Sydney (06.11. - 08.11.18)

Schwere Beine, wunde Füsse und leere Geldbeutel

 

Heute wollen wir nun Sydney „unsicher“ machen. Dazu müssen wir uns allerdings vorher noch stärken. Da wir ein Hotel ohne Mahlzeiten gebucht hatten, suchten wir uns in der Nähe ein gemütliches Lokal, um frühstücken zu können. In einer coolen Bäckerei wurden wir fündig. Mmmhh, war das fein! 

So, jetzt kann es losgehen. Wir liefen zur nächstgelegenen BigBus-Tour-Haltestelle, denn wir wollen heute eine HopOn-HopOff Tour bestreiten. Für 148 Dollar können wir so ganz Sydney besichtigen und überall, wo wir ein bisschen länger verweilen wollen, können wir aus- und wieder zusteigen - coole Sache! Nach kurzer Wartezeit kam auch schon ein Doppelstockbus mit offenem Verdeck. Bereits beim 3. Haltepunkt stiegen wir wieder aus. Hier mussten wir die wohl grössten Sehenswürdigkeiten von Sydney von Nahem bestaunen. Das Sydney-Opernhaus sowie die Harbour-Bridge. Irgendwie habe ich mir die Sydney-Oper grösser vorgestellt. Die Lage, der Bau und alles Drumherum ist aber extrem beeindruckend. Wir verweilen eine ganze Weile und füllen fast den ganzen Speicherplatz auf dem Handy und der Spiegelreflexkamera mit Fotos aus allen Perspektiven. Der nächste Halt legen wir beim Chinese Gardens/Chinatown ein. Dieser grösste Chinesische Garten ausserhalb Chinas liegt sehr nahe am Darling Harbour. Nach einem Spaziergang gönnten wir uns ein Picknick mit herrlicher Aussicht auf die Skyline von Sydney. Gestärkt setzten wir den Spaziergang durch Chinatown fort. Chinatown war definitiv eine Enttäuschung. Eine einzige Strasse liess erahnen, wie es hier mal zugegangen sein könnte. Der Rest sieht eher armselig und verlassen. aus. Die Weiterfahrt mit dem Doppelstockbus brachte uns nach the Rocks. Die alten Backsteinhäuser sind super schön erhalten und das Quartier lädt zu längerem Verweilen ein. In einer coolen Beiz genehmigen wir uns ein Bierchen bzw. eine Pink-Lemonade und tanken frische Kräfte. Die Weiterfahrt geht zum Australien-Museum. Dieses wollen wir aber nicht besuchen, wir steigen hier auf die blaue Route um, um Bondi Beach und die Rose Bay besuchen zu können. Die Fahrt dorthin war extrem schön. Auf einer Anhöhe hatte man Aussicht auf den Pazifik auf der einen und auf das Hafenbecken von Sydney auf der anderen Seite. In der Rose Bay stiegen wir definitiv aus dem Bus aus. Hier war für uns der sehr zu empfehlende HopOn-HopOff Trip zu Ende. Wir wollten nun mit der Fähre zurück in die Innenstadt fahren, unser am Vortag gekauftes ÖV-Ticket ist auch auf diesen Wasserverbindungen gültig. Nach kurzem Fussmarsch waren wir bereits am Steg. Die Fahrt zurück zum Circular Quai war der absolute Hammer. Der Blick auf die Skyline, das Opern-Haus sowie die Harbour-Bridge im Abendlicht war definitiv atemberaubend. Wieder zurück an Land machten wir uns auf, uns ein feines Restaurant für das Nachtessen zu suchen. Das war gar nicht einfach, denn heute war der Melbourne Cup, ein Pferderennen. Für Sydney ist dies ein Mega-Anlass und die halbe Stadt war aufgetakelt - die Frauen trugen sogar Hut - unterwegs und in vielen Restaurants war die Hölle los. Am Darling Harbour wurden wir dann aber fündig und liessen den wunderschönen Abend mit Blick auf die Skyline bei einem super feinen Nachtessen ausklingen.

 

