Hervey Bay - Fraser Island (20.10. - 21.10.18)

Fraser Island und Fahrt nach Noosa

 

Am Samstag wollten wir es so richtig gemütlich nehmen. Leider war es etwas windig, dafür aber sehr sonnig und an der prallen Sonne ziemlich heiss. Ich setzte mich vorerst in den Schatten und schrieb fleissig Tagebuch. Katja widmete sich dem Morgensport und die Kids machten sich an die Vorbereitung des Frühstücks. Kurz bevor Katja wieder zurück war, war auch mein Tagebucheintrag online und ich entschied, ebenfalls noch eine Runde zu machen. 

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging ich mit den Kids in den Wasserpark. Wir besorgten uns Tickets für die Wasserrutsche und los ging es. Der Wind kühlte die Kids beim Anstehen zur Rutsche ziemlich ab und so gingen wir bald wieder zurück zum Camper. Nach dem Mittagessen legten wir (zum ersten Mal in Australien) eine ausgiebige Mittagspause ein. Für eine Stunde war herrlich Ruhe und ich glaube, alle waren kurz weg und nahmen ein «Power-Nuckerli».

Am Nachmittag ging es wieder in den Wasserpark auf die Rutschbahn und da die Badehose von Gianluca verloren ging – er trug zwischenzeitlich Alessia’s – also gingen wir in ein nahegelegenes Einkaufszentrum eine Neue kaufen (notgedrungen ;-). Dabei fanden meine beiden Damen auch noch einen coolen Sonnenhut.

Und jetzt mussten die restlichen Tickets der Wasserrutsche eingelöst werden – zackig gings kurz vor Schliessung ohne langen Andrang nochmals rauf und runter. Den Rückweg zum Camper gingen wir dem Strand entlang – wir im Sand und die Kids im Wasser. Da die Flut erst am Kommen war, war das Wasser durch den heissen Sand extrem warm. Die Kids planschten im Wasser, bis die Sonne unterging.

Zum Nachtessen war mal wieder Barbecue angesagt. Feine Würstchen, ein paar Filetsteaks sowie gegrillte Zucchetti standen auf dem Speisezettel – klar, den Kids konnten wir nicht zumuten, nur Zucchetti als Beilage anzubieten, für sie gab es zusätzlich noch ein paar Teigwaren :-)!

Tags drauf, am Sonntag, stand unser Ausflug nach Fraser Island auf dem Programm. Um 05.30 Uhr standen Katja und ich auf und machten den Camper startklar, da nach dem Ausflug die sofortige Weiterfahrt nach Noosa geplant war. Nach dem Frühstück wurden wir bereits kurz nach 7 Uhr abgeholt. In einem 4WD-Bus ging es auf die Fähre und rüber auf die weltgrösste Sandinsel. Nach einer längeren Fahrt – es schlug und holperte wie verrückt – durch den Wald, gelangten wir auf die 75 Miles Beach und unser Guide gab so richtig Gas und bretterte mit Bus der Beach-Highway entlang – mega cool :-)! An einem Creek gab es einen kurzen Halt; Morgenkaffee war angesagt. Diese Stärkung tat uns richtig gut. Danach ging es an der Beach weiter zu einem alten Schiffswrack. Ein 1935 gestrandetes Luxusschiff. Hier konnten wir ein paar coole Fotos schiessen. 

 

Auszug Wikipedia:

Im Jahr 1935 lief an der Ostküste der Insel der ehemalige Luxusliner S.S. Maheno während eines für die Jahreszeit untypischen Zyklons auf Grund. Die Maheno sollte in Japan verschrottet werden und wurde dazu von einem kleineren Schiff gezogen. Um den Strömungswiderstand zu verringern, hatte man der Maheno Schrauben und Ruder ausgebaut, wodurch sie in dem Sturm nicht mehr selbst manövrieren konnte. Versuche, das gestrandete Schiff loszubekommen, scheiterten. In den ersten Jahren wurde die Maheno von den Bewohnern der Insel unter anderem für Hochzeiten und Feste genutzt. Später diente sie der Royal Australian Air Force (RAAF) als Zielobjekt. Heute sind nur noch die oberen Decks des Schiffes sichtbar.

 

Nach diesem Halt ging es zu einer versteinerten, vielfarbigen durch den Regen geformte Sanddüne. Dieser Ort wird immer noch durch Aborigines für Zeremonien genutzt. Zum Mittagessen ging es wieder ins Inselinnere zur Central Station. Früher wurden auf der Insel Bäume gefällt und für den Häuserbau genutzt. Für den Abtransport wurde ein Eisenbahnnetz über die Insel verlegt. Nach dem Einzug der Trucks blieb «nur» noch der Bahnhof, der an die alten Zeiten erinnert.

 

Auszug Wikipedia:

In den 1840er Jahren siedelten sich die ersten Weißen auf Fraser Island an. Das Rückzugsgebiet für die Butchulla-Aborigines wurde bald durch Rodungen für Weiden und Holzfällerei verändert: Ab dem Jahr 1863 begannen Holzfäller die Insel als Holzreservoir zu nutzen. Holzhandel war über mehr als 100 Jahre Haupteinnahmequelle auf der Insel.[9] Große Gebiete wurden zwecks Gewinnung der wertvollen Satinay-Pinien (Syncarpia hillii) abgeholzt. Satinay-Pinien wachsen nur auf Fraser Island und zwei benachbarten Inseln. Das Holz dieser Baumart ist dank einem enthaltenen Öl resistent gegen Wasser. Aus diesem Grund wurde es im Schiffbau und zum Beispiel auch beim Bau des Suez-Kanals verwendet.

 

Das Mittagessen war super fein, es gab Wrapes mit verschiedenen Salaten, Käse, Schinken und Saucen. Nach diesem feinen, ausgiebigen Lunch ging es zum Tageshöhepunkt, dem Lake Mckenzie. Hier konnten wir gut 90 Minuten in einem glasklaren Süsswassersee mit weissem Strand baden – herrlich! Leider ging danach ein sehr spannender Tag auf einer eindrücklichen Insel zu Ende. Nebst den Sehenswürdigkeiten haben wir heute wieder 2 Tiere in freier Wildbahn entdeckt – Dingos, wild lebende Hunde sowie eine für uns super grosse Schlange. Gemass unserem Guide war es aber eher eine Kleine und auch gleich noch ungiftig... Für uns trotzdem ein Highlight!

Zurück auf dem Camping packten wir unser Motorhome und bei Einbruch der Dunkelheit ging unsere Fahrt weiter in Richtung Süden. Ein Gewitter zog auf und es wurde uns während der Fahrt ein richtiges Himmelsfeuerwerk geboten. Nach nicht ganz 2 Stunden Fahrt kamen wir in Noosa an. Kurz nach 8 Uhr und bereits alles geschlossen – ok, es war ja auch Sonntag. Wir konnten auf dem Besucherparkplatz eines Camping-Platzes (Noosa Caravan Park) übernachten und die Sanitäranlagen nutzen – keine schlechte Sache, kostete uns am Ende aber trotzdem 30 Dollar.

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