstes den ersten Teil der Nordküste zu besuchen. Die Fahrt führte uns über einen schnurgeraden Highway zwischen Bäumen hindurch nach Stokes Bay. Der Weg zum Strand war mit einem Pfeil ausgeschildert und führte mitten durch die Felsen. Zwischendurch wurde es richtig eng und man musste den Bauch einziehen, damit man hindurch kam. Wow, was für ein Strand. Glasklares Wasser, weisser Sand und das ganze zwischen rot schimmernden Felsen eingebettet. Da es nur knapp 20 Grad war heute, liessen wir die Badesachen im Auto zurück. Aber das Wasser war so einladend, dass die Kids unbedingt reinspringen wollten. Also ausziehen und in den Unterhosen ging es in das blau schimmernde, glasklare Wasser – wir waren eh fast die einzigen Besucher. Ich ging bis zu den Oberschenkeln ebenfalls rein und Katja beobachtete das Planschen aus sicherer Distanz und machte tolle Fotos dieses herrlichen Ortes. Weiter ging die Fahrt mit unserem Auto entlang der Nordküste in Richtung Westen. Maximale Geschwindigkeit 60 km/h, Gravelroad und es fühlte sich für uns an, als wären wir weit ab von jeglicher Zivilisation. An der Snelling Beach legten wir einen Zwischenhalt ein. Hier wollten wir etwas essen und fischen. Zum Fischen war der Strand aber zu flach und die Fliegen belagerten einen, dass es sehr schnell sehr ungemütlich wurde. Wir fuhren also relativ schnell weiter und assen unsere Sandwiches im Auto. Nach einer längeren, spannenden Fahrt über Stock und Stein kamen wir zum Western River Cove. Kein Mensch weit und breit, oh doch... Ein Tourguide mit einer Fotografin war ebenfalls an diesem Ort. Sie fragte uns sehr nett, ob wir noch eine ¼ Stunde warten könnten, damit sie mit einer Drohne den unberührten Fleck filmen und fotografieren könne. Ich kam in dieser Zeit mit dem Guide ins Gespräch. Dieser schenkte uns als Dankeschön fürs Warten eine feine Flasche Weisswein – super nett! So, jetzt machten wir uns ebenfalls auf, einen Fisch aus dem Wasser zu ziehen. Auf einem Felsen fanden wir einen super Platz und Dank des Windes hielt sich auch die Fliegenplage in Grenzen. Gianluca warf seinen Köder aus, zog langsam wieder ein und dann... heee, da isch ä riesige Fisch dra... Wir dachten zuerst; na ja, mal wieder angehängt... Aber, dann sahen auch wir den veritablen Fisch an der Angel zappeln. Gianluca war so aus dem Häuschen, dass er an der Angel riss, was seine Muskeln hergaben. Dieser Fisch war aber für unsere Angel definitiv zu gross und die Leine riss. Puuhhh, was für ein Erlebnis. Nach der Montage eines neuen Köders ging es weiter. Und plötzlich schwamm unter uns ein riesengrosses blaues Ding eines Fisches durch. Dieser Mass sicher 70 – 80 cm, nahm aber von unserem Köder keine Notiz und schwamm wieder ins offene Meer hinaus. Wir fischten weiter und es zupfte noch ein paar Mal, aber rausziehen konnten wir leider keinen. Der Spassfaktor war aber trotzdem extrem hoch und ich hätte eh meine Probleme gehabt, einen 70 cm Fisch zu erledigen und auszunehmen ;-) Danach ging es zum Südwestzipfel der Insel in den Flinders Chase Nationalpark. Hier wollten wir den Admirals Arch sowie die Remarkable Rocks im Abendlicht bewundern. Als wir beim Lighthouse des Cape du Couedic ankamen, verliessen die letzten Tour-Busse den Park und wir waren fast alleine unterwegs. Der Weg hinunter zu Admiral Arch war super schön und das Meer bot uns ein fantastisches Spektakel. Die Wellen knallten an die Klippen und das Wasser türmte sich mehrere Meter auf. Und in dieser grossen «Waschmaschine» drin zeigten uns ein paar See-Löwen ihr ganzes Schwimmkönnen. Wir kamen fast nicht mehr aus dem Staunen heraus. Auf dem Weg weiter runter begegneten wir dann «endlich» auch unserer ersten Schlange. Diese lag eingerollt nur 2 Meter neben dem Weg. Unsere Nachforschungen ergaben, dass es sich um eine Black Tiger Snake (Schwarze Tigerotter / https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Tigerotter) handeln musste – ups, sehr giftig und gefährlich...! Der Admirals Arch, ein durch die Natur gestaltetes riesiges Tunnel durch den Felsen war sehr eindrücklich. Danach ging es weiter zu den Remarable Rocks. Leider machte der Himmel etwas zu und die Abendsonne kam nicht so zur Geltung, wie wir uns das vorgestellt hatten. Die Steine waren trotzdem eine Augenweide und wir bestiegen diese und machten gefühlte 1’000 Fotos aus allen Perspektiven – einfach herrlich! Zurück im Hotel kochten wir uns eine feine Pasta und liessen den Tag gemütlich ausklingen.
Die Reise auf die Insel
Am Freitag, 09.11. mussten wir Sydney leider schon wieder verlassen. Dies tun wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Hat uns Sydney doch super gut gefallen, freuen wir uns auch sehr auf das Abenteuer Kangaroo Island. Nun aber eins nach dem anderen. Früh morgens machte ich mich mit Gianluca auf, in einer Bäckerei Brot zu besorgen. Dies taten wir aber auf einer kleinen Umweg-Jogging-Runde durch den Bicentennial-Park. Nach einem feinen Frühstück am Hotelpool packten wir das Taxi zum Flughafen. Das Einchecken verlief reibungslos. Bis es dann mit dem Flug losging, mussten wir uns noch ein bisschen gedulden. Aber als wir dann endlich abhoben, war es quasi ein Katzensprung bis Adelaide. Mit einem Busshuttle kamen wir schon recht früh in unserem Hotel an. Wir entschieden uns, noch einen kleinen Stadtbummel zu unternehmen. Wow, war da noch was los. Freitagabend, schönes Wetter und Abendverkauf. Da ging so ziemlich die Post ab. Wir liessen uns ein bisschen anstecken und gingen von einem coolen Laden zum nächsten. Wir wurden auch fündig und konnten ein paar lässige Souvenirs für unsere Freunde zu Hause ergattern. Nach 10’000 Schritten (das zeigte zumindest unser Handy an) waren wir wieder zurück im Hotel. Da wir am nächsten Morgen extrem früh raus mussten, kochten wir uns in unserem Appartement selbst was und waren dann sehr früh unter der Bettdecke.
Am Samstag klingelte der Wecker bereits um 5.15 Uhr. Wir mussten um 6.15 vor dem Hotel für den Transfer nach Kangaroo Island bereitstehen. Wir waren super pünktlich, nur der Bus nicht. Um ca. 6.45 ging die Fahrt dann aber endlich los. Die Strecke von Adelaide zum Hafen für die 1,5-stündige Überfahrt war sehr abwechslungsreich und wir sahen viele Kängurus und schöne Rebberge. Endlich auf der Fähre konnten wir dann unser Frühstück einnehmen. Die Kids waren schon ziemlich aufgekratzt und es war höchste Zeit, was in den Magen zu kriegen. Nach gut 45 minütiger Fahrt mit der Fähre kamen wir auf der Insel an, endlich! Wir besorgten uns unseren Mietwagen, ein spritziger Ford Escord Trend und machten uns auf, die Insel zu erkunden. Auf der Fahrt zu unserem Hotel machten wir in der Seal Bay Halt. Das Meer, die Farben und natürlich die Hauptattraktion, die Seelöwen, waren der absolute Hammer. Danach fuhren wir in unser Hotel, Kangaroo Island Wilderness Retreat. Dir deckten uns noch für das Picknick vom Folgetag ein und gönnten uns im Hotelrestaurant ein feines Nachtessen. Nach diesem langen Tag war dann sehr schnell Lichterlöschen.
Schwere Beine, wunde Füsse und leere Geldbeutel
Heute wollen wir nun Sydney „unsicher“ machen. Dazu müssen wir uns allerdings vorher noch stärken. Da wir ein Hotel ohne Mahlzeiten gebucht hatten, suchten wir uns in der Nähe ein gemütliches Lokal, um frühstücken zu können. In einer coolen Bäckerei wurden wir fündig. Mmmhh, war das fein!
So, jetzt kann es losgehen. Wir liefen zur nächstgelegenen BigBus-Tour-Haltestelle, denn wir wollen heute eine HopOn-HopOff Tour bestreiten. Für 148 Dollar können wir so ganz Sydney besichtigen und überall, wo wir ein bisschen länger verweilen wollen, können wir aus- und wieder zusteigen - coole Sache! Nach kurzer Wartezeit kam auch schon ein Doppelstockbus mit offenem Verdeck. Bereits beim 3. Haltepunkt stiegen wir wieder aus. Hier mussten wir die wohl grössten Sehenswürdigkeiten von Sydney von Nahem bestaunen. Das Sydney-Opernhaus sowie die Harbour-Bridge. Irgendwie habe ich mir die Sydney-Oper grösser vorgestellt. Die Lage, der Bau und alles Drumherum ist aber extrem beeindruckend. Wir verweilen eine ganze Weile und füllen fast den ganzen Speicherplatz auf dem Handy und der Spiegelreflexkamera mit Fotos aus allen Perspektiven. Der nächste Halt legen wir beim Chinese Gardens/Chinatown ein. Dieser grösste Chinesische Garten ausserhalb Chinas liegt sehr nahe am Darling Harbour. Nach einem Spaziergang gönnten wir uns ein Picknick mit herrlicher Aussicht auf die Skyline von Sydney. Gestärkt setzten wir den Spaziergang durch Chinatown fort. Chinatown war definitiv eine Enttäuschung. Eine einzige Strasse liess erahnen, wie es hier mal zugegangen sein könnte. Der Rest sieht eher armselig und verlassen. aus. Die Weiterfahrt mit dem Doppelstockbus brachte uns nach the Rocks. Die alten Backsteinhäuser sind super schön erhalten und das Quartier lädt zu längerem Verweilen ein. In einer coolen Beiz genehmigen wir uns ein Bierchen bzw. eine Pink-Lemonade und tanken frische Kräfte. Die Weiterfahrt geht zum Australien-Museum. Dieses wollen wir aber nicht besuchen, wir steigen hier auf die blaue Route um, um Bondi Beach und die Rose Bay besuchen zu können. Die Fahrt dorthin war extrem schön. Auf einer Anhöhe hatte man Aussicht auf den Pazifik auf der einen und auf das Hafenbecken von Sydney auf der anderen Seite. In der Rose Bay stiegen wir definitiv aus dem Bus aus. Hier war für uns der sehr zu empfehlende HopOn-HopOff Trip zu Ende. Wir wollten nun mit der Fähre zurück in die Innenstadt fahren, unser am Vortag gekauftes ÖV-Ticket ist auch auf diesen Wasserverbindungen gültig. Nach kurzem Fussmarsch waren wir bereits am Steg. Die Fahrt zurück zum Circular Quai war der absolute Hammer. Der Blick auf die Skyline, das Opern-Haus sowie die Harbour-Bridge im Abendlicht war definitiv atemberaubend. Wieder zurück an Land machten wir uns auf, uns ein feines Restaurant für das Nachtessen zu suchen. Das war gar nicht einfach, denn heute war der Melbourne Cup, ein Pferderennen. Für Sydney ist dies ein Mega-Anlass und die halbe Stadt war aufgetakelt - die Frauen trugen sogar Hut - unterwegs und in vielen Restaurants war die Hölle los. Am Darling Harbour wurden wir dann aber fündig und liessen den wunderschönen Abend mit Blick auf die Skyline bei einem super feinen Nachtessen ausklingen.
Tags drauf war das Wetter leider nicht mehr so schön und warm. Im Gegenteil, die Vorhersage meinte, dass man den ganzen Tag mit Gewittern rechnen muss und dass es von fast 30 Grad auf 20 Grad abkühlen wird. Na gut, wir stellten uns drauf ein und kleideten uns entsprechend - es gibt ja kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Das Tagesprogramm sah in Anbetracht des schlechten Wetters eine Shopping-Tour durch die verschiedenen Malls vor. Wir begannen mit dem Queen-Victoria Shopping Center. Das Queen-Victoria Gebäude alleine ist schon ein Besuch wert. Es ist einem byzantinischen Palast nachempfunden und die kupferne Kuppel sowie das Glasdach sind prachtvoll. Die Geschäfte waren dann allerdings nicht so nach unserem Geschmack. Dafür bekamen wir aber schon einen ersten Hauch von Weihnachtsstimmung. Auch der riesige Weihnachtsbaum mit zigtausend Swarovski-Kristallen, der bis unter das Kuppeldach reichte, war sehr beeindruckend. Danach machten wir uns zur Pitt Street auf. In diesem autofreien Einkaufsviertel treffen 6 mehrgeschossige Einkaufszentren aufeinander. Jetzt ging der „Einkaufswahn“ los. Die einen Taschen füllten sich und andere leerten sich... ;-) Im Meyer-Shopping-Center war für die Kids das Wonderland der Hingucker schlechthin. Bereits der Lift in den 6. Stock war ein Erlebnis. Wie in einer Rakete wurde man vom Erdgeschoss mit lautstarkem Sound hochbefördert. In der Spielwarenabteilung gab es interaktive Videowände zum verweilen und natürlich wurden in einer Spielecke Filme gezeigt. Irgendwann war dann allerdings bei allen die Luft draussen. Wir entschieden uns, mit dem Bus zurück ins Hotel zu fahren und dort ein bisschen zu relaxen. Die Kids durften im Hotelzimmer einen australischen Kids-TV-Sender reinziehen. Ausgeruht gingen wir in die Victoria-Street und landeten dort in einem indischen Restaurant. Wir waren zuerst wegen den Kids etwas skeptisch, zum Glück zu unrecht. Das Essen war fantastisch und den Kids mundeten die gewählten Menüs. Wir gehen sicher mal wieder indisch essen :-)!
