Und schon sind wir fast wieder Camper-Profis :-) Alles wieder verstaut geht es weiter nordwärts. Bevor wir aber den nördlichsten Punkt anpeilen, besuchen wir den Hartley’s Crocodile Adventures Park. Der Park ist mitten im Regenwald angesiedelt und es gibt sehr viele australische Tiere zu bestaunen. Für uns war natürlich die Bootsfahrt durch einen mit Krokodilen bevölkerten Fluss das absolute Highlight. Wir konnten die Krokodile aus nächster Nähe bewundern – unglaublich, wie die Tiere aus dem Wasser schiessen, um die Köder erbeuten zu können. Koalas, Cassowaries, Schlangen und viele mehr konnten wir aus der Nähe bewundern. Verrückt war die Schlangenshow. Der Kerl hantierte mit einer Giftschlange rum, von der er behauptete, es sei die giftigste auf der Welt. Nach einem Biss sei man nach 40 Sekunden hinüber. Mir wurde beim Zusehen fast übel.
Im späteren Nachmittag nahmen wir den Weg in Richtung Cape Tribulation unter die Räder. Was für eine spektakuläre Strasse - mitten durch den Regenwald und sehr kurvenreich. Über einen Fluss mussten wir sogar mit einer Fähre übersetzen. Mit unserem riesigen Camper war ich ziemlich gefordert. Nach gut 2 Stunden Fahrt kamen wir auf dem Cape Tribulation Camping an. Wunderschön am Meer zwischen Bäumen erhielten wir einen super Stellplatz.
Die ganze Nacht hindurch regnete es. Am frühen Morgen wurden wir aber bereits wieder durch die Sonne geweckt. Nach einem ersten Kaffee war dann wieder ein Familien-Jogg am Strand angesagt.
Nach dem Jogging gab es ein feines Frühstück, wieder durch Alessia und Gianluca zubereitet.
Nach dem gemütlichen Frühstück, schön im Schatten vor unserem Camper, kam der etwas mühsamere Teil des Tages. Lernen für die Schule war angesagt. Beide packten das Rechnen-Dossier und ich schaute zu Gianluca und Katja zu Alessia. Oh oh, müssen unsere Lehrer geduldig sein. Ich war nach 45 Minuten mit meinen Nerven total am Ende und Katja ging es ähnlich. Na ja, wir müssen eben auch noch lernen ;-).
Danach wurde es aber wieder spannend. Die gefundene Kokosnuss wurde geknackt, der Saft getrunken und danach kam die Säge des Sackmessers zum Einsatz, um an das Fruchtfleisch zu gelangen. Mmmh, so cool und so fein!
Auch sahen wir an diesem Vormittag die ersten speziellen Tiere in freier Wildbahn: ein Leguan lief ganz gemütlich über den Weg und kletterte den Baum hoch und die Buschhühner flitzten ständig zwischen unseren Stühlen und unter dem Camper hindurch.
Nach dem Mittagessen ging es auf Regenwalderkundungstour. Der Boardwalk war sehr eindrücklich und das Lichtspiel zwischen den verschiedenen Bäumen hindurch ein absolutes Spektakel. Auch sahen wir ein paar Tiere, wieder ein Leguan und eine für uns nicht identifizierbare Echse. Auch der Gesang der Vögel war sehr beeindruckend. Nach diesem Rundgang durch den Regenwald ging es noch zu einem Sightseeing-Point am Cape Tribulation. Da dieses aber nur 350 m von einem Parkplatz entfernt war, hatte es auch dementsprechend viele Touristen da.
Zurück beim Camper packten wir unsere Badesachen und machten uns auf, das eine Waterhole (ohne Krokodil-Warnung) aufzusuchen. So richtig wohl war es uns nicht, als wir da ins Wasser stiegen. Der kleine See liegt mitten im Regenwald und soll bedenkenlos zum Baden benutzt werden dürfen. Es waren ja auch andere im See drin, also los und rein... Herrlich!
Am Abend wollten wir unsere Poulet-Schenkel ohne Knochen auf den Grill schmeissen. Oh Schreck, der Frigor ist kaputt und das Poulet-Fleisch roch ziemlich streng, weg damit... Die Umschaltung auf Gas hat nicht funktioniert. Zum Glück waren die Würste noch gut – die waren im Tiefgefrierfach und hatten noch genügend Restkälte.
Dann noch ein Bier unter dem gewaltigen Sternenhimmel und ab ins Bett.
Für den Tag 2 in Cape Tribulation nahmen wir uns nichts vor. Ein erster Ruhetag war das Ziel. Und nach der allmorgendlichen Joggingrunde ging es trotzdem los. S Tami’s können das Hinterteil einfach nicht still halten. Zuerst wurde die Wäsche gemacht, die Kids beschäftigten sich wieder mit den Hausaufgaben und ich machte alles zum Fischen bereit.
Dann ging es runter zum Strand. Wegen der Ebbe mussten wir uns ein gutes Fischerplätzchen suchen. Nach ca. 20 Minuten Fussmarsch war es gefunden. Erster Wurf, zweiter Wurf, Mist – Köder weg... Fussmarsch zurück. Langsam aber sicher machte sich ein Hüngerchen spürbar. Ja, was haben wir denn noch im Kühlschrank. Viel ist es nicht mehr, ein für ein feines Salätchen mit Fetakäse reicht es allemal. Nach dem Mittagessen und der Reparatur der Fischerrute machten wir uns zum 2ten Fischfangversuch auf. Erster Wurf, zweiter Wurf, Fisch an der Angel... Kein Wahnsinnsfang, aber die Freude darüber war gross! Wir fischten den ganzen Nachmittag und wechselten auch immer wieder den Fangplatz. Ganz zum Schluss hatte Katja noch einen kleinen Kofferfisch an der Angel. Da es kein Essfisch ist und er wieder ziemlich klein war, liessen wir ihn wieder frei.
Zum Nachtessen machten wir uns feine Fajitas und liessen den wunderschönen Abend bei einem guten Glas Wein ausklingen.
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