Emu Park (16.10. - 17.10.18)

Fischen – Skaten - Reisen

 

Am Dienstag früh weckte uns unser Wecker – Alessia – wieder sehr früh. Sie hat eine unglaubliche Regelmässigkeit und erwacht jeweils zwischen 5.45 und 6.00 Uhr und muss auf die Toilette. Im Camper leben wir auf extrem kleinem Raum und so ist dann halt die ganze Familie wach. Na ja, wir haben uns dran gewöhnt und können so richtig lange Tage geniessen. Und nicht umsonst heisst es ja «aurora habet aurum in ore / Morgenstund hat Gold im Mund».

Alessia, Gianluca und ich gingen in Palmerston vor dem Frühstück nochmals an den Strand, um unsere gestern aufgestellten Trainingsposten nochmals zu absolvieren. Bei Alessia hielt sich die Motivation in Grenzen, Gianluca war hingegen mit vollem Einsatz dabei. Er meinte, dass dies viel lockerer als das Jogging sei, da man zwischendurch immer wieder Pausen einlegen könne. Mir gefällt diese Art Training ebenfalls extrem gut. Nur Sand, gefundene Utensilien und ein bisschen Fantasie und schon steht ein cooler Parcours J!

Katja blieb heute im Camper zurück und bereitete ein feines Frühstück für uns vor. Nach einem Stopp im Camping-Laden – wir mussten unseren Vorrat an Fischköder wieder auffüllen – ging es auf die Weiterreise. Tagesziel war die kleine Ortschaft Emu Park direkt an der Küste. Zum Glück hatte es wenig Verkehr und wir kamen zügig voran. Bereits am Mittag hatten wir 2/3 der knapp 300 Kilometer zurückgelegt. Bevor wir in Richtung Küste abbogen, machten wir in Rockhampton einen Zwischenstopp, um das Kulturcentrum «dreamtime cultural centre / https://www.dreamtimecentre.com.au»zu besuchen. Auf einem geführten Rundgang erhielten wir einen sehr interessanten Einblick in die Kultur der Aborigines sowie der Südseeinsulaner. Auf dem Rundgang zeigte uns der Guide die verschiedenen Techniken, wie man ein Didgeridoo zum Klingen bringt. Er erklärte uns auch, dass die grösste Herausforderung ist, gleichzeitig zu blasen und einzuatmen. Während einer Zeremonie werde bis zu 20 Minuten ununterbrochen gespielt. Das braucht Kondition und eine extrem ausgefeilte Atemtechnik. Danach ging es auf den Boomerangplatz. Der Guide erklärte und demonstrierte uns die Boomerangtechnik. Danach hatten wir selbst 2 Versuche, den Boomerang zu werfen. Na ja, unsere Technik ist noch ausbaufähig. Daher kauften wir uns nach dem Besuch einer nachgestellten Höhle mit Malereien einen Boomerang, um auf dem Campingpatz weiter üben zu können. 

Nach diesem spannenden Museumsbesuch nahmen wir die restlichen 50 Kilometer unter die Räder und waren bereits um 16 Uhr auf unserem Camping in Emu Park (Fischerman’s Beach Holiday Park). An der Rezeption konnte man sich kostenlos eine Angelausrüstung ausleihen. Die Kids wollten dann unbedingt – endlich die eigene Fischerrute – noch zum Fischen gehen. Ich war nicht so begeistert, musste mich aber dem Mehrheitsentscheid beugen. Also los. Und es kam, wie ich befürchtet hatte. Ich war «nur» damit beschäftigt, die Angeln zu reparieren. Gianluca versenkte gleich den ersten Wurf zwischen den Steinen und Alessias Angelrute hatte einen riesigen Knoten rund um die Kurbel. Endlich war wieder alles bereit, warf Katja die halbe Ausrüstung ins Meer ;-) Schwimmer, Köder – alles weg... Nach diesem wenig erfolgreichen Fischerabenteuer ging es zurück auf den Camping (alles eher unbefriedigend ;-)). Auf unserem Platz war es extrem windig und wir wurden von einem nach uns eingetroffenen Campingbesucher fast zugestellt. Kurzentschlossen wechselten wir den Stellplatz und fanden ein wunderbares Plätzchen ganz nahe am Strand. Da konnten wir sogar eine Flying Fox-Kolonie beobachten – zur Freude von Gianluca. Und die Welt war wieder in Ordnung!

Am nächsten Tag war das Wetter mal wieder etwas weniger gut. Es schaute schwer nach Regen aus. Katja und ich machten separat eine Joggingrunde. Danach war Frühstück angesagt und die Kids machten sich daran, am Hausaufgabendossier weiterzuarbeiten. Katja hatte eine Wahnsinnsgeduld mit Alessia, Deutschgrammatik zu lernen. Nachdem Gianluca seinen Teil erledigt hatte, machte ich mich zusammen mit ihm auf, den nahegelegenen Skating-Park aufzusuchen. Wir versuchten irgendwie, mit dem Board die Wände hochzufahren. Als ich es probierte, knallte es mich so richtig auf den Boden – autsch, das tat ziemlich weh und der Ellbogen blutete ziemlich heftig. Das war dann mein erster und letzter Versuch. Ich beliess es ab jetzt dabei, Gianluca zu helfen und rannte ihm jeweils hinterher, um ihn bei Stürzen aufzufangen. Nach gut einer Stunde ging das schon ganz flott hin und her. Jetzt kamen auch Katja und Alessia dazu. Katja versuchte sich trotz meinen Warnungen ebenfalls und autsch, auch sie lag auf dem Boden. Zum Glück hat sie sich dabei nicht weh getan. Alessia fuhr dann ebenfalls ein bisschen die Rampen hinunter und hinauf. Auch sie machte extrem schnell Fortschritte. Bei nächsten Park werden wir sicher wieder üben gehen – es hat mega Spass gemacht!

Inzwischen ist die Sonne zurückgekehrt und es wurde so richtig drückend heiss. Wir machten noch einen kleinen Spaziergang durch Emu Park, um nach einem Restaurant Ausschau zu halten. Erstaunlich, ausser einem Hotelrestaurant und einem Take Away gab es nichts. Wir entschieden uns, zurück auf den Camping zu gehen und selbst zu kochen. Nach einem feinen Apéro am Meer und einer Boomerang-Session gab es selbst gemachte Hamburger zum Nachtessen. Nach einem kleinen Dessert gingen wir alle, ziemlich erledigt, früh unter die Decke. Tags drauf steht die Weiterreise in Richtung Fraser Island Coast auf dem Programm und diese wollten wir ausgeruht in Angriff nehmen.

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