Am Donnerstag war wieder gutes, aber kühles Wetter vorausgesagt. Frühmorgens machten Gianluca und ich uns joggend auf, in einer Bäckerei Brot zu besorgen. Wir joggten durch den nahegelegenen Centenials-Park und besorgten uns auf dem Rückweg ein feines Brot sowie frische Gipfeli zum Frühstück. Heute mussten wir unbedingt den Fischmarkt von Sydney sowie den Westfield-Tower besichtigen - das haben wir den Kids versprochen. Das Wetter war für eine Stadtbesichtigung perfekt. Gute 20 Grad und kein Wölkchen am Himmel - was will man mehr. Ok, ein bisschen wärmer hätte es sein dürfen... Der Fischmarkt war für uns ein wahres Spektakel. Unglaublich, was man da alles zu sehen bekommt. Von Riesen-Krabben über Austern bis zu riesigen Schwertfischen gibts alles. Der Burner ist allerdings, dass man an verschiedenen Ständen die für uns doch eher exotischen Köstlichkeiten essbereit kaufen kann. Wir „degustierten“ also einen Hummer sowie Jakobsmuscheln mit Kaviar garniert - mmmhhhh! Vom Fischmarkt spazierten wir zum Darling-Harbour, wo wir uns aus dem Rucksack verpflegten - wir hatten noch dies und das von unserem Campertrip übrig. Am Nachmittag wollten wir mit der Monorail durch das Geschäftsviertel von Sydney düsen. Wir suchten die Haltestelle - wo ist diese nur? Wir fragten einen Passanten nach dem Weg und dieser musste sich das Lachen verkneifen. Er klärte uns auf, dass es die Monorail seit gut 5 Jahren nicht mehr gibt. Oh Schreck, unsere Sydney-App scheint da nicht ganz auf dem aktuellen Stand zu sein ;-) Also dann Plan B, wir machen uns auf, den Westfield-Tower zu „erklimmen“. Der Einstiegspunkt im 5. Stock des darunterlegenden Einkaufszentrums war nicht so einfach zu finden. An der Kasse angelangt entschied sich Katja, definitiv nicht auf den 305 Meter hohen Turm mitzukommen - schade! Gianluca, Alessia und ich fuhren dann nach einem 4D-Film über die Geschichte des Turms mit dem Lift in 40 Sekunden zur Aussichtsplattform hoch. Die uns dort oben gebotene Rundsicht über ganz Sydney war mega. Wir gingen ein paar Mal rund herum, machten Fotos und genossen es einfach! Bevor wir uns dann auf den Rückweg ins Hotel machten, gönnten wir uns in einer gediegenen ein kleines Apéro. Im Hotel montierten wir noch wärmere Kleider und machten uns wieder zur Victoria-Street auf. Heute hatten alle Lust auf Pizza. Wir fanden ein super schönes, kleines und gemütliches Restaurant. Wir mussten etwas lange auf unsere Pizza warten, was sich aber definitiv lohnte. Mmmmhhh war diese fein. Und so ging unser letzter Abend bei einem Abendspaziergang zurück zum Hotel auch schon wieder vorüber. Sydney, du hast Spass gemacht...!
Wir müssen den Camper zurückgeben
Montag, 05. November, wir müssen den Camper wieder abgeben. Vor dem Frühstück machen Katja und ich noch unsere Joggingrunde. Diese führte heute auf einen schönen Aussichtspunkt auf einem Hügel. Nur, oben angekommen, sah man genau nichts. Heute Morgen hatten wir ganz spezielles Wetter. Über der Bucht lag dichter Nebel und es war feucht-heiss. Nach dem Frühstück wollten wir möglichst zügig losfahren. Wir leerten noch alle unsere Tanks und weg waren wir. Wir freuen uns auf Sydney!
Auf der Fahrt merkte man, dass man sich einer Metropole näherte. Der Verkehr war ziemlich dicht und der Highway war 6-spurig. In der Agglomeration von Sydney änderte sich das Bild der Strassen wieder. Der Verkehr war zwar unverändert dicht, wenn nicht noch dichter, aber die Strassen wurden schmaler und ich wurde mit meinem 7 Meter Camper ziemlich gefordert. Es ging aber alles gut und wir kamen zügig zu unserem Hotel. Wir konnten unser Riesenfahrzeug direkt vor dem Eingang parkieren. Auf dem breiten Trottoir breiteten wir unsere Koffern und Taschen aus und füllten diese wieder mit unseren Utensilien, die wir schön im Camper eingeräumt hatten. Leider konnten wir unsere Zimmer noch nicht beziehen, da bei der Zuteilung der Zimmer was schief gelaufen war. Der Manager entschuldigte sich gefühlte 100 Mal, ihm war das gar nicht recht. Wir konnten unser Gepäck in einem anderen Zimmer zwischenlagern und er versprach uns, dass er bis am Abend was organisieren werde. Wir fuhren dann mit unserem leeren Camper in einen Park und kochten uns das letzte Mittagessen im Camper. Danach fuhren wir zur Apollo Rückgabestelle. Diese war leider extrem weit ausserhalb des Zentrums. Wir fuhren knapp 1 Stunde durch die Stadt, bis wir da waren. Wir machten noch ein letztes Selfie mit dem Camper – die Tränen waren nahe ;-) Nach kurzer Wartezeit verlief die Abnahme reibungslos und wir konnten uns auf den doch sehr langen Rückweg begeben. Wir versuchten uns sogleich mit dem öffentlichen Verkehr. Mit Bus, Zug und zu Fuss – ein richtiges Erlebnis und eine erste Sightseeing-Tour - kamen wir nach 1 ½ Stunden Fahrt wieder im Hotel an. Und tatsächlich, unsere Zimmer waren bereit und wir konnten das Gepäck zügeln. Der nette Manager legte uns Lindor-Kugeln und Schokoladen-Stängel für die Kids aufs Bett – super nett!!
Jetzt machten wir uns auf, unser Quartier zu besichtigen und ein Restaurant für das Nachtessen zu suchen. Unser Hotel liegt an der Oxfordstreet nahe der Victoria Street im Paddington-Quartier. Die Strassen werden von vielen kleinen, wunderschönen, speziellen Läden gesäumt. Auch gibt es viele hübsche Restaurants. Bezüglich dem Restaurant hatten wir aber kein glückliches Händchen. Wir landeten in einem, zwar sehr geschmackvoll eingerichteten, italienischen Restaurant. Auf der Menükarte hatte es aber nur ausgefallene Gerichte. Eigentlich nicht das, auf was wir Lust hatten. Katja, Alessia und Gianluca waren mit dem Essen sehr zufrieden. Ich hingegen habe für 35 Dollar nur 5 Ravioli gekriegt und fad war das Ganze auch noch, was für eine Enttäuschung.
Nachdem wir die Kids ins Bett gebracht hatten, gönnten Katja und ich uns noch ein Bier am hoteleigenen Pool, ganz alleine in einem gemütlichen Hinterhof.
Relaxen und Kühlschrank leeren
Am Samstag fuhren wir sehr früh in Dunbogan los. Wir wollten möglichst nahe von Sydney einen gemütlichen Campingplatz für letzten beiden Campingtage aufsuchen. Katja machte in unserer Camper Mate App – diese App war unsere Hilfe bei der Platzsuche, tolles Ding und die Karten können auch Offline genutzt werden – einen Holidaypark an der Central Coast ausfindig – Blue Lagoon Beach Resort. Der Name tönt doch vielversprechend. Vorher müssen wir aber 300 Kilometer Highway hinter uns bringen. Der Highway war ab jetzt 4-spurig und der Verkehr lief für uns reibungslos und wir kamen sehr gut vorwärts. Bereits am Mittag kamen wir auf dem Camping an. Wahnsinn, das Thermometer zeigte 35 Grad. So heiss war es bis jetzt noch nie. Beim Einchecken bestätigte die Frau an der Rezeption, dass diese grosse Hitze auch für hier speziell ist. Wir erhielten einen sehr schönen Platz mit Sicht aufs Meer. Zuerst müssen wir aber ein Menü kochen – der Kühlschrank muss ja geleert werden. Zu den Rindsschnitzel gab es viel Salat und Gemüse. Nach einer kurzen Mittagspause gingen wir in den grossen Pool und kühlten uns ab. Was jetzt mit dem Wetter passierte, war für uns sehr aussergewöhnlich. Ohne dass Wolken aufzogen, sank die Temperatur innert kürzester um 10 Grad auf 25 Grad. Den Strand wollten wir natürlich auch noch geniessen. Ich ging mit den Kids zum Meer und wollte eigentlich ins Wasser. Überraschung, das Wasser war richtig frisch, brrr... Am Strandende hatte es ganz flache Felsen, die bei Flut unter Wasser waren. Jetzt konnte man über diese Felsen weit ins Meer hinausgehen. Die Felsen sahen wie ein von der Natur verlegter Plattenboden aus. Zurück im Camper gab es zum Nachtessen entbeinte Poulet-Schenkel mit Gemüse. Der Kühlschrank leert sich langsam aber sicher. Noch einen kurzen Sprung in den Pool und die Nachtruhe war gesichert – ein strenger Tag.
Am Sonntag schliefen alle mal ein bisschen länger. Nach dem Aufstehen konnten sich wieder alle für eine Joggingrunde am Strand überwinden. Wir machten ein paar Spiele im tiefen Sand. Das war richtig anstrengend. Leider hatte es ziemlich viele Hunde unterwegs, was uns dazu bewegte, über die Strasse zurück zum Camper zu joggen. Heute gingen wir noch vor dem Frühstück an den Pool, um unsere durch das Joggen doch sehr erhitzten Körper wieder abzukühlen. Nach einer feinen Dusche stärkten wir uns bei Toastbrot, Konfitüre, Butter und Müsli sowie Käse – das «Zeugs» muss weg. Alessia übte danach Englischwörter und Gianluca machte sich hinter das Tagebuch. Es fehlen jetzt schon ziemlich viele Tage, also ran an die Sache.
Am Nachmittag nach einem ausgiebigen Mittagessen war wieder Planschen im Pool und ein Spaziergang über die Felsen am Strand angesagt. Ein super gemütlicher Tag ging bei einem feinen Pasta-Nachtessen langsam aber sicher zu Ende. Puh, der Vorrat ist fast aufgebraucht, wenn wir immer in dieser Menge 3 Malzeiten pro Tag verschlingen würden, wir wären alle vier kugelrund...
Natur pur und entspannen
Und schon ist es November und wir können immer noch den Sommer geniessen. Ein wunderbarer Morgen begrüsst uns am 01. November. Und heute wollen wir als erstes unsere neuen Angelruten ausprobieren. Haben wir mal wieder Glück? Zuerst stärken wir uns bei einem feinen Frühstück und machen uns dann auf an den Strand. Oh, die Wellen sind etwas hoch. Vom Strand aus fischen ist nicht so eine einfache Sache. Der Köder muss hinter die grossen Wellen, sonst bringt das nichts. Also rein ins Meer und möglichst weit raus werfen ist angesagt. Ich ging so weit raus, wie es nur ging. Ein paar Mal haben mir die Wellen fast den Stand genommen. Das Feeling mit dem Kampf gegen die grossen Wellen war genial. Alessia versuchte sich ein bisschen näher am Ufer mit ihrer neuen Angelrute. Sie machte ihre Sache super. Leider hatten wir kein Glück und als die Wellen noch höher wurden – die Flut kam reingedonnert – mussten wir aufhören. Nach einer kurzen Fotosession mit gefundenen Alpinskiern machten wir uns auf, einen ganz einfachen Camping im Yuraygir Nationalpark anzusteuern. Der Red Cliff Grey Cliff Camping Ground war tatsächlich ein ganz einfacher, aber super schöner Campingplatz. Direkt am Meer gelegen und mit Bäumen umgeben fanden wir hier mal wieder ein Traumplätzchen. Nebst ein paar anderen Campern hatten wir auch ganz viele Kangaroos als Nachbarn. Diese hatten die Scheu gegenüber dem Menschen total verloren und kamen ganz nahe an unseren Camper ran. Nachdem wir unseren Sitzplatz vor dem Camper eingerichtet hatten, gingen wir mit Angelruten ausgerüstet zum Strand auf einen nahegelegenen Felsen. Dort fischten bereits 2 Männer und wir hofften schon, dass wir endlich mal wieder einen Fisch an der Angel haben werden. Aber heute lief es gar nicht. Ich bestückte die Angel mit Köder, Alessia war aus und bereits hing das Ding fest.... Mist. Nächster Versuch und nach ein paar Auswürfen hing das Ding schon wieder fest. Bei uns fehlt es bei den Auswürfen noch an Zielgenauigkeit. Wir müssen üben! Die Landschaft an diesem Ort war wunderbar und die Felsen fingen in der Abendsonne so richtig rot an zu leuchten, herrlich. Am Abend konnte ich endlich mal ein Feuer machen, yuuuhhhhuuiii J! Wir gingen auf Holzsuche und zündeten ein schönes Feuerchen an. Bei einem feinen Glas Wein liessen wir diesen super schönen Abend ausklingen und gingen schon bald ziemlich erledigt unter die Decke.