Tags drauf war das Wetter leider nicht mehr so schön und warm. Im Gegenteil, die Vorhersage meinte, dass man den ganzen Tag mit Gewittern rechnen muss und dass es von fast 30 Grad auf 20 Grad abkühlen wird. Na gut, wir stellten uns drauf ein und kleideten uns entsprechend - es gibt ja kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Das Tagesprogramm sah in Anbetracht des schlechten Wetters eine Shopping-Tour durch die verschiedenen Malls vor. Wir begannen mit dem Queen-Victoria Shopping Center. Das Queen-Victoria Gebäude alleine ist schon ein Besuch wert. Es ist einem byzantinischen Palast nachempfunden und die kupferne Kuppel sowie das Glasdach sind prachtvoll. Die Geschäfte waren dann allerdings nicht so nach unserem Geschmack. Dafür bekamen wir aber schon einen ersten Hauch von Weihnachtsstimmung. Auch der riesige Weihnachtsbaum mit zigtausend Swarovski-Kristallen, der bis unter das Kuppeldach reichte, war sehr beeindruckend. Danach machten wir uns zur Pitt Street auf. In diesem autofreien Einkaufsviertel treffen 6 mehrgeschossige Einkaufszentren aufeinander. Jetzt ging der „Einkaufswahn“ los. Die einen Taschen füllten sich und andere leerten sich... ;-) Im Meyer-Shopping-Center war für die Kids das Wonderland der Hingucker schlechthin. Bereits der Lift in den 6. Stock war ein Erlebnis. Wie in einer Rakete wurde man vom Erdgeschoss mit lautstarkem Sound hochbefördert. In der Spielwarenabteilung gab es interaktive Videowände zum verweilen und natürlich wurden in einer Spielecke Filme gezeigt. Irgendwann war dann allerdings bei allen die Luft draussen. Wir entschieden uns, mit dem Bus zurück ins Hotel zu fahren und dort ein bisschen zu relaxen. Die Kids durften im Hotelzimmer einen australischen Kids-TV-Sender reinziehen. Ausgeruht gingen wir in die Victoria-Street und landeten dort in einem indischen Restaurant. Wir waren zuerst wegen den Kids etwas skeptisch, zum Glück zu unrecht. Das Essen war fantastisch und den Kids mundeten die gewählten Menüs. Wir gehen sicher mal wieder indisch essen :-)!

 

Am Donnerstag war wieder gutes, aber kühles Wetter vorausgesagt. Frühmorgens machten Gianluca und ich uns joggend auf, in einer Bäckerei Brot zu besorgen. Wir joggten durch den nahegelegenen Centenials-Park und besorgten uns auf dem Rückweg ein feines Brot sowie frische Gipfeli zum Frühstück. Heute mussten wir unbedingt den Fischmarkt von Sydney sowie den Westfield-Tower besichtigen - das haben wir den Kids versprochen. Das Wetter war für eine Stadtbesichtigung perfekt. Gute 20 Grad und kein Wölkchen am Himmel - was will man mehr. Ok, ein bisschen wärmer hätte es sein dürfen... Der Fischmarkt war für uns ein wahres Spektakel. Unglaublich, was man da alles zu sehen bekommt. Von Riesen-Krabben über Austern bis zu riesigen Schwertfischen gibts alles. Der Burner ist allerdings, dass man an verschiedenen Ständen die für uns doch eher exotischen Köstlichkeiten essbereit kaufen kann. Wir „degustierten“ also einen Hummer sowie Jakobsmuscheln mit Kaviar garniert - mmmhhhh! Vom Fischmarkt spazierten wir zum Darling-Harbour, wo wir uns aus dem Rucksack verpflegten - wir hatten noch dies und das von unserem Campertrip übrig. Am Nachmittag wollten wir mit der Monorail durch das Geschäftsviertel von Sydney düsen. Wir suchten die Haltestelle - wo ist diese nur? Wir fragten einen Passanten nach dem Weg und dieser musste sich das Lachen verkneifen. Er klärte uns auf, dass es die Monorail seit gut 5 Jahren nicht mehr gibt. Oh Schreck, unsere Sydney-App scheint da nicht ganz auf dem aktuellen Stand zu sein ;-) Also dann Plan B, wir machen uns auf, den Westfield-Tower zu „erklimmen“. Der Einstiegspunkt im 5. Stock des darunterlegenden Einkaufszentrums war nicht so einfach zu finden. An der Kasse angelangt entschied sich Katja, definitiv nicht auf den 305 Meter hohen Turm mitzukommen - schade! Gianluca, Alessia und ich fuhren dann nach einem 4D-Film über die Geschichte des Turms mit dem Lift in 40 Sekunden zur Aussichtsplattform hoch. Die uns dort oben gebotene Rundsicht über ganz Sydney war mega. Wir gingen ein paar Mal rund herum, machten Fotos und genossen es einfach! Bevor wir uns dann auf den Rückweg ins Hotel machten, gönnten wir uns in einer gediegenen ein kleines Apéro. Im Hotel montierten wir noch wärmere Kleider und machten uns wieder zur Victoria-Street auf. Heute hatten alle Lust auf Pizza. Wir fanden ein super schönes, kleines und gemütliches Restaurant. Wir mussten etwas lange auf unsere Pizza warten, was sich aber definitiv lohnte. Mmmmhhh war diese fein. Und so ging unser letzter Abend bei einem Abendspaziergang zurück zum Hotel auch schon wieder vorüber. Sydney, du hast Spass gemacht...!

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