Kayak und Offshore Fishing Trip
Am Montag früh machten wir uns auf, einen Camping Platz zu suchen. Obwohl keine Ferienzeit ist, sind die Plätze in dieser Gegend sehr gut belegt. Auf unseren präferierten Plätzen – einer nahe der Gympie Terrace und der andere ausserhalb bei den Noosa Heads – waren beide ausgebucht. So wichen wir nach Boreen Point aus. Dieser Campingplatz liegt zwar etwa 30 Minuten ausserhalb von Noosa, ist aber wunderbar in einen Wald eingebettet und liegt direkt am Ufer des Lake Cootharaba. In dieser Gegend hat es sehr viele Tea Trees, die das Wasser des Sees bräunlich färben. Die Kids störte das aber wenig und sie waren sehr schnell im Wasser und waren fast nicht mehr rauszubringen. Die Tiefe das Sees ist im Durchschnitt nur gerade 1.40 m und so konnten Alessia und Gianluca weit hinaus gehen. Am Nachmittag frischte der Wind etwas auf. Wir entschlossen uns trotzdem, 2 Kayaks zu packen und das nahe Seeufer zu erkunden. Gegen die Strömung brauchte es ziemlich viel Kraft, um mindestens ein bisschen Fahrt aufnehmen zu können. Nach einer kurzen Pause am Ufer liessen wir uns dann mit der Strömung zurück zu unserem Ausgangspunkt treiben. So verbrachten wir einen super gemütlichen Tag an diesem wunderschönen See.
Am Abend brutzelten wir uns auf dem Barbecue Grill ein paar Hamburger. Während dessen bauten sich die Kinder mit verschiedenen Hölzern ein Schlaginstrument. Nach dem Essen genossen wir die Stimmung in diesem mystischen Wald und hörten den Vögeln zu. Plötzlich raschelte es und im Mondlicht sah man die Silhouette eines für uns unbekannten Tieres. Was ist das wohl? Mit einer Taschenlampe ausgerüstet versuchten wir rauszufinden, was für ein Nachbar sich bemerkbar gemacht hatte. Das herzige Tier präsentierte sich richtiggehend auf einem Baumstrunk – es muss ein Possum sein. In unserem Australienbuch suchten wir und wurden fündig; tatsächlich, es war ein Possum :-)!
Am nächsten Tag war relaxen angesagt. Noch vor dem Frühstück stellten Alessia und Gianluca einen Geschicklichkeitsparcours auf. Nach einer kleinen Joggingrunde von uns Erwachsenen ging es ans Werk. Wer von der Familie wird den Parcours am schnellsten bewältigen können? Jeder hat 3 Versuche. Katja macht den Anfang. Oh, Sturz beim super engen Slalom. Dann kam ich. Ich ging es vorsichtig an und rutschte da und dort trotzdem ein bisschen weg. Der 3. Versuch dann war bei allen der Schnellste. Ich gewann vor Katja, Gianluca und Alessia. Die Kids haben sich aber extrem gut geschlagen und Gianluca war nur ganz knapp langsamer als Katja (oh Schande! – Kommentar von Katja beim Korrekturlesen !!! ;-).
Am Nachmittag machten wir uns auf, den kleinen Ort – Boreen Point – zu erkunden. Unterwegs versuchten wir einen Fisch aus dem See zu ziehen, erfolglos. Danach flanierten wir durch die Ortschaft und machten schliesslich bei einem alten, sehr schön renovierten Hotel einen Halt und gönnten uns was Kühles zum Trinken. Für den Folgetag haben wir eine Überraschung für die Kids bereit. Da wir dafür bereits um 7 Uhr in Noosa sein müssen, gingen wir alle sehr früh schlafen.
Am Mittwoch war dann extrem früh Tagwache. Die Kids schienen etwas aufgeregt zu sein, obwohl sie keinen Schimmer hatten, was genau wir mit ihnen vorhaben werden. So düsten wir um 6.15 Uhr los zum Startpunkt unseres Ausfluges. Kurz vor 7 Uhr waren wir dort und dann machte es bei den Kids «klick». Suuupiiii, wir machen einen Fischerbootausflug. Wir haben einen Offshore-Fishing-Trip gebucht. Mal schauen, was da auf uns zukommt. Nach einer ca. 45-minütigen, rasanten Fahrt hinaus aufs offene Meer ging es dann los. Jeder erhielt eine Angel, die Köder wurden dran gehängt – toter Tintenfisch, war das ein Graus für Katja ;-) – und ab ins Wasser damit. Wer holt wohl den ersten Fisch? Schon bald waren die ersten «Fischchen» dran – leider alle zu klein. Den ersten Grösseren fischte Katja aus dem Meer. Dann hatte auch Gianluca einen dran. Der Guide rief aber sehr laut und energisch – don’t touch this fish...! Es war ein giftiger Skorpionfisch. Dann hatte auch Alessia einen grossen Fisch an der Angel. Am Schluss kamen 5 Fische zusammen. 2 fing Katja und 3 Alessia. Gianluca und ich hatten kein Glück (Frauenpower olé!). Alle unsere gefangenen Fische waren zu klein :-(! Nach gut 4 Stunden Fischen ging es zurück in den Hafen von Noosa, wo unser Guide die Fische für uns filetierte. Dieser Ausflug war ein absolutes Highlight, es war einfach mega cool!! Diese strahlenden Augen von uns allen vieren bleibt unvergessen!
Was jetzt? Es war ja erst Mittag. Wir fuhren die Küstenstrasse weiter bis Mudjimba. Im Mudjimba Beach Holiday Park reservierten wir uns einen Stellplatz und gingen dann noch in ein nahegelegenen Einkaufszentrum unsere Vorräte auffüllen. Bereits am frühen Nachmittag waren wir auf unserem Stellplatz eingerichtet und machten uns auf, den nur 200 m entfernten Strand aufzusuchen. Wir befinden uns hier an der Sunshine Coast und die Strände sind fast unendlich lang. Wir stürzten uns sogleich in die ziemlich hohen Wellen, was für ein Spass für Alt und Jung. Danach mussten wir natürlich auch noch den Pool auf unserem Camping testen – auch nicht schlecht. Und zum Nachtessen gab es natürlich unseren selbstgefangenen Fisch. Die Snapper sowie der Perch (Goldbarsch) schmeckten hervorragend, yummi!!
Kommentar schreiben