Am Freitag war der Plan, dass wir gegen Mittag weiterfahren wollten. Wir hatten fast kein Wasser mehr und auf diesem Camping gab es kein frisches Trinkwasser, um den Tank auffüllen zu können. Vor dem Frühstück ging ich mit den Kids nochmals fischen. Der Wasserstand – Ebbe – war aber zu tief und packten wir das Fischerzeug schon bald wieder ein. Heute morgen mussten die Kids die Köpfe mal wieder in die Schulbücher stecken. Katja übte mit Alessia Englisch und ich half Gianluca beim Lösen von Rechenaufgaben. Gegen 11 Uhr, etwas früher als geplant – machten wir uns auf die Weiterreise. Nach einer Stunde Fahrt, fragte mich Katja, ob es heute Donnerstag oder Freitag war. Ups, es ist bereits Freitag... Da wurde uns so richtig bewusst, dass wir den Camper ja bereits in 3 Tagen abgeben müssen. Wir entschieden uns, noch ein bisschen weiter zu fahren, als ursprünglich geplant. Der Kühlschrank ist ja ebenfalls noch ziemlich voll – ja, ab jetzt heisst es: zu jeder Mahlzeit Fleisch.... mmmmhhhh ;-) In Dunbogan - Dunbogan Caravan Park – fanden wir einen sauberen, aber engen Stellplatz. Der Spaziergang am Abend an den nahegelegenen River war sehr schön und der Sonnenuntergang warf wunderbares Licht. Das Fischen allerdings war weniger entspannend. Katja und die Kids kämpften mit Knoten und verhängten Ködern und ich war mehr oder weniger die ganze Zeit am Reparieren. Na ja, man kann nicht überall gut sein... Spass machte es trotzdem :-)!
Achterbahnen, grosse Wellen und Angeltotalschaden
Da grundsätzlich sonntags mit vielen Leuten in den Themenparks zu rechnen ist, haben wir uns entschieden, den Tag auf dem Camping mit Baden und Relaxen zu verbringen. Der Camping Pool war nämlich super schön (wie eine Badi – gemäss G.) und zusätzlich mit einem Sprudelbad und einer Wasser-Rutschbahn ausgestattet – was braucht es mehr, damit die Kids ihren Spass haben... Über die Mittagszeit «mussten» wir unseren «Pflichten» nachgehen. Die Kids erledigten ihre Hausaufgaben und ich und Katja brachten unser Tagebuch à jour. Nach einer längeren, entspannten Pause im Camper ging es wieder ab in den Pool. Ermüdet und glücklich nach einem feinen Barbecue ging es früh ins Bett, denn morgen stand ja der Warner Bros. Movie World Park auf dem Programm.
Am Montag früh war das Wetter leider alles andere als gut. Es hat die ganze Nacht geregnet und es machte nicht den Anschein, dass es viel besser werden würde. Nach dem Frühstück und Aufräumen gingen wir noch an ein vom Camping-Platz offerierten Pancake-Essen – mmhhh waren diese Dinger mit Marple-Sirup fein. Um 10 Uhr waren wir dann bereits im Movie World und machten uns auf, die erste Bahn zu besuchen. Katja war heute unser Fotograf (Goodwill), denn sie hasst diese schnellen Bahnen und wir konnten sie auch nicht überreden, mal wieder eine «langsamere» zu machen. Auf der Batman Bahn ging es mit voller Geschwindigkeit 40 Meter hoch und ebenso schnell wieder runter – wow, das fährt voll ein, Alessia kam nicht mehr aus dem Schreien raus... Danach ging es bereits auf die Joker-Bahn. Die neuste und längste Bahn im Park. Nebst Loopings und Schrauben began die Bahn mit einem freien Fall. Alessia verliess im Wagen drin der Mut und stieg wieder aus. Dann ging es los, hoch zum höchsten Punkt der Bahn und dann im freien Fall ruuuuuuunnnnnttteeeerrrrr – voll krass. Der Rest war dann schon fast gemütlich – in vollem Speed ging es durch Loopings, Spiralen und schnelle Hügelfahrten. Nebst den Bahnen hatte es viele Shops, Cafés und Restaurants. Bevor es aber zum Mittagessen ging, besuchten wir das 4D Kino. Heute lief der Film Legoworld. Die Animationen in Kombination mit 3D und bewegten Sitzen sowie Wasserspritzer und Luftdüsen war echt cool gemacht. Nach einem «gesunden» Burger-Mittagessen ging es auf die nächsten Bahnen. Alessia war wieder dabei und auch Katja konnte sich überwinden, die Wasserbahn zu befahren. Diese fuhr durch einen Canyon und ein Goldwäscherstädtchen, ganz gemütlich. Dann aber ging es den Berg hoch, Katja ahnte es – danach kam eine rasante Sturzfahrt in einen See. Katja meinte «ich häs gwisst, nie meh chum ich mit, das isch eifach: Horrrrror....!!!» Danach ging es auf eine Kreiselbahn. Die Beine hingen runter und die Sitze wurden 360° (über Kopf) um eine Achse gedreht. Auf dem Kopf blieb das Ding dann stehen – Alessia schrie, was das Zeug hielt. Unsere Männer sind einfach HART im Nehmen! Zum Abschluss machten Gianluca und ich (klaro) dann nochmals die Jokerbahn mit dem freien Fall. Dieser Besuch im Park war total cool und da das Wetter nicht so gut war, kamen wir überall ohne Anstehen an die Reihe – äs het gfägt :-)
Jetzt mussten wir aber noch ein paar Kilometer fahren, wir wollten wieder ans Meer – die Wellen rufen... Wir entschieden uns, die Stadt Gold Coast auszulassen und etwas weiter südlich beim Fingal Head unsere Zelte aufzuschlagen – gute Wahl! Wir erhielten unseren Traum-Stellplatz direkt am Strand mit bombastischer Aussicht – hoffentlich wird morgen das Wetter besser sein, damit wir es dann auch so richtig geniessen können!
Und so war es, wir erwachten mit dem Sonnenaufgang. Aus dem Fenster von unserem Schlafplatz im Camper konnten wir einen herrlichen Tagesbeginn beobachten. Unsere Vorräte waren bereits etwas dünn und Brot hatten wir gar keines mehr. Also machten wir uns joggend zum Dorfladen auf. Dieser hatte allerdings mehr Wein und Bier als anderes, Brot fanden wir aber zum Glück ebenfalls. Der Ladenbesitzer empfahl uns, unbedingt das Lighthouse zu besuchen, nur ein paar hundert Meter vom Laden entfernt. Bestückt mit Brot und einer Müslipackung ging es rauf auf den Hügel. An diesem Kap kamen 2 grosse Strände zusammen. Und tatsächlich, die Aussicht auf die riesigen Strände und die Wellen war atemberaubend. Zurück zum Camper gingen wir über den Strand. Nach einem feinen Frühstück mit toller Aussicht auf das Meer ging es dann ab zum Fischen – leider nur kurz. Bei einem heftigen Auswurf erlitt unsere Angel einen Totalschaden, sie zerbrach ganz unten am Griff – so ein Mist! Ich fragte bei der Rezeption nach, ob es allenfalls im Dorf einen Angelshop hat. Leider nicht, wir erhielten aber eine Adresse, wo wir uns wieder ausrüsten können. Für den Rest des Tages war dann Bade- und Wellenspass angesagt. Es machte riesigen Spass, in die Wellen zu springen und sich mit der Strömung treiben zu lassen. Die Kids bauten danach Liegestühle im Sand – mega gemütlich J! Den schönen Tag liessen wir mit einem feinen Risotto und einem guten Glas Wein ausklingen.
Am Halloween-Tag ging der natürliche Wecker bereits um 5.35 h früh los, da wir den Sonnenaufgang am Strand geniessen wollten – einfach herrlich diese Stimmung zu Tagesbeginn. Vielfach kann man an diesem Strand am frühen Morgen auch Delphine beobachten. Leider hatten wir kein Glück. Die Wellen zu beobachten war allerdings auch sehr beeindruckend.
Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir uns auf, den östlichsten Platz Australiens zu besuchen. Davor wollten wir allerdings noch unsere Fischerausrüstung wieder herstellen (wir versenken viel zu viel, wenn man unsere magere Ausbeute in Betracht zieht). In einem BCF-Laden (Boating-Fisching-Camping) leisteten wir uns eine neue Angel und die Kids investierten einen Teil ihres Sackgeldes ebenfalls in eine für sie geeignete Angel (danke Yvonne und Erik :-)). So gingen wir mit 2 neuen Angelruten ausgerüstet auf die Weiterreise. Byron Bay, wir kommen. Die Wanderung um das östlichste Kap Australiens war super schön, die Kids konnten allerdings gar keinen Gefallen daran finden – man muss soooo weit gehen und es ist sooo wahnsinnig heiss.... Nach diesem Abstecher fuhren wir etwas weiter als Lennox-Head und fanden auf dem Camping des Flat Rock Tent Park einen sehr gemütlichen grossen Rasenplatz. Hier machten wir unsere neuen Angelruten für den Folgetag startklar. Zum Nachtessen testeten wir unseren Gasbackofen und backten uns Pizza. Mmmmhhh, die Halloween-Pizza mit einer Spinne und mehreren gefangenen Käfern dekoriert war super fein, trotz dem vorgebackenen Teigboden...! (Bemerkung: Das Blätter-, Kuchen- und Pizzateig-Sortiment – nicht existent !?)
Sunshine Coast - Shopping
Schon wieder Donnerstag, die Zeit vergeht wie im Fluge... Am frühen Morgen machten wir uns auf, den ellenlangen Strand joggend zu geniessen. Die vielen grossen, sich brechenden Wellen, die uns begleiteten, sind für uns Bergler schon ein Erlebnis. Danach machten wir im und um den Camper Ordnung und die Kids durften nochmals in den Pool. Bereits gegen 9.30 Uhr düsten wir dann los – Brisbane: wir kommen.
Wir waren alle auf das Stadtleben gespannt. Wie wird wohl der Stadtcampingplatz aussehen? Wir haben uns einen Platz mit ÖV-Anschluss ausgesucht und vorreserviert – den Newmarket Gardens Caravan Park. Auf der Hinreise stoppten wir auf einem Lookout, von dem wir gem. unserem Reiseführer einen fantastischen Ausblick auf die ganze 2-Mio.Stadt haben würden. Am Mittag waren wir bereits auf dem Aussichtspunkt und tatsächlich, die Aussicht war atemberaubend. Aber auch die Hitze raubte einem so ziemlich den Schnauf. Nachdem wir uns bei einem Picknick gestärkt hatten, fuhren wir dann durch die Stadt zu unserem Camping. Katja hatte die Navigation perfekt im Griff und wir fanden unseren Schlafplatz auf Anhieb. Da es erst 14.00 h war, machten wir uns auf, Brisbane in einem ersten Besuch zu erkunden. Per Bus fuhren wir in die City. Das gekaufte Ticket war nun 2 Stunden gültig und nebst den Bussen konnte man auch noch den City-Cat (ein Katamaran-Schnellboot) auf dem Brisbane-River benutzen. Mit diesem ziemlich rasant fahrenden Boot fuhren wir den River hoch und runter und konnten die Skyline auf eine super gemütliche Art und Weise reinziehen. Wir stiegen dann beim River Side Center aus, um in das Herzstück von Brisbane einzutauchen, die Queensstreet Mall. In dieser Fussgängerzone hat es nebst extrem vielen Läden auch ganz schöne Café’s. Danach gingen wir über die Victoria Bridge auf die andere Seite des Rivers und flanierten dem Ufer entlang. Auf dieser Seite liegt das Culture-Center sowie eine künstlich angelegte Lagune. In dieser Gegend hat es ganz viele, super gemütliche Restaurants mit Blick auf die Skyline von Brisbane. Hier genossen wir ein feines Apéro, bevor wir uns auf den Rückweg zum Camping machten. Die Pläne für morgen standen.
Am Freitagmorgen machten wir uns dann nochmals auf, in die Stadt abzutauchen. Diesmal machten wir eine längere Fahrt mit dem City-Cat an das östliche Stadtende, wo es einen schönen Park mit Ausblick auf die Stadt hatte. Die Australier sind so freundlich, denn sie hatten uns auf den Park aufmerksam gemacht – einfach so beim Vorbeilaufen. Grundsätzlich sind wir sowieso extrem positiv überrascht, wie hilfsbereit und zuvorkommend die Einheimischen sind. Dies nur mal so kurz zum Erwähnen.
