Das Inselleben Teil 2
An diesem Montagmorgen lud herrliches Wetter zu einer weiteren Inselerkundungstour ein. Katja und ich machten zuerst eine kleine Joggingrunde (ganz ohne Verkehr die Hauptstrasse entlang), bevor es dann wieder zum feinen Frühstücksbuffet ging. Wieder gegen 10 Uhr fuhren wir los und Gianluca wollte unbedingt wieder fischen gehen, der gestern entgangene Fisch liess ihn in seinen Gedanken nicht mehr los. Katja, Alessia und ich waren einverstanden und so entschieden wir uns, nochmals die Nordküste – hier war Fischen erlaubt – zu erkunden. Wir fuhren über den Insel-Highway bis an den nordöstlichen Zipfel der Insel, nach Kingscote. In diesem kleinen Städtchen kauften wir uns etwas zu Mittag sowie neue Fischköder. In einem Laden liessen wir uns beraten und kauften einen Sack voll gefrorener Muscheln. An der Emu Bay angekommen wurden die Badesachen montiert, die Angelruten bereit gemacht und ab ging es ins Wasser – Strandfischen war angesagt. Und tatsächlich, mit diesen Muschel-Köder ging das ganz gut. Schon nach kurzer Zeit hatte Katja endlich mal wieder einen Fisch an der Angel – supi!! Das Wasser war eher frisch und nach einer kleinen Stärkung fuhren wir aufgewärmt weiter zum Cape Cassini. Auf dieser Gravelroad kam unser kleines Auto an den Anschlag, ging es doch ziemlich steil runter zum Cape. Wir schossen ein paar Fotos und fuhren bald weiter zur King George Beach. Hier fanden wir auf einem Felsen wieder einen super coolen Platz zum Verweilen und Fischen. Die Felsen waren sehr schroff und ich schlug mir tatsächlich das Knie daran auf und Alessia ihre Zehen. Autsch, mein Knie tat danach richtig fest weh. Um 18 Uhr – leider ohne zusätzlichen Fische – nahmen wir die Rückfahrt zum Hotel unter die Räder. Nach einem feinen Nachtessen bei uns im Hotelrestaurant war dann dieser Tag auch schon wieder Geschichte.
Dienstag und schon brach der letzte Tag auf Kangaroo Island an. Heute klingelte der Wecker bereits um 6 Uhr. Wir wollten «endlich» Koalas in der freien Wildbahn antreffen. Wir hatten den Tipp gekriegt, dass sich beim Parkplatz des Visitors Centers immer ein paar Exemplare aufhalten. Wir wurden nicht enttäuscht. Insgesamt entdeckten wir auf den Eukalyptus-Bäumen 6 Koalas. Einer davon hatte sogar ein Kleines am Bauch – wunderschön und sooooo herzig sind diese «Kuschelbären». Nach dem Frühstück und dem Beladen unseres Autos fuhren wir in Richtung Südküste los. Leider war heute das Wetter nicht berauschend und es nieselte gar. Als erstes führte uns die Strasse an die Hanson Bay, eine kleine aber feine Bucht. Das Wetter trieb uns leider ziemlich schnell wieder zurück ins warme Auto. Die Fahrt ging weiter bis in die riesige Vivonne Bay. Ein Pier und viele Fischerboote ermutigten uns, das Angelzeug wieder hervorzunehmen. Und tatsächlich, schon nach kurzer Zeit zog Alessia einen Fisch an Land. Auf dem Pier hatte es nebst uns noch weitere Fischer. Wir spionierten ein bisschen, mit was für Köder diese unterwegs waren. Wir stellten dann fest, dass diese gar nicht nach Fischen angelten, sondern nach Tintenfischen. In ihrem Behälter hatte es schon ein paar veritable Stücke – nichts für uns... Wir blieben bei unseren Muschelköder und da zupfte es schon wieder. Katja hatte einen Flathead dran – leider zu klein, wir liessen ihn wieder frei. Nach gut 1.5 Stunden fischen trieb uns der kühle Wind zurück zum Auto, wo wir uns verpflegten. Bevor wir weiter fuhren, bereiteten wir unsere Fischfänge an einem öffentlichen Barbecue noch für das Nachtessen vor und «veredelten» unseren Teigwarensalat mit selbstgefangenem Fisch. Auf der Weiterfahrt legten wir bei der Murray Lagoon – einer Moor-Seenlandschaft – einen Stopp ein. Sehr schnell ging es weiter zur Pennington Bay. Jetzt riss der Himmel auf und die Sonne kam endlich zum Vorschein. An diesem herrlichen Strand verweilten wir zwischen den Steinen im Windschatten und genossen die wunderbare Sicht auf das Meer. Es war bereits nach 17 Uhr und wir mussten unseren Mietwagen um 18.30 Uhr zurückgeben. Also fuhren wir weiter nach Penneshaw, wo sich der Hafen für die Überfahrt zum Festland befand. In einem coolen Restaurant mit Sicht aufs Meer tranken wir noch etwas und machten uns dann bereit für die Rückreise nach Adelaide. Auf dem Schiff genossen wir unseren Pastasalat mit selbstgefangenem Fisch, mmmhhh war das fein! Die Rückfahrt mit dem Bus nach Adelaide war eher langweilig und vor allem langwierig. Um ca. 23 Uhr waren wir dann endlich in unserem Hotelzimmer. Ab ins Gruschi! – wurde diesmal gerne befolgt :-).
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