Wir reisen südwärts und finden coole Spots zum Fischen...
Als wir am frühen Morgen in Airlie Beach erwachten, regnete es tatsächlich und der Himmel war total verhangen. Endlich mal nicht so heiss und nicht ganz so ärgerlich, dass wir heute nicht auf den Ausflug zu den Whitsundays nachholen konnten.
Wir nahmen es also relativ gemütlich und als es aufhörte zu regnen, machten wir uns auf, eine kurze Joggingrunde zu drehen. Die Kids waren aber alles andere als motiviert und liessen uns das extrem spüren. Nach 2 Kilometer kehrte ich mit den Kids um und Katja lief noch etwas weiter. Zurück im Camping war die Stimmung so circa wie das Wetter – Gewitterwolken. Die Kids unausstehlich und bei uns die Nerven blank. Warum bloss? Wahrscheinlich war das Programm in den letzten Tagen doch etwas zu viel. Wir entschieden uns, in den nächsten Tagen unsere Reise um einiges ruhiger zu gestalten. Entsprechend suchten wir uns Campingplätze am Meer mit wenig Rummel und der Möglichkeit, baden zu können. Katja stiess bei der Suche nach einem geeigneten Campingplatz ganz zufällig auf einen stattlichen Rastplatz inmitten eines Nationalparks. Nur, dieser Campingplatz hat nur 11 Stellplätze und müssen online gebucht werden. Wir entschieden uns, hinzufahren und zu schauen, ob es noch Platz für uns frei hat. Dort angekommen waren wirklich noch 3 Plätze frei. Buchen war allerdings nicht möglich, da alle Plätze vorreserviert waren. Wir packten also einen Platz auf gut Glück und hofften, dass niemand kommen würde. Dank dem etwas schlechteren Wetter war dem auch so – wir hatten einen wunderbaren Stellplatz direkt am Meer unter Bäumen und das Ganze auch noch gratis.
Am Nachmittag kam dann auch noch die Sonne zum Vorschein und am Strand wurde es richtig heiss. Die Kids stürzten sich ins Meer und Katja und ich versuchten uns beim Fischen; leider ohne Erfolg, denn nahe beim Ufer fing der Angelhaken immer wieder Algen statt Fische.
Am Abend genossen wir unser Nachtessen und durften unsere Nachbarn beim Spiel mit dem Feuer beobachten – ein wahres Spektakel. Sie schleuderten die Feuerkugeln ganz schnell um den ganzen Körper. Im dunklen Wald drin sah dies extrem gut aus. Der Tag war in vielerlei Hinsicht für uns alle sehr anstrengend. So kippten wir relativ früh, aber wieder zufrieden ins Bett. Aber nur kurz; es begann zu donnern und blitzen und der Regen kam. Wie aus Kübeln schüttete das Nass vom Himmel. Ich sprang aus dem Bett, sicherte unsere Markise und brachte alles in Sicherheit. Zum Glück liess der Regen bald an Heftigkeit nach und wir konnten uns endlich schlafen legen.
Der nächste Morgen im Nationalpark Hillsborough war extrem friedlich. Das Wetter präsentierte sich heute von der besten Seite und nach den intensiven Regenfällen schien alles wie neu gewaschen zu sein. Uns gefiel es an diesem herrlichen Ort derart, dass wir eine weitere Nacht bleiben wollten. Nach den Morgenritualen machten wir uns auf, Fische fangen zu gehen. Beim Jogging hatte Katja einen Zufluss aus dem Landesinneren entdeckt. Bei Beginn der Flut drängt das Wasser vom Meer her und dementsprechend kommen die Fische vom Meer in die Mangroven herein. Wir mussten ein ganzes Stück laufen, bis wir unseren «perfekten» Platz gefunden hatten. Katja begann mit Auswerfen und als nächstes kam ich dran. Erster Wurf – «Heeee, ich ha Einä und de schränzt wie verruckt!» – Gemeinsam brachten wir das veritable Teil an Land. Wir hatten keinen Plan, um was für einen Fisch es sich handelte. Der Kopf sah eher furchterregend aus und er hatte einen extrem langen Schwanz ähnlich eines Seeteufels nur schlanker. Kann man den wohl essen? Wir fischten den ganzen Vormittag weiter, waren dann aber vom Glück verlassen. Ein weiterer grosser Fisch riss uns den Köder von der Angel. Schade, doch noch viele Angelreviere liegen noch vor uns.
Kurz nach dem Mittag waren wir wieder zurück auf dem Camping und fragten unsere Nachbarn, um was für einen Fisch es sich handelte. Ein Flathead Fisch erklärte er mir und es sei ein super Ding, was wir da gefangen hätten. Und zum Essen sei dies eine wahre Delikatesse. Ich googelte dann noch nach, was Flathead auf Deutsch bedeutet und fand heraus, dass dies ein Krokodil-Fisch ist. Beim nochmaligen Betrachten des Kopfes, war diese Namensgebung nicht abwegig. Ich machte mich mit Gianluca zusammen auf, den Fisch am Meer auszunehmen. Plötzlich kam Alessia ganz aufgeregt angerannt und sagte, wir müssen gehen. Tatsächlich, der Platzmieter kam doch noch und wir mussten unsere sieben Sachen zusammenpacken und weiterreisen – Pech, es ist halt aber so!
Auf einem anderen Platz verpflegten wir uns noch kurz und fuhren dann weiter. Was wird unser nächstes Ziel sein? Kurz nach Mackey gibt es einen weiteren Nationalpark direkt am Meer - der Cape Palmerston NP. Der Beschrieb das nahegelegenen Campings tönt sehr gut. Also nehmen wir Kurs dorthin. Auf dem Weg, in Mackey, füllten wir unsere Vorräte und am späteren Nachmittag fuhren dem Camping-Eingang entgegen. Auf einer grossen Wiese vor dem Eingang wimmelte es von Wallabies, ein herrlicher Ausblick. Die Kids stürmten aus dem Wohnmobil raus und versuchten, sich den Tieren zu nähern. Eifrig wurde mit dem Handy geknipst und Alessia versuchte sich mit der grossen Camera. Endlich erwischte sie das Köpfchen des Joeys, doch leider – unscharf. Katja checkte in der Zwischenzeit ein und danach führte uns der Platzbesitzer mit dem Fahrrad zu unserem Stellplatz. Es ist wirklich sehr gemütlich auf diesem abgelegenen Stellplatz und uns präsentierte sich ein wunderschöner Sonnenuntergang. Zum Nachtessen gab es Würstchen und natürlich unseren Flathead. Auf dem Grill gemacht schmeckte dieser wirklich ausgezeichnet. Mmmm!
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