Die Kids vergnügten sich mit Klettern in einem riesigen Baum und wir genossen dabei einen feinen Cappuccino. Auf die Mittagszeit fuhren wir zurück in die Innenstadt. In einem KFC zogen wir uns so richtigen, ungesunden Streetfood rein. Gestärkt ging es weiter. Bei einem Coiffeur machten wir Halt – Gianluca und ich hatten es bitter :-) nötig. Nach kurzer Wartezeit wurde uns eine neuer Haarschnitt verpasst. In der Zwischenzeit machten Alessia und Katja einen Rundgang um die nahegelegenen Blocks. Sie entdeckten dabei ein cooles Sonnenbrillengeschäft. Nach dem Coiffeur machten wir uns auf, für mich und Alessia eine neue Sonnenbrille zu ergattern. Die Bedienung war super und Alessia und ich fanden genau das, was wir schon lange gesucht hatten. In einem coolen Sportshop war der nächste Zwischenstopp angesagt. Hier deckten wir uns mit neuen Shorts, coolen Billabong- und Quicksilver-Badeshirts sowie -Shorts ein – der Rubel rollt... Geduldig warteten die Kinder, bis Katja endlich alles in der richtigen Grösse herangetragen hatte – logisch, denn Skaten auf der Playstation war auch extrem spannend! So, jetzt haben wir genug Geld ausgegeben. Nun war Badespass in der Lagune angesagt. Die Kids stürzten sich ins Wasser und Katja und ich kühlten uns bei einem feinen Bier ab. Zum Sonnenuntergang suchten wir uns ein gemütliches Restaurant und wurden schnell fündig. Auf einer Terrasse gab es endlich Fish and Chips, mmmhhh war das fein! Zum Abschluss dieses coolen Stadttages flanierten wir dem Brisbane-River entlang und bestaunten die nachtbeleuchteten Wolkenkratzer.
Am Samstag verliessen wir Brisbane in Richtung Tamborine-Mountain. Die Fahrt war sehr abwechslungsreich. Wir kamen ins Hinterland und kurvige Strassen führten uns in die sehenswerte Gegend von Tamborine-Mountain. Als erstes machten wir uns auf, einen Skywalk durch den Wald zu besuchen. Dieser Spaziergang durch die Baumkronen war sehr schön und entspannend, rechtfertigte aber den sehr teuren Eintrittspreis nicht. Anschliessend fuhren wir zum Gallery-Walk. Eine Strasse mit ganz vielen, kleinen Geschäften, Wineries und Restaurants – herzig, aber auch ein bisschen langweilig. Auf dem Camping im Ort konnten wir nicht bleiben, da dieser nicht bedient war. Also entschlossen wir uns, weiter Richtung Gold Coast zu fahren und Halt nahe bei den Vergnügungsparks in Oxenford einzulegen. Im Big4 Gold Coast Holidaypark fanden wir ganz am Rand einen sehr schönen Stellplatz. Auch der Pool in diesem Big4 ist super cool und wir verbrachten den ganzen, restlichen Nachmittag bis zum Sonnenuntergang darin. Für die Kids war heute noch Kinoabend angesagt. Die Kids düsten gleich nach dem Nachtessen ab, um den Zeichentrickfilm «Coco» anzuschauen. Mal schauen, ob sie die Geschichte in englisch verstehen werden. Katja und ich spielten währenddessen Yazzy und machten noch die Küche. Und die Kids kamen und kamen nicht zurück – der Film scheint spannend zu sein. Nach dem Abholen waren diese super happy und erzählten uns auf dem Weg zu unserem Camper die ganze Geschichte des Films – cool, das Englisch-Lernen trägt Früchte...
Kayak und Offshore Fishing Trip
Am Montag früh machten wir uns auf, einen Camping Platz zu suchen. Obwohl keine Ferienzeit ist, sind die Plätze in dieser Gegend sehr gut belegt. Auf unseren präferierten Plätzen – einer nahe der Gympie Terrace und der andere ausserhalb bei den Noosa Heads – waren beide ausgebucht. So wichen wir nach Boreen Point aus. Dieser Campingplatz liegt zwar etwa 30 Minuten ausserhalb von Noosa, ist aber wunderbar in einen Wald eingebettet und liegt direkt am Ufer des Lake Cootharaba. In dieser Gegend hat es sehr viele Tea Trees, die das Wasser des Sees bräunlich färben. Die Kids störte das aber wenig und sie waren sehr schnell im Wasser und waren fast nicht mehr rauszubringen. Die Tiefe das Sees ist im Durchschnitt nur gerade 1.40 m und so konnten Alessia und Gianluca weit hinaus gehen. Am Nachmittag frischte der Wind etwas auf. Wir entschlossen uns trotzdem, 2 Kayaks zu packen und das nahe Seeufer zu erkunden. Gegen die Strömung brauchte es ziemlich viel Kraft, um mindestens ein bisschen Fahrt aufnehmen zu können. Nach einer kurzen Pause am Ufer liessen wir uns dann mit der Strömung zurück zu unserem Ausgangspunkt treiben. So verbrachten wir einen super gemütlichen Tag an diesem wunderschönen See.
Am Abend brutzelten wir uns auf dem Barbecue Grill ein paar Hamburger. Während dessen bauten sich die Kinder mit verschiedenen Hölzern ein Schlaginstrument. Nach dem Essen genossen wir die Stimmung in diesem mystischen Wald und hörten den Vögeln zu. Plötzlich raschelte es und im Mondlicht sah man die Silhouette eines für uns unbekannten Tieres. Was ist das wohl? Mit einer Taschenlampe ausgerüstet versuchten wir rauszufinden, was für ein Nachbar sich bemerkbar gemacht hatte. Das herzige Tier präsentierte sich richtiggehend auf einem Baumstrunk – es muss ein Possum sein. In unserem Australienbuch suchten wir und wurden fündig; tatsächlich, es war ein Possum :-)!
Am nächsten Tag war relaxen angesagt. Noch vor dem Frühstück stellten Alessia und Gianluca einen Geschicklichkeitsparcours auf. Nach einer kleinen Joggingrunde von uns Erwachsenen ging es ans Werk. Wer von der Familie wird den Parcours am schnellsten bewältigen können? Jeder hat 3 Versuche. Katja macht den Anfang. Oh, Sturz beim super engen Slalom. Dann kam ich. Ich ging es vorsichtig an und rutschte da und dort trotzdem ein bisschen weg. Der 3. Versuch dann war bei allen der Schnellste. Ich gewann vor Katja, Gianluca und Alessia. Die Kids haben sich aber extrem gut geschlagen und Gianluca war nur ganz knapp langsamer als Katja (oh Schande! – Kommentar von Katja beim Korrekturlesen !!! ;-).
Am Nachmittag machten wir uns auf, den kleinen Ort – Boreen Point – zu erkunden. Unterwegs versuchten wir einen Fisch aus dem See zu ziehen, erfolglos. Danach flanierten wir durch die Ortschaft und machten schliesslich bei einem alten, sehr schön renovierten Hotel einen Halt und gönnten uns was Kühles zum Trinken. Für den Folgetag haben wir eine Überraschung für die Kids bereit. Da wir dafür bereits um 7 Uhr in Noosa sein müssen, gingen wir alle sehr früh schlafen.
Am Mittwoch war dann extrem früh Tagwache. Die Kids schienen etwas aufgeregt zu sein, obwohl sie keinen Schimmer hatten, was genau wir mit ihnen vorhaben werden. So düsten wir um 6.15 Uhr los zum Startpunkt unseres Ausfluges. Kurz vor 7 Uhr waren wir dort und dann machte es bei den Kids «klick». Suuupiiii, wir machen einen Fischerbootausflug. Wir haben einen Offshore-Fishing-Trip gebucht. Mal schauen, was da auf uns zukommt. Nach einer ca. 45-minütigen, rasanten Fahrt hinaus aufs offene Meer ging es dann los. Jeder erhielt eine Angel, die Köder wurden dran gehängt – toter Tintenfisch, war das ein Graus für Katja ;-) – und ab ins Wasser damit. Wer holt wohl den ersten Fisch? Schon bald waren die ersten «Fischchen» dran – leider alle zu klein. Den ersten Grösseren fischte Katja aus dem Meer. Dann hatte auch Gianluca einen dran. Der Guide rief aber sehr laut und energisch – don’t touch this fish...! Es war ein giftiger Skorpionfisch. Dann hatte auch Alessia einen grossen Fisch an der Angel. Am Schluss kamen 5 Fische zusammen. 2 fing Katja und 3 Alessia. Gianluca und ich hatten kein Glück (Frauenpower olé!). Alle unsere gefangenen Fische waren zu klein :-(! Nach gut 4 Stunden Fischen ging es zurück in den Hafen von Noosa, wo unser Guide die Fische für uns filetierte. Dieser Ausflug war ein absolutes Highlight, es war einfach mega cool!! Diese strahlenden Augen von uns allen vieren bleibt unvergessen!
Was jetzt? Es war ja erst Mittag. Wir fuhren die Küstenstrasse weiter bis Mudjimba. Im Mudjimba Beach Holiday Park reservierten wir uns einen Stellplatz und gingen dann noch in ein nahegelegenen Einkaufszentrum unsere Vorräte auffüllen. Bereits am frühen Nachmittag waren wir auf unserem Stellplatz eingerichtet und machten uns auf, den nur 200 m entfernten Strand aufzusuchen. Wir befinden uns hier an der Sunshine Coast und die Strände sind fast unendlich lang. Wir stürzten uns sogleich in die ziemlich hohen Wellen, was für ein Spass für Alt und Jung. Danach mussten wir natürlich auch noch den Pool auf unserem Camping testen – auch nicht schlecht. Und zum Nachtessen gab es natürlich unseren selbstgefangenen Fisch. Die Snapper sowie der Perch (Goldbarsch) schmeckten hervorragend, yummi!!
Fraser Island und Fahrt nach Noosa
Am Samstag wollten wir es so richtig gemütlich nehmen. Leider war es etwas windig, dafür aber sehr sonnig und an der prallen Sonne ziemlich heiss. Ich setzte mich vorerst in den Schatten und schrieb fleissig Tagebuch. Katja widmete sich dem Morgensport und die Kids machten sich an die Vorbereitung des Frühstücks. Kurz bevor Katja wieder zurück war, war auch mein Tagebucheintrag online und ich entschied, ebenfalls noch eine Runde zu machen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück ging ich mit den Kids in den Wasserpark. Wir besorgten uns Tickets für die Wasserrutsche und los ging es. Der Wind kühlte die Kids beim Anstehen zur Rutsche ziemlich ab und so gingen wir bald wieder zurück zum Camper. Nach dem Mittagessen legten wir (zum ersten Mal in Australien) eine ausgiebige Mittagspause ein. Für eine Stunde war herrlich Ruhe und ich glaube, alle waren kurz weg und nahmen ein «Power-Nuckerli».
Am Nachmittag ging es wieder in den Wasserpark auf die Rutschbahn und da die Badehose von Gianluca verloren ging – er trug zwischenzeitlich Alessia’s – also gingen wir in ein nahegelegenes Einkaufszentrum eine Neue kaufen (notgedrungen ;-). Dabei fanden meine beiden Damen auch noch einen coolen Sonnenhut.
Und jetzt mussten die restlichen Tickets der Wasserrutsche eingelöst werden – zackig gings kurz vor Schliessung ohne langen Andrang nochmals rauf und runter. Den Rückweg zum Camper gingen wir dem Strand entlang – wir im Sand und die Kids im Wasser. Da die Flut erst am Kommen war, war das Wasser durch den heissen Sand extrem warm. Die Kids planschten im Wasser, bis die Sonne unterging.
Zum Nachtessen war mal wieder Barbecue angesagt. Feine Würstchen, ein paar Filetsteaks sowie gegrillte Zucchetti standen auf dem Speisezettel – klar, den Kids konnten wir nicht zumuten, nur Zucchetti als Beilage anzubieten, für sie gab es zusätzlich noch ein paar Teigwaren :-)!
Tags drauf, am Sonntag, stand unser Ausflug nach Fraser Island auf dem Programm. Um 05.30 Uhr standen Katja und ich auf und machten den Camper startklar, da nach dem Ausflug die sofortige Weiterfahrt nach Noosa geplant war. Nach dem Frühstück wurden wir bereits kurz nach 7 Uhr abgeholt. In einem 4WD-Bus ging es auf die Fähre und rüber auf die weltgrösste Sandinsel. Nach einer längeren Fahrt – es schlug und holperte wie verrückt – durch den Wald, gelangten wir auf die 75 Miles Beach und unser Guide gab so richtig Gas und bretterte mit Bus der Beach-Highway entlang – mega cool :-)! An einem Creek gab es einen kurzen Halt; Morgenkaffee war angesagt. Diese Stärkung tat uns richtig gut. Danach ging es an der Beach weiter zu einem alten Schiffswrack. Ein 1935 gestrandetes Luxusschiff. Hier konnten wir ein paar coole Fotos schiessen.
Auszug Wikipedia:
Im Jahr 1935 lief an der Ostküste der Insel der ehemalige Luxusliner S.S. Maheno während eines für die Jahreszeit untypischen Zyklons auf Grund. Die Maheno sollte in Japan verschrottet werden und wurde dazu von einem kleineren Schiff gezogen. Um den Strömungswiderstand zu verringern, hatte man der Maheno Schrauben und Ruder ausgebaut, wodurch sie in dem Sturm nicht mehr selbst manövrieren konnte. Versuche, das gestrandete Schiff loszubekommen, scheiterten. In den ersten Jahren wurde die Maheno von den Bewohnern der Insel unter anderem für Hochzeiten und Feste genutzt. Später diente sie der Royal Australian Air Force (RAAF) als Zielobjekt. Heute sind nur noch die oberen Decks des Schiffes sichtbar.
Nach diesem Halt ging es zu einer versteinerten, vielfarbigen durch den Regen geformte Sanddüne. Dieser Ort wird immer noch durch Aborigines für Zeremonien genutzt. Zum Mittagessen ging es wieder ins Inselinnere zur Central Station. Früher wurden auf der Insel Bäume gefällt und für den Häuserbau genutzt. Für den Abtransport wurde ein Eisenbahnnetz über die Insel verlegt. Nach dem Einzug der Trucks blieb «nur» noch der Bahnhof, der an die alten Zeiten erinnert.
Auszug Wikipedia:
In den 1840er Jahren siedelten sich die ersten Weißen auf Fraser Island an. Das Rückzugsgebiet für die Butchulla-Aborigines wurde bald durch Rodungen für Weiden und Holzfällerei verändert: Ab dem Jahr 1863 begannen Holzfäller die Insel als Holzreservoir zu nutzen. Holzhandel war über mehr als 100 Jahre Haupteinnahmequelle auf der Insel.[9] Große Gebiete wurden zwecks Gewinnung der wertvollen Satinay-Pinien (Syncarpia hillii) abgeholzt. Satinay-Pinien wachsen nur auf Fraser Island und zwei benachbarten Inseln. Das Holz dieser Baumart ist dank einem enthaltenen Öl resistent gegen Wasser. Aus diesem Grund wurde es im Schiffbau und zum Beispiel auch beim Bau des Suez-Kanals verwendet.
Das Mittagessen war super fein, es gab Wrapes mit verschiedenen Salaten, Käse, Schinken und Saucen. Nach diesem feinen, ausgiebigen Lunch ging es zum Tageshöhepunkt, dem Lake Mckenzie. Hier konnten wir gut 90 Minuten in einem glasklaren Süsswassersee mit weissem Strand baden – herrlich! Leider ging danach ein sehr spannender Tag auf einer eindrücklichen Insel zu Ende. Nebst den Sehenswürdigkeiten haben wir heute wieder 2 Tiere in freier Wildbahn entdeckt – Dingos, wild lebende Hunde sowie eine für uns super grosse Schlange. Gemass unserem Guide war es aber eher eine Kleine und auch gleich noch ungiftig... Für uns trotzdem ein Highlight!
Zurück auf dem Camping packten wir unser Motorhome und bei Einbruch der Dunkelheit ging unsere Fahrt weiter in Richtung Süden. Ein Gewitter zog auf und es wurde uns während der Fahrt ein richtiges Himmelsfeuerwerk geboten. Nach nicht ganz 2 Stunden Fahrt kamen wir in Noosa an. Kurz nach 8 Uhr und bereits alles geschlossen – ok, es war ja auch Sonntag. Wir konnten auf dem Besucherparkplatz eines Camping-Platzes (Noosa Caravan Park) übernachten und die Sanitäranlagen nutzen – keine schlechte Sache, kostete uns am Ende aber trotzdem 30 Dollar.
Tempomat und Wasserpark
Am Donnerstag war wieder Reisetag. Zuerst machten sich Gianluca, Katja und ich uns auf, ein paar Übungen am Strand zu absolvieren. Wir «bauten» uns mit angeschwemmten Hölzern einen Geschicklichkeitsparcours und hatten grossen Spass daran. Alessia wollte nicht mitkommen und bereitete für uns das Frühstück vor. Nach einem gemütlichen Frühstück fuhren wir dann um 9 Uhr in Richtung Fraser Coast mit dem Ziel Hervey Bay los. Wir hatten über 300 Kilometer Fahrt vor uns. Ziel war es, am Mittag auf unserem Kilometerzähler die 2000 km Grenze durchbrochen zu haben. Nach 3 stündiger Tempomat-Fahrt waren wir um 12.15 Uhr an einem gemütlichen Rastplatz angekommen und unser Zähler zeigte 2022 Kilometer – 2/3 unserer Strecke waren geschafft :-).
Im nächsten grösseren Ort – Childers – mussten wir mal wieder den Kühlschrank sowie die Vorratskästchen füllen. Im späteren Nachmittag war es dann geschafft. Unser Camper stand mit Meersicht direkt am Strand auf dem Stellplatz (Pialba Caravan Park). Die Kids zogen sich die Badehosen an und es ging ab ins Meer. Nach dem Nachtessen, die Kids schliefen schon, gingen Katja und ich noch ein bisschen am Strand spazieren. Im Dunkeln sah ich auf einem Wegweiser einen grossen Vogel sitzen. Tatsächlich, es war eine Eule und hatte praktisch keine Scheu vor Menschen. Sie liess sich ohne Probleme aus 2 Meter Distanz fotografieren.
Am Freitagvormittag diskutierten wir dann unseren Ausflug nach Fraser Island. Wir waren uns nicht einig und entschieden, uns am Nachmittag im Visitor Center zu informieren. Nach einer Skiclub-Horw Fotosession (siehe Bilder-Galerie) und den Hausaufgaben war dann schon bald Mittag. Anschliessend packten wir unser Badezeug sowie das Fischerzeug und machten uns auf, den grossen Wasserpark zu besuchen. Für die Kinder eine super Sache mit zwei grossen Rutschbahnen. Nur, als die Kids einmal runter waren, kam eine Aufsichtsperson und sagte, die Rutschen seien für eine Gruppe reserviert und wir dürfen diese nicht benutzen. Soooo blöd :-(! Mich nervte dies ziemlich. Ich glaube, die Dame hat dies bemerkt und als die Gruppe mehr oder weniger durch war, kam sie und gab unseren Kindern die «Erlaubnis», die Rutschbahnen für 15 Minuten zu benutzen – und ab ging es :-)! Katja ging sich in der Zwischenzeit bezüglich dem Ausflug auf Fraser Island informieren. Wir entschieden uns auf Grund dieser Infos für den 4WD-Bus-Ausflug.
Jetzt wollten wir uns noch einen Fisch «besorgen». Auf einem Steg hatten wir ein ideales Plätzchen gefunden. Nur, da tut sich nichts. Alessia und ich gingen ins Meer baden und Katja und Gianluca glaubten immer noch daran, einen Fisch aus dem Wasser zu ziehen. Leider hatten wir kein Glück. Dann plötzlich der Gedanke – wir haben vergessen, den Ausflug zu buchen, Mist. Nahe am Steg hatte es ein sehr gemütliches Restaurant direkt am Meer. In der Hoffnung, dass es dort ein Free-WiFi hat, gingen wir etwas trinken. Das WiFi funktionierte leider nicht. Auf dem Rückweg zum Camping machten die Kids noch auf einem grossartigen Spielplatz mit riesigen Rutschbahnen halt. Zurück beim Camping wollten wir dann endlich buchen – leider war der Samstag ausgebucht! Es musste ja so kommen. Halb so schlimm, wir entschieden uns, einen Tag anzuhängen und den Ausflug für Sonntag zu buchen. Diesmal wollten wir das Highlight der Ostküste nicht einfach so überspringen.
Heute Abend gingen wir mal auswärts essen. In einem feinen Restaurant nahe unseres Campingplatzes gab es für die Kids Burger und Chips bzw. Fish & Chips. Die «Grossen» entschieden sich für eine Pizza mit Meeresfrüchten. Das Essen hat allen sehr gemundet. Zurück im Camper war es sehr schnell still – wieder war ein langer, ereignisreicher Tag vorbei.
Fischen – Skaten - Reisen
Am Dienstag früh weckte uns unser Wecker – Alessia – wieder sehr früh. Sie hat eine unglaubliche Regelmässigkeit und erwacht jeweils zwischen 5.45 und 6.00 Uhr und muss auf die Toilette. Im Camper leben wir auf extrem kleinem Raum und so ist dann halt die ganze Familie wach. Na ja, wir haben uns dran gewöhnt und können so richtig lange Tage geniessen. Und nicht umsonst heisst es ja «aurora habet aurum in ore / Morgenstund hat Gold im Mund».
Alessia, Gianluca und ich gingen in Palmerston vor dem Frühstück nochmals an den Strand, um unsere gestern aufgestellten Trainingsposten nochmals zu absolvieren. Bei Alessia hielt sich die Motivation in Grenzen, Gianluca war hingegen mit vollem Einsatz dabei. Er meinte, dass dies viel lockerer als das Jogging sei, da man zwischendurch immer wieder Pausen einlegen könne. Mir gefällt diese Art Training ebenfalls extrem gut. Nur Sand, gefundene Utensilien und ein bisschen Fantasie und schon steht ein cooler Parcours J!
Katja blieb heute im Camper zurück und bereitete ein feines Frühstück für uns vor. Nach einem Stopp im Camping-Laden – wir mussten unseren Vorrat an Fischköder wieder auffüllen – ging es auf die Weiterreise. Tagesziel war die kleine Ortschaft Emu Park direkt an der Küste. Zum Glück hatte es wenig Verkehr und wir kamen zügig voran. Bereits am Mittag hatten wir 2/3 der knapp 300 Kilometer zurückgelegt. Bevor wir in Richtung Küste abbogen, machten wir in Rockhampton einen Zwischenstopp, um das Kulturcentrum «dreamtime cultural centre / https://www.dreamtimecentre.com.au»zu besuchen. Auf einem geführten Rundgang erhielten wir einen sehr interessanten Einblick in die Kultur der Aborigines sowie der Südseeinsulaner. Auf dem Rundgang zeigte uns der Guide die verschiedenen Techniken, wie man ein Didgeridoo zum Klingen bringt. Er erklärte uns auch, dass die grösste Herausforderung ist, gleichzeitig zu blasen und einzuatmen. Während einer Zeremonie werde bis zu 20 Minuten ununterbrochen gespielt. Das braucht Kondition und eine extrem ausgefeilte Atemtechnik. Danach ging es auf den Boomerangplatz. Der Guide erklärte und demonstrierte uns die Boomerangtechnik. Danach hatten wir selbst 2 Versuche, den Boomerang zu werfen. Na ja, unsere Technik ist noch ausbaufähig. Daher kauften wir uns nach dem Besuch einer nachgestellten Höhle mit Malereien einen Boomerang, um auf dem Campingpatz weiter üben zu können.
Nach diesem spannenden Museumsbesuch nahmen wir die restlichen 50 Kilometer unter die Räder und waren bereits um 16 Uhr auf unserem Camping in Emu Park (Fischerman’s Beach Holiday Park). An der Rezeption konnte man sich kostenlos eine Angelausrüstung ausleihen. Die Kids wollten dann unbedingt – endlich die eigene Fischerrute – noch zum Fischen gehen. Ich war nicht so begeistert, musste mich aber dem Mehrheitsentscheid beugen. Also los. Und es kam, wie ich befürchtet hatte. Ich war «nur» damit beschäftigt, die Angeln zu reparieren. Gianluca versenkte gleich den ersten Wurf zwischen den Steinen und Alessias Angelrute hatte einen riesigen Knoten rund um die Kurbel. Endlich war wieder alles bereit, warf Katja die halbe Ausrüstung ins Meer ;-) Schwimmer, Köder – alles weg... Nach diesem wenig erfolgreichen Fischerabenteuer ging es zurück auf den Camping (alles eher unbefriedigend ;-)). Auf unserem Platz war es extrem windig und wir wurden von einem nach uns eingetroffenen Campingbesucher fast zugestellt. Kurzentschlossen wechselten wir den Stellplatz und fanden ein wunderbares Plätzchen ganz nahe am Strand. Da konnten wir sogar eine Flying Fox-Kolonie beobachten – zur Freude von Gianluca. Und die Welt war wieder in Ordnung!
Am nächsten Tag war das Wetter mal wieder etwas weniger gut. Es schaute schwer nach Regen aus. Katja und ich machten separat eine Joggingrunde. Danach war Frühstück angesagt und die Kids machten sich daran, am Hausaufgabendossier weiterzuarbeiten. Katja hatte eine Wahnsinnsgeduld mit Alessia, Deutschgrammatik zu lernen. Nachdem Gianluca seinen Teil erledigt hatte, machte ich mich zusammen mit ihm auf, den nahegelegenen Skating-Park aufzusuchen. Wir versuchten irgendwie, mit dem Board die Wände hochzufahren. Als ich es probierte, knallte es mich so richtig auf den Boden – autsch, das tat ziemlich weh und der Ellbogen blutete ziemlich heftig. Das war dann mein erster und letzter Versuch. Ich beliess es ab jetzt dabei, Gianluca zu helfen und rannte ihm jeweils hinterher, um ihn bei Stürzen aufzufangen. Nach gut einer Stunde ging das schon ganz flott hin und her. Jetzt kamen auch Katja und Alessia dazu. Katja versuchte sich trotz meinen Warnungen ebenfalls und autsch, auch sie lag auf dem Boden. Zum Glück hat sie sich dabei nicht weh getan. Alessia fuhr dann ebenfalls ein bisschen die Rampen hinunter und hinauf. Auch sie machte extrem schnell Fortschritte. Bei nächsten Park werden wir sicher wieder üben gehen – es hat mega Spass gemacht!
Inzwischen ist die Sonne zurückgekehrt und es wurde so richtig drückend heiss. Wir machten noch einen kleinen Spaziergang durch Emu Park, um nach einem Restaurant Ausschau zu halten. Erstaunlich, ausser einem Hotelrestaurant und einem Take Away gab es nichts. Wir entschieden uns, zurück auf den Camping zu gehen und selbst zu kochen. Nach einem feinen Apéro am Meer und einer Boomerang-Session gab es selbst gemachte Hamburger zum Nachtessen. Nach einem kleinen Dessert gingen wir alle, ziemlich erledigt, früh unter die Decke. Tags drauf steht die Weiterreise in Richtung Fraser Island Coast auf dem Programm und diese wollten wir ausgeruht in Angriff nehmen.
Faulenzen
Wie gemeinsam ausgemacht liessen wir es gemütlich starten. Ohne viel Überzeugungskraft düsten wir natürlich nach dem Frühstück los, um den Strand von der sportlichen Seite zu geniessen – Combitraining war angesagt. Juppii – jubelten die Kids! Oh jehhh – war mein Gedanke. Aber ich täuschte mich! Trotz der grossen Hitze waren die Kids voll motiviert, denn spielerisch wurden die Schnellkraft, die Ausdauer sowie Muskelkraft trainiert. Gut zu wissen!
Gemäss den vielen Fischerfotos unseres Campingbesitzers deckten wir uns beim Profi mit neuem Fischergear ein, denn dann und wann schnappte uns ein Fisch den Köter mit Haken weg. Mit frischem Fisch als Köter und roten schönen grossen! Haken marschierten wir die 2 km den Strand entlang zum ausgewählten Angelplatz. 4 Stunden später überliessen wir enttäuscht den Platz unseren Nachbarn, die ebenfalls fischten. Nichts gefischt und statt Algen verhedderte sich der Haken immer wieder am Boden. Die Enttäuschung hielt sich aber in Grenzen, denn statt dessen konnten wir eine wunderschöne Schildkröte bewundern, die ganz nahe ans Ufer schwamm. Immer wieder streckte sie den Kopf aus dem Wasser, um Luft zu holen. Ein wunderschönes Erlebnis!
Beim Camper angelangt war auch schon Apèro-Zeit und ein kühles Bier war jetzt genau das Richtige. Den späten Nachmittag und Abend verbrachten wir ganz gemütlich mit etwas Lernen, gut Essen und Relaxen. Einzig die vielen Mückenstiche machten mir einen Strich durch die Gemütlichkeit. Ich war voll gestochen und die halbe Nacht blieb ich wach und kratzte mich. Eine Tortur, denn nur ich reagierte so extrem auf diese Fiecher, die gar nicht mal so zahlreich waren.
Wir reisen südwärts und finden coole Spots zum Fischen...
Als wir am frühen Morgen in Airlie Beach erwachten, regnete es tatsächlich und der Himmel war total verhangen. Endlich mal nicht so heiss und nicht ganz so ärgerlich, dass wir heute nicht auf den Ausflug zu den Whitsundays nachholen konnten.
Wir nahmen es also relativ gemütlich und als es aufhörte zu regnen, machten wir uns auf, eine kurze Joggingrunde zu drehen. Die Kids waren aber alles andere als motiviert und liessen uns das extrem spüren. Nach 2 Kilometer kehrte ich mit den Kids um und Katja lief noch etwas weiter. Zurück im Camping war die Stimmung so circa wie das Wetter – Gewitterwolken. Die Kids unausstehlich und bei uns die Nerven blank. Warum bloss? Wahrscheinlich war das Programm in den letzten Tagen doch etwas zu viel. Wir entschieden uns, in den nächsten Tagen unsere Reise um einiges ruhiger zu gestalten. Entsprechend suchten wir uns Campingplätze am Meer mit wenig Rummel und der Möglichkeit, baden zu können. Katja stiess bei der Suche nach einem geeigneten Campingplatz ganz zufällig auf einen stattlichen Rastplatz inmitten eines Nationalparks. Nur, dieser Campingplatz hat nur 11 Stellplätze und müssen online gebucht werden. Wir entschieden uns, hinzufahren und zu schauen, ob es noch Platz für uns frei hat. Dort angekommen waren wirklich noch 3 Plätze frei. Buchen war allerdings nicht möglich, da alle Plätze vorreserviert waren. Wir packten also einen Platz auf gut Glück und hofften, dass niemand kommen würde. Dank dem etwas schlechteren Wetter war dem auch so – wir hatten einen wunderbaren Stellplatz direkt am Meer unter Bäumen und das Ganze auch noch gratis.
Am Nachmittag kam dann auch noch die Sonne zum Vorschein und am Strand wurde es richtig heiss. Die Kids stürzten sich ins Meer und Katja und ich versuchten uns beim Fischen; leider ohne Erfolg, denn nahe beim Ufer fing der Angelhaken immer wieder Algen statt Fische.
Am Abend genossen wir unser Nachtessen und durften unsere Nachbarn beim Spiel mit dem Feuer beobachten – ein wahres Spektakel. Sie schleuderten die Feuerkugeln ganz schnell um den ganzen Körper. Im dunklen Wald drin sah dies extrem gut aus. Der Tag war in vielerlei Hinsicht für uns alle sehr anstrengend. So kippten wir relativ früh, aber wieder zufrieden ins Bett. Aber nur kurz; es begann zu donnern und blitzen und der Regen kam. Wie aus Kübeln schüttete das Nass vom Himmel. Ich sprang aus dem Bett, sicherte unsere Markise und brachte alles in Sicherheit. Zum Glück liess der Regen bald an Heftigkeit nach und wir konnten uns endlich schlafen legen.
Der nächste Morgen im Nationalpark Hillsborough war extrem friedlich. Das Wetter präsentierte sich heute von der besten Seite und nach den intensiven Regenfällen schien alles wie neu gewaschen zu sein. Uns gefiel es an diesem herrlichen Ort derart, dass wir eine weitere Nacht bleiben wollten. Nach den Morgenritualen machten wir uns auf, Fische fangen zu gehen. Beim Jogging hatte Katja einen Zufluss aus dem Landesinneren entdeckt. Bei Beginn der Flut drängt das Wasser vom Meer her und dementsprechend kommen die Fische vom Meer in die Mangroven herein. Wir mussten ein ganzes Stück laufen, bis wir unseren «perfekten» Platz gefunden hatten. Katja begann mit Auswerfen und als nächstes kam ich dran. Erster Wurf – «Heeee, ich ha Einä und de schränzt wie verruckt!» – Gemeinsam brachten wir das veritable Teil an Land. Wir hatten keinen Plan, um was für einen Fisch es sich handelte. Der Kopf sah eher furchterregend aus und er hatte einen extrem langen Schwanz ähnlich eines Seeteufels nur schlanker. Kann man den wohl essen? Wir fischten den ganzen Vormittag weiter, waren dann aber vom Glück verlassen. Ein weiterer grosser Fisch riss uns den Köder von der Angel. Schade, doch noch viele Angelreviere liegen noch vor uns.
Kurz nach dem Mittag waren wir wieder zurück auf dem Camping und fragten unsere Nachbarn, um was für einen Fisch es sich handelte. Ein Flathead Fisch erklärte er mir und es sei ein super Ding, was wir da gefangen hätten. Und zum Essen sei dies eine wahre Delikatesse. Ich googelte dann noch nach, was Flathead auf Deutsch bedeutet und fand heraus, dass dies ein Krokodil-Fisch ist. Beim nochmaligen Betrachten des Kopfes, war diese Namensgebung nicht abwegig. Ich machte mich mit Gianluca zusammen auf, den Fisch am Meer auszunehmen. Plötzlich kam Alessia ganz aufgeregt angerannt und sagte, wir müssen gehen. Tatsächlich, der Platzmieter kam doch noch und wir mussten unsere sieben Sachen zusammenpacken und weiterreisen – Pech, es ist halt aber so!
Auf einem anderen Platz verpflegten wir uns noch kurz und fuhren dann weiter. Was wird unser nächstes Ziel sein? Kurz nach Mackey gibt es einen weiteren Nationalpark direkt am Meer - der Cape Palmerston NP. Der Beschrieb das nahegelegenen Campings tönt sehr gut. Also nehmen wir Kurs dorthin. Auf dem Weg, in Mackey, füllten wir unsere Vorräte und am späteren Nachmittag fuhren dem Camping-Eingang entgegen. Auf einer grossen Wiese vor dem Eingang wimmelte es von Wallabies, ein herrlicher Ausblick. Die Kids stürmten aus dem Wohnmobil raus und versuchten, sich den Tieren zu nähern. Eifrig wurde mit dem Handy geknipst und Alessia versuchte sich mit der grossen Camera. Endlich erwischte sie das Köpfchen des Joeys, doch leider – unscharf. Katja checkte in der Zwischenzeit ein und danach führte uns der Platzbesitzer mit dem Fahrrad zu unserem Stellplatz. Es ist wirklich sehr gemütlich auf diesem abgelegenen Stellplatz und uns präsentierte sich ein wunderschöner Sonnenuntergang. Zum Nachtessen gab es Würstchen und natürlich unseren Flathead. Auf dem Grill gemacht schmeckte dieser wirklich ausgezeichnet. Mmmm!
Relaxen und Segeln
Am Donnerstag erwachten wir sehr früh. Die Vögel machten einen unglaublichen Lärm und die nahegelegene Strasse war ebenfalls nicht zu überhören. Nehmen wir es positiv, wir sind früh auf und haben so was vom Tag. Nach einem Kaffee und dem Nachführen des Tagebuches machten wir uns auf unsere Joggingrunde. An der Rezeption hiess es, dass die Strandpromenade wunderschön sei. Bis wir aber zu dieser Promenade ankamen, mussten wir ein ganzes Stück einer Hauptstrasse entlang joggen. Als wir dann endlich das Meer vor uns hatten, waren die Kids bereits durch – es war auch extrem heiss, muss man eingestehen! Wir machten ab, dass Katja mit den Kids zurück zum Camping joggt und ich rekognoszieren gehe, wo man am besten baden/schwimmen kann. Ich lief weiter und musste mitten durch Airlie Beach joggen, da der Strandweg infolge Bauarbeiten gesperrt war. Ausgangs des Städtchens gelangte ich zu einer wunderbaren, künstlich angelegten Lagune. Es war sofort klar, dies wird heute unser Badeplatz sein.
Nach dem Morgenessen informierten wir uns noch über unseren lang ersehnten Ausflug zu den Whitsunday Islands. Wir buchten einen Segelturn auf einer älteren Jacht. Und jetzt machten wir uns zu Fuss zu unserem Badeplatz auf. Die Sonne drückte extrem. Unsere Kids liessen es uns spüren, dass der Fussmarsch alles andere als schön war ;-) Zum Glück hatten Gianluca und Alessia das Skateboard dabei, das brachte zumindest etwas Abwechslung. Zu Fuss waren es doch gute 45 Minuten bis zum Badeplatz. Dafür war der danach folgende Badetag umso schöner und erholsamer.
Im späteren Nachmittag gingen wir ins Städtchen und schauten uns in den coolen Läden ein bisschen um. Wir probierten einiges an, so richtig gefallen wollte uns aber nichts.
Am Abend machten wir unseren Camper bereits startklar, da wir am anderen Tag um 6.50 Uhr für unseren Segelturn bereitstehen mussten und den Campingplatz wechseln wollten.
Und endlich war es soweit. Der Wecker ging um 5.30 Uhr los und wir machten uns für unseren Tag bereit. Das Tagesprogramm sah nebst einem Spaziergang auf dem Strand der Whitsundays auch noch einen Schnorchelgang sowie einen Buschspaziergang vor, um den herrlichen weissen Sand von oben bewundern zu können. Pünktlich um 7.30 Uhr legte unsere Segeljacht - die Providence - vom Hafen ab. Bis zum ersten Schnorchelplatz lagen 90 Minuten Schifffahrt vor uns. Da wir Gegenwind hatten und den ganzen Weg abkreuzen hätten müssen, wurde dieser Teil mit dem Motor zurückgelegt. Kurz vor unserem Ziel schirrte was Schwarzes an unserem Boot vorbei, ganz klar eine kleine Öllache. Was war das wohl? Kurz darauf entdeckten wir eine Delphingruppe und der Motor stoppte. Die Delphine kamen unserem Boot sehr nahe und es war herrlich, die Tiere beobachten zu können. Wir dachten natürlich, dass der Captain Steve wegen den Delphinen das Schiff stoppte. Als die schönen Tiere in der weiten See verschwanden, stellte sich heraus, dass wir einen Motorschaden hatten: die Öllache wurde von uns verursacht! Oh oh und nun? Der Skipper verschwand mit dem Werkzeugkoffer im Maschinenraum und Amy – sie war für unser leibliches Wohl und die Ordnung auf der Segeljacht verantwortlich – zeigte uns auf der Karte, wie die umliegenden Inseln heissen und wo wir nun lang segeln wollten. Nach ca. 30 Minuten kam der Skipper verschwitzt und voller Öl aus dem Maschinenraum zurück und erklärte uns, dass das Motorenöl ausgelaufen sei und er daher keinen Gang mehr einlegen kann. Er erklärte uns auch, dass er so nicht zwischen den Inseln hindurch manövrieren könne und wir uns nun ohne Motorenkraft nur mit Hilfe des Windes und der Segel auf den Rückweg machen müssen. Sooo schade! Aber das Abenteuer begann nun. Was nun folgte war ein herrlicher Segelturn zurück nach Airlie Beach. Gemeinsam unter der Anleitung des Skippers hissten wir die Segel, der Skipper stellte die Jacht in den Wind und los ging die Fahrt. Amy legte coole Musik auf und die Stimmung auf der Jacht war mega cool. Wir machten es uns jetzt gemütlich auf Deck und genossen die Sonne, den Wind und das Rauschen des Meeres, herrlich!
So segelten wir sicher 4 Stunden und genossen das Nichtstun. Ca. eine Segelstunde vom Hafen entfernt, kam uns ein Motorboot mit Ersatzmaterial entgegen. Es war der Chef persönlich, der den Motor wieder zum Laufen bringen wollte. Ohne Motor in den Hafen einzulaufen, wäre eine nicht sehr einfache Sache! Aber auch er brachte das Ding nicht in Gang und so musste die Jacht mit Windeskraft in den Hafen gesteuert werden. Die Crew machte das hervorragend und um ca. 17 Uhr waren wir alle wieder heil zurück an Land. Wir beschlossen, eine Nacht im Camping Seabreeze anzuhängen, um den „richtigen“ Turn tags drauf erleben zu können. Während dem Nachtessen klingelte mein Handy und uns wurde mitgeteilt, dass es für die Reparatur Ersatzteile benötige und das Schiff erst wieder am Sonntag einsatzbereit sein werde. Schweren Herzen beschlossen wir, nicht bis Sonntag zu warten und am nächsten Tag weiterzureisen. Airlie-Beach war für uns trotzdem ein Abenteuer J! Whitsundays – eines Tages......
Lange Camper-Fahrten
Am frühen Morgen wurden wir durch das Tageslicht geweckt. Es war erst 6 Uhr in der Früh. Wir machten uns einen Kaffee und gingen raus aus dem Camper – was für ein Anblick wurde uns da präsentiert. Über der Weite dieser steppenartigen Natur lag ein dünner Nebel, der durch die aufgehende Sonne beleuchtet wurde, einfach herrlich J. Jetzt heisst es, coole Fotos schiessen! Katja packte die Spiegelreflexkamera und machte sich auf, das gebotene Spektakel möglichst gut festhalten zu können. Danach versuchte sich auch Gianluca als Fotograf. Mit dem Scharfstellen hatte er aber so sein Mühe... Der Fokus lag irgendwo, aber nicht auf dem, wo er ihn haben wollte... Nach ein paar Versuchen klappte es dann doch noch.
Und endlich, das Frühstück ist bereit. Hungrig ging es an den Tisch und das feine Müsli wurde ratz fatz gegessen. Und dann aus heiterem Himmel stand ein Känguru genau ganz nahe an unserem Frühstückstisch. Zum Glück lag die Fotokamera noch bereit – unser erstes Känguru in freier Wildnis war im Kasten.
Danach hiess es, den Camper wieder reisefertig zu machen. Alles verstauen, Markise einfahren, Gas aus und los ging es. Zwischenziel war der Wallaman Falls im Girringun Nationalpark. Bevor es in den Park ging, kam ein grosses Warnschiel „steiler Anstieg – 15 km“. Und tatsächlich, die Strasse windete sich steil auf einen Berg hoch. Oben angekommen, konnten wir den 280 m hohen Wasserfall von oben her bestaunen. In die Schlucht runter führte ein 2 km langer serpentienenartiger Wanderweg mitten durch den Regenwald hindurch. Für den Hin- und Rückweg wurden 2-3 Stunden angegeben. Die Kids waren nicht begeistert, dass es nun auf eine „kleine“ Wanderung ging. Auf dem Abstieg in die Schlucht wurde es immer heisser. Aber bereits nach 30 Minuten waren wir unten beim Wasserfall und konnten das hinunterstürzende Wasser und die riesige Schlucht bestaunen. Nach einer Fotosession auf den grossen Steinen nahmen wir den Aufstieg zurück zum Parkplatz in Angriff. Mann, war das heiss und feucht. Dass es anstrengend war, konnte man sehr gut dem Gejammer der Kids entnehmen. Damit der Körper etwas mehr Abkühlung bekam, entledigten wir uns von unseren T-Shirts und gingen halb nackt den Berg hoch. Zum Glück waren wir bereits nach 45 Minuten wieder oben auf dem Plateau und hier kam uns ein erfrischendes Lüftchen entgegen. Nach einem feinen Picknick mit Blick auf den Wasserfall ging es wieder die steile Bergstrasse hinunter zurück auf den Highway in Richtung Süden.
Auf dem Weg zu unserem Tagesziel in Crystal Creek (Crystal Creek Caravan Park) machten wir bei einem Fischladen halt und deckten uns mit Riesencrevetten und verschiedenen frischen Fischfilets aus der Gegend ein. Nach einer gut 2-stündigen Fahrt kamen wir auf dem Camping an. Ein einsames einfaches Plätzchen, aber für eine Nacht mehr als ausreichend. Und es hatte sogar einen schönen Pool, den wir kurz nach Ankunft in Beschlag nahmen.
Nach einer Familiendusch-Session ging es an die Vorbereitung des Nachtessens. Heute standen die feinen Riesencrevetten und einen Teil des Fisches mit Gemüse sowie Salat auf der Speisekarte. Mmmh, hat das gemundet.
Tags drauf machten wir uns auf die lange Fahrt nach Airlie-Beach. Nach einem feinen Morgenessen machten wir es uns in unserem Camper gemütlich und düsten los. Heute kam vor allem der Tempomat zum Einsatz – stundenlang geradeaus. Herausfordernd waren nur die vielen Überquerungen von Creeks und den kleinen Brücken über Flüsse. Dort wurde die Strasse etwas enger und es holperte meist ziemlich extrem.
Nach gut 2.5 stündiger Fahrt kamen wir in Bowen an, einem kleinen Städtchen an der Küste. Hier assen wir an einem gemütlichen Plätzchen am Meer zu Mittag und machten anschliessend eine kleine Einkaufstour, um den Kühlschrank wieder aufzufüllen. Und schon sassen wir wieder gemütlich im Camper und mit eingestelltem Tempomat auf 100 km/h ging es weiter.
Nach weiteren 1.5 Stunden kamen wir unserem Ziel näher. Am frühen Nachmittag stand unser Camper auf dem Stellplatz des Island Gateway Holiday Parks. Die Beschreibung des Campings im Internet war definitiv viel besser als das, was wir vorgefunden haben. Wir haben aber bereits übers Internet für 2 Nächte gebucht und machten es uns dementsprechend so gemütlich wie es halt ging. Die Stellplätze sind recht eng, ohne Abgrenzung und der Strassenlärm ist extrem störend. Dafür hat es aber einen schönen Pool und es hat viele, schöne Papageien, die den Camping bevölkern. Wir stürzten uns wieder in den Pool und genossen die Abkühlung. Um 16 Uhr war die alltägliche Vogelfütterung angesagt. Gianluca war voll von Papageien, die ihm aus der Hand frassen. Ein Riesenspass für die Kids.
Zum Nachtessen machten wir uns ein super feines Kürbisrisotto und gönnten uns ein feines Glas Rotwein dazu. Nach einem kurzen Jassmatch - und heute habe ich zum ersten Mal gewonnen :-) - gingen wir früh zu Bett, um am anderen Tag möglichst fit für unser volles Programm zu sein.
Regenwald und Unterwasserwelten
Am Samstag nahmen wir die Reise in Richtung Süden in Angriff. Von Cape Tribulation aus ging es als erstes zur Mossman Gorge. Die Fahrt ging wieder über eine sehr kurvenreiche Strasse durch den Regenwald. In Mossman angelangt machten wir zuerst bei einem Einkaufscenter Halt, um unsere Vorräte wieder aufzufüllen. Nebst den üblichen Dingen wie Fleisch, Teigwaren, Brot und Getränken, kaufte ich mir nun „endlich“ auch ein Pre-Paid-Mobile Data-Abo. Für $ 30.- haben wir 12.5 Giga Datenvolumen erhalten, kein schlechtes Angebot und um die Berichte und Fotos hochzuladen, sollte es reichen ;-).
Nach einer kurzen Fahrt in ein Tal rein, kamen wir beim Visitor-Center der Mossman Gorge an. Bevor wir uns aufmachten, die Gorge (Taleinschnitt) zu erkunden, stärkten wir uns mit Brot, Käse und Würstchen. Vom Visitor-Center bis zum Parkeingang waren es 2 Kilometer Fussmarsch – auf geht’s. Dieser Teil war alles andere als schön. Wir beschlossen, auf dem Rückweg den Shuttle-Bus in Anspruch zu nehmen.
Im Park drin waren vor allem die Brettwurzelbäume sowie der Fluss die grossen Sehenswürdigkeiten. Als erstes kühlten wir uns im Fluss ab. Der Flusslauf mit grossen runden Steinen, die das Wasser stauten, war der Maggia oder der Verzasca sehr ähnlich. Das Wasser war herrlich kühl.
Abgekühlt machten wir uns auf, die Brettwurzelbäume zu suchen. Auf dem Regenwaldrundweg waren die beeindruckenden Bäume nicht zu übersehen. Die Bäume ragten weit in den Himmel hoch und der Umfang des Stammes war gewaltig.
Nach gut 1.5 Stunden Wanderung waren wir zurück auf dem Shuttle-Bus-Parkplatz. Ich stieg als erster in den Bus und fragte den Fahrpreis nach. Die erhaltene Antwort war sehr unerwartet; „did you came on foot, so you have to walk back”. Ich war derart baff, dass ich nicht kontern konnte und wieder rückwärts aus dem Bus stieg. Es blieb uns also nichts anderes übrig, als den heissen Rückweg wieder zu Fuss hinter uns zu bringen.
Gemäss unserem restlichen Tagesplan wollten wir am späten Nachmittag noch bis zur Mission Beach kommen. Also nahmen wir die Fahrt unter die Räder. Diese dauerte allerdings länger als erwartet. Um ca. 19 Uhr kamen wir auf dem super schönen Camping-Platz (Hideaway Holiday Village) an und richteten uns ein.
Tags drauf war es mal wieder gemütlich. Nach einer Joggingrunde am Strand gingen wir ins Visitor-Center, um einen Snorkeling-Ausflug zum Great Barrier Reef zu buchen. Die Preise sind satt – für die ganze Familie kostet dieses Abenteuer $ 600.-. Die Vorfreude darauf ist nichts desto trotz riesig. Bevor wir zurück zum Camping gingen, schlenderten wir noch durch den Sonntagsmarkt von Mission Beach. Wir sind hier mitten im Rohrzuckeranbaugebiet und daher gönnten wir uns an einem Stand einen ganz frisch gepressten Rohrzuckerdrink mit wenig Zitrone. Ganz fein, aber mega süss. Den Nachmittag verbrachten wir am Camping-eigenen Pool. Alessia schloss dort Freundschaft mit ein paar anderen Mädchen und einem Jungen. Gianluca ging mit Mama etwas später an den Strand zum Baden und Fischen. Ich blieb bei Alessia am Pool und kurierte meine Erkältung aus. Den gemütlichen Tag liessen wir bei einem feinen Barbecue ausklingen und da wir am nächsten Tag sehr früh aus den Federn mussten, gingen wir entsprechend früh zu Bett.
Endlich, der Tag der Unterwasserwelten ist gekommen. Um 6 Uhr standen wir auf, assen Frühstück und machten den Camper reisefertig. Um 8 Uhr waren wir beim Treffpunkt. Mit einem kleinen Schiff wurden auf eine nahe gelegene Insel chauffiert, wo wir auf das grössere Schiff umsteigen mussten. Unsere Gruppe gehörten 25 Personen an, die die 90 minütige Fahrt zum Great Barrier Reef in Angriff nahmen. Auf der längeren Überfahrt gab es Muffins und Kaffee. Am Reef angekommen, gab es die letzten Instruktionen des Guides, die Ausrüstung wurde montiert und dann ab ins Wasser. Puhh, doch recht kühl hier draussen. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten – Alessia musste doch ein bisschen die Angst überwinden – sahen wir die extrem farbenfrohe Wasserwelt - Fische, Korallen in allen Farben – der absolute Wahnsinn. Gianluca hatte aber ziemlich schnell kalt und wir mussten kurz zurück zum Boot. Wir liessen die Kids unter Aufsicht auf dem Boot und Katja und ich machten uns zum zweiten Schnorchelgang auf, diesmal auf die andere Seite des Bootes. Danach holten wir wieder die Kids ab und machten uns nochmals auf, Fische zu beobachten. Nach gut 90 Minuten im Wasser, war Mittagessen angesagt. Uns erwartete an Bord ein mega feines Barbecue-Buffet mit Burger, Spiesschen und vielen Salaten – super gut! Am Nachmittag fuhr das Schiff ein anderes Riff an, eines mit tieferen Korallenmauern. Diese waren bis zu 10 Meter tief, sehr beeindruckend. Wir blieben im Wasser, bis uns die Kälte wieder zurück zum Boot trieb. Alessia und Gianluca vergnügten sich dann noch mit Jumps vom Oberdeck des Schiffes. Katja war etwas wehmütig – tauchte sie doch vor ca. 15 Jahren selber regelmässig und nur von der Oberfläche aus zu beobachten – tja, ist doch nicht dasselbe L. Ich gönnte mir nach diesem Abenteuer ein feines Bier und Katja wärmte sich bei einem Kaffee wieder auf. Mit der Rückfahrt zum Festland ging dieser super coole Ausflug zum Great Barrier Reef zu Ende.
Zurück auf dem Festland bestiegen wir wieder unseren Camper und fuhren weiter südwärts. Unser Tagesziel heisst Forrest Beach. Wir haben im Internet einen einfachen, an einem Fluss gelegenen Campingplatz (Mungalla Station) entdeckt. Mal schauen, ob dieser auch in Wirklichkeit so toll aussieht. Mal wieder dauerte die Fahrt etwas länger als erwartet und wir kamen etwas nach Sonnenuntergang auf dem Camping an. Gemäss unserem Nachbarn (der einzige!) verpassten wir um 10 Min. ein wildlebendes Krokodil. Der alte Aborigines-Mann warnte uns noch davor, doch es war schon wieder weg. Unter einem faszinierenden Sternendach, da wir fernab jeglicher Behausung campten, liessen wir dann den Abend bei einem feinen Teller Pasta und einem Bier ausklingen.
Endlich sind wir wieder online ;-) Im Norden bei Cape Tribulation war Internet ein Fremdwort :-) Unser Tagebuch haben wir aber trotzdem eifrig geschrieben. Daher sind jetzt gleich 3 Berichte online gegangen... Viel Spass beim Lesen unserer Abenteuer.
Und schon sind wir fast wieder Camper-Profis :-) Alles wieder verstaut geht es weiter nordwärts. Bevor wir aber den nördlichsten Punkt anpeilen, besuchen wir den Hartley’s Crocodile Adventures Park. Der Park ist mitten im Regenwald angesiedelt und es gibt sehr viele australische Tiere zu bestaunen. Für uns war natürlich die Bootsfahrt durch einen mit Krokodilen bevölkerten Fluss das absolute Highlight. Wir konnten die Krokodile aus nächster Nähe bewundern – unglaublich, wie die Tiere aus dem Wasser schiessen, um die Köder erbeuten zu können. Koalas, Cassowaries, Schlangen und viele mehr konnten wir aus der Nähe bewundern. Verrückt war die Schlangenshow. Der Kerl hantierte mit einer Giftschlange rum, von der er behauptete, es sei die giftigste auf der Welt. Nach einem Biss sei man nach 40 Sekunden hinüber. Mir wurde beim Zusehen fast übel.
Im späteren Nachmittag nahmen wir den Weg in Richtung Cape Tribulation unter die Räder. Was für eine spektakuläre Strasse - mitten durch den Regenwald und sehr kurvenreich. Über einen Fluss mussten wir sogar mit einer Fähre übersetzen. Mit unserem riesigen Camper war ich ziemlich gefordert. Nach gut 2 Stunden Fahrt kamen wir auf dem Cape Tribulation Camping an. Wunderschön am Meer zwischen Bäumen erhielten wir einen super Stellplatz.
Die ganze Nacht hindurch regnete es. Am frühen Morgen wurden wir aber bereits wieder durch die Sonne geweckt. Nach einem ersten Kaffee war dann wieder ein Familien-Jogg am Strand angesagt.
Nach dem Jogging gab es ein feines Frühstück, wieder durch Alessia und Gianluca zubereitet.
Nach dem gemütlichen Frühstück, schön im Schatten vor unserem Camper, kam der etwas mühsamere Teil des Tages. Lernen für die Schule war angesagt. Beide packten das Rechnen-Dossier und ich schaute zu Gianluca und Katja zu Alessia. Oh oh, müssen unsere Lehrer geduldig sein. Ich war nach 45 Minuten mit meinen Nerven total am Ende und Katja ging es ähnlich. Na ja, wir müssen eben auch noch lernen ;-).
Danach wurde es aber wieder spannend. Die gefundene Kokosnuss wurde geknackt, der Saft getrunken und danach kam die Säge des Sackmessers zum Einsatz, um an das Fruchtfleisch zu gelangen. Mmmh, so cool und so fein!
Auch sahen wir an diesem Vormittag die ersten speziellen Tiere in freier Wildbahn: ein Leguan lief ganz gemütlich über den Weg und kletterte den Baum hoch und die Buschhühner flitzten ständig zwischen unseren Stühlen und unter dem Camper hindurch.
Nach dem Mittagessen ging es auf Regenwalderkundungstour. Der Boardwalk war sehr eindrücklich und das Lichtspiel zwischen den verschiedenen Bäumen hindurch ein absolutes Spektakel. Auch sahen wir ein paar Tiere, wieder ein Leguan und eine für uns nicht identifizierbare Echse. Auch der Gesang der Vögel war sehr beeindruckend. Nach diesem Rundgang durch den Regenwald ging es noch zu einem Sightseeing-Point am Cape Tribulation. Da dieses aber nur 350 m von einem Parkplatz entfernt war, hatte es auch dementsprechend viele Touristen da.
Zurück beim Camper packten wir unsere Badesachen und machten uns auf, das eine Waterhole (ohne Krokodil-Warnung) aufzusuchen. So richtig wohl war es uns nicht, als wir da ins Wasser stiegen. Der kleine See liegt mitten im Regenwald und soll bedenkenlos zum Baden benutzt werden dürfen. Es waren ja auch andere im See drin, also los und rein... Herrlich!
Am Abend wollten wir unsere Poulet-Schenkel ohne Knochen auf den Grill schmeissen. Oh Schreck, der Frigor ist kaputt und das Poulet-Fleisch roch ziemlich streng, weg damit... Die Umschaltung auf Gas hat nicht funktioniert. Zum Glück waren die Würste noch gut – die waren im Tiefgefrierfach und hatten noch genügend Restkälte.
Dann noch ein Bier unter dem gewaltigen Sternenhimmel und ab ins Bett.
Für den Tag 2 in Cape Tribulation nahmen wir uns nichts vor. Ein erster Ruhetag war das Ziel. Und nach der allmorgendlichen Joggingrunde ging es trotzdem los. S Tami’s können das Hinterteil einfach nicht still halten. Zuerst wurde die Wäsche gemacht, die Kids beschäftigten sich wieder mit den Hausaufgaben und ich machte alles zum Fischen bereit.
Dann ging es runter zum Strand. Wegen der Ebbe mussten wir uns ein gutes Fischerplätzchen suchen. Nach ca. 20 Minuten Fussmarsch war es gefunden. Erster Wurf, zweiter Wurf, Mist – Köder weg... Fussmarsch zurück. Langsam aber sicher machte sich ein Hüngerchen spürbar. Ja, was haben wir denn noch im Kühlschrank. Viel ist es nicht mehr, ein für ein feines Salätchen mit Fetakäse reicht es allemal. Nach dem Mittagessen und der Reparatur der Fischerrute machten wir uns zum 2ten Fischfangversuch auf. Erster Wurf, zweiter Wurf, Fisch an der Angel... Kein Wahnsinnsfang, aber die Freude darüber war gross! Wir fischten den ganzen Nachmittag und wechselten auch immer wieder den Fangplatz. Ganz zum Schluss hatte Katja noch einen kleinen Kofferfisch an der Angel. Da es kein Essfisch ist und er wieder ziemlich klein war, liessen wir ihn wieder frei.
Zum Nachtessen machten wir uns feine Fajitas und liessen den wunderschönen Abend bei einem guten Glas Wein ausklingen.
Es ist Montag und wir dürfen unseren Camper in Empfang nehmen. Zuerst wurde es aber im Hotel etwas hektisch, da wir verschliefen – Jetlag sei Dank. Um 10 Uhr mussten wir das Zimmer frei geben und um 9.45 Uhr erwachten wir erst. Also, schnell duschen, anziehen, packen und raus aus dem Zimmer... Die Vermiet-Station Apollo liegt etwa 2.5 km vom Hotel entfernt. Ich nahm den Weg mit den Dokumenten unter die Füsse. Nach ca. 30 Minuten war ich im Büro von Apollo und die nette Dame fragt mich nach dem Führerausweis – Mist, falsches Portemonnaie und nur den internationalen Führerausweis mit dabei – reicht nicht...!! Oh nein, muss ich jetzt nochmals zurück ins Hotel? Zum Glück nein. Katja mailte mir ein Foto und der Ausdruck wurde akzeptiert, Schwein gehabt.
Dann endlich mit dem Camper zurück im Hotel konnten wir die Taschen leeren und unsere Sachen in den verschiedenen Schränken verstauen. Und nun geht’s los in Richtung Norden. Nach kurzer Fahrt kamen wir bereits zu einem Einkaufscenter – Grosseinkauf ist angesagt. Wir füllten 2 Einkaufswagen und irgendwie konnten wir alles im Camper verstauen.
Unterwegs assen wir am Meer zu Mittag und bereits im frühen Nachmittag kamen wir auf dem Campingplatz von Ellis Beach an (Ellis Beach Bungalows and Leisure Park). Leider ist es sehr windig und das Meer sehr rau. An der Rezeption gaben sie uns das Ok, an diesem Strand hat es keine Krokodile und Quallen hat es ebenfalls noch keine. Unsere Kids hatten im Nu die Badehosen montiert und warfen sich in die Wellen. Was für ein Spass. Als es eindunkelte, mussten wir die Kids fast zwingen, aus dem Wasser zu kommen.
Tags drauf war Strandtag angesagt. Nach ein Joggingrunde am Strand gab es ein leckeres Frühstück, zubereitet von Alessia und danach wurden die Badehosen montiert. Wieder warfen sie die Kids zuerst in die Wellen, wir Eltern gingen diesmal aber ebenfalls rein. Der Wind wurde aber immer stärker und der aufgewirbelte Sand fühlte sich alles andere als angenehm auf der Haut an. Daher zügelten wir an den Swimmingpool. Dort war es fast windstill, herrlich.
Am Abend reservierten wir uns einen Barbecue-Grill auf dem Gelände und brutzelten uns die ersten Steaks. Mmmmhhh war das fein.
Endlich sind wir in Australien angekommen! Am Flughafen Cairns mussten wir uns zuerst orientieren, wie wir in die Stadt kommen. Eine öffentliche Busverbindung ab dem Flughafen gibt es nicht, dafür aber einen Shuttle-Service zu den Hotels. Kurz nach 8 Uhr waren wir bereits im Hotel. Das Zimmer war noch nicht bereit und daher machten wir uns auf die Suche nach einem Kaffee.
Die Strandpromenade von Cairns ist sehr sehenswert und dort findet man ein Restaurant nach dem anderen. Nebst den Restaurants findet man auch ganz viele Warnschilder - „Krokodiles“ – besser man unterlässt hier das Baden ;-).
Nachdem wir das Hotelzimmer bezogen haben, ging es ab in die Badi von Cairns. Wunderschön gelegen und super schön gestaltet. Dort verbrachten wir den ganzen Nachmittag.
Am späteren Nachmittag ging’s dann ab in die Innenstadt – „Lädele“ war angesagt. In einem coolen Quicksilver-Laden fand ich ein paar bequeme Flip-Flops und Gianluca konnte sich sein lang ersehntes Skateboard kaufen – ein Penny-Board. Am Night-Market kauften sich Katja und Alessia trendige Arm- und Fussbänder. Auf dem Weg zurück ins Hotel musste natürlich mit dem Skateboard geübt werden. Erstaundlich, wie schnell die beiden rasant über die Strandpromenade flitzen konnten. Papa und Mama versuchten es natürlich auch – sie hatten einiges mehr Mühe, das Ding unter Kontrolle zu bringen ;-)
Am Abend ging es dann zurück in die Innenstadt in ein feines Restaurant. Schon beim Bestellen fielen Gianluca die Augen zu und tatsächlich, unser Junge schlief am Tisch ein. Aber kaum war die Pizza da, war auch Gianluca wieder voll wach. Danach ging es zu Fuss und per Skateboard zurück in Richtung Hotel. Auf dem Weg zurück kamen wir an einem Skatepark vorbei und konnten den Profikids zuschauen. Als die Typen merkten, dass es Zuschauer gab, zeigten diese so richtig, was sie drauf hatten. Sie düsten durch die Steilwände und beim Ausstieg gehörte ein Backflip dazu – top! Gianluca und Alessia kamen nicht mehr aus dem Staunen heraus, was man so alles mit einem Kickboard anstellen kann.
Endlich ist es soweit...
Am Freitag gingen bei Tami’s doch sehr früh die Lichter an. Alle waren sehr aufgeregt und kribbelig auf das bevorstehende Abenteuer. Zuerst mussten wir aber noch das Eine oder Andere erledigen – Kehricht entsorgen, Staubsaugen, Töff abdecken, finale Kontrolle/Vollständigkeitscheck unseres Gepäcks…. Dann ging es aber endlich los, um 9.38 Uhr nahmen wir den Bus zum Bahnhof Luzern. Um 11.30 Uhr waren wir bereits beim CheckIn und unser Gepäck verschwand auf dem Förderband in Richtung Sortieranlage.
Und nun…? Unser Flug geht ja erst um 13.40 Uhr. Kein Problem; wir suchten uns ein angenehmes Plätzchen, assen gemütlich zu Mittag und freuten uns auf das, was da kommt.
Der Flug war sehr angenehm, aber auch extrem lang. Lokale Zeit landeten wir pünktlich um 6.55 in Hongkong. In der Schweiz war es allerdings erst 0.55. Die Kids waren im Flugzeug so aufgeregt und durften endlich mal uneingeschränkt TV schauen, dass sie kein Auge zu getan hatten. Auch wir Grossen kamen „schlaflos“ in Hongkong an.
Was machen wir nun den ganzen Tag in Hongkong? Unser Flug geht ja erst um 21.30 weiter. Zuerst wollten wir in die Stadt. Da wir aber alle extrem müde waren, entschieden wir uns am Flughaben zu bleiben. Nach einer Dusche suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen und schliefen ein paar Stunden. Die Klimaanlage weckte uns aber und wir beschlossen, einen Flughafenrundgang zu unternehmen. Wir fanden ein gemütliches Restaurant und danach einen richtig angenehmen Platz am Fenster, wo wir die startenden Flugzeuge beobachten konnten. Kurz vor Abflug nahmen wir noch einen Drink und dann ging’s ab zum Gate.
Der Flug von Hongkong nach Cairns war ebenfalls extrem ruhig. Und zum Glück konnten wir diesmal ein paar Stunden des Fluges schlafend verbringen.
Und dann war es soweit. S Tami’s sind in Australien angekommen. Yuhuuu!!!