Am Donnerstag war Strandleben angesagt. Nach einem feinen Frühstück machten wir uns auf, die schönsten Strände der Algarve ausfindig zu machen. Als erstes machten wir uns auf die Suche nach den 12 Aposteln. An der Praia da Prainha wurden wir fündig. Fantastische Klippenformationen mit Strandbuchten, was will man mehr...! Die Strandabschnitte waren eher klein und zum Glück hatte es eher wenig Touristen. Heute war ein richtig heisser Tag und die Abkühlung im Meer kam sehr willkommen. Die Wellen waren allerdings nicht ohne. Katja wurde von einer grossen, kurz vor dem Ufer brechenden Welle unter Wasser gedrückt – autsch, das tat weh...! Auch Gianluca kam nicht ohne Blessuren davon. An einem scharfkantigen Stein holte er sich nach einem Wellenritt blutige Zehen.
Der Hunger war der Anstoss, auf die Suche nach dem nächsten Strand zu gehen. In der Nähe von Carvoeiro konnte man gem. Reiseführer auf einem langen Steg über und durch die Klippen wandern. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Bevor wir auf die kurze Wanderung gingen, gab es Mittagessen hoch über den Klippen mit wunderbarer Aussicht auf das tiefblaue Meer. Danach erreichten wir über den über 1 Kilometer langen Holzsteg Algar Seco. Über in den Stein gemeisselte Treppen konnte man zum Meer absteigen und unten in den Felsen drin hatte es ein gemütliches Restaurant. Nach der Kletterpassage zum Meer hinunter, gönnten wir uns an diesem herrlichen Ort etwas Feines.
Danach stand noch die Praia da Marinha auf dem Programm. Wieder fanden wir einen herrlichen Strand vor, super schön zwischen den bizarren Felsformationen gelegen. Hier spielten wir im Wasser und am Strand bis die Sonne unterging, einfach herrlich.
Zurück im Camping gab es Hamburger vom Grill.
Am Freitag-Morgen hiess es wieder Koffern packen, da wir den Camper zurückbringen mussten. Nach dem Frühstück nahmen wir die knapp 300 Kilometer zurück nach Lissabon unter die Räder. Pünktlich um 14 Uhr konnten wir unseren Fiat Ducato abgeben. Nach dem Bezug des Hotelzimmers fuhren wir mit der Metro ins Zentrum von Lissabon und schlenderten durch die schönen Strassen. Wir fanden dann auch ein feines Restaurant, wo wir uns nochmals so richtig verwöhnen liessen. Alessia nahm einen Teller Pasta an einer feinen Pesto-Sauce und wir anderen alle ein Reisgericht mit Meeresfrüchten (keine Paella).
Am Samstag hiess es dann Abschied nehmen von Portugal. Wir mussten früh aufstehen, zum ersten Mal mit Wecker in diesen Ferien, um rechtzeitig am Flughafen sein zu können. Nach dem Frühstück fuhren wir mit der Metro zum Flughafen und waren pünktlich 2 Stunden vor dem Abflug da. Nur unser Flug war ziemlich verspätet. Die Wartezeit verbrachten wir mit Shopping in den Duty-Free-Läden.
Uns bleiben die 2 Wochen Ferien in Portugal noch lange in Erinnerung – 2 Wochen voller Genuss, super Wetter, tolle Strände, coole Orte und viel Spass - Portugal ist definitiv eine Reise wert!
Am Montag, 07. Oktober fuhren wir nach einer kurzen Joggingrunde, einem Frühstück im Camper drin weiter in Richtung Lagos. Wir fuhren einer super schönen Küstenstrasse entlang bis Luz. Wir waren uns für einmal überhaupt nicht einig, wo wir die nächste Nacht verbringen wollten. Ich und die Kids wollten auf einen Camping (leider sind die alle etwas im Landesinnere) und Katja wollte unbedingt wild an der Küste. Wir wollten aber auf keinen Fall mehr im Camper essen müssen und überstimmten Katja. In Espiche fanden wir einen 1. Klasse Campingpatz Yelloh. Dieser war mit allem ausgestattet, was es braucht. Kurz nach Ankunft ging es ab in den Pool, wo wir mehr oder weniger den ganzen Nami verbrachten. Die Kids wollten zudem am Kinderprogramm von 14 bis 16 Uhr teilnehmen. Nach der Rückkehr meinten sie aber, dass es eher langweilig war. Um 18 Uhr durften wir einen Welcome-Dring geniessen und danach schlemmerten wir am Buffet des Campingrestaurant ausgiebig. Es war ein uh fein sortiertes Buffet, mit allem was das Herz begehrt. Mit vollen Mägen ging es dann ab ins Bett.
Am Dienstag morgen gingen die Kids nochmals in den Pool und wir machten unseren Camper reisefertig. Heute stand das Städtchen Lagos auf dem Programm. Das Städtchen, das früher das Zentrum für den Handel zwischen Afrika und Portugal war, war sehr einladend und gemütlich. Die Altstadt ist immer noch von einer sehr gut erhaltenen Stadtmauer umgeben. Nach einem gemütlichen Mittagessen auf dem Kirchenplatz mit Strassenmusikunterhaltung, schlenderten wir durch die Innenstadt. Für Alessia fanden wir in einem coolen Laden neue Badekleider und Gianluca und ich kriegten beim Barbiere eine neue Frisur.
Am späteren Nachmittag fuhren wir weiter nach Alvor, wo wir einen sehr gemütlichen Campingplatz auf einer Anhöhe fanden. Auf diesem Platz werden wir wahrscheinlich die nächsten 3 Nächte bleiben und von hier aus Tagesausflüge in die Umgebung starten.
Am Mittwoch war Kids-Day angesagt. Wir fuhren nach Lagoa ins Slide and Splash. Eine riesige Anlage mit verschiedensten Rutschbahnen. Am spektakulärsten war die Big Wave. Man wurde durch ein grosses Rohr in einen riesigen Trichter geschleudert und von da aus wieder in ein grosses Rohr. Um alle Rutschbahnen zu absolvieren, brauchten wir fast 2.5 Stunden. Katja wollte dieses Spektakel nicht miterleben und verbrachte den Tag im Städtchen und am langen Sandstrand von Alvor.
Am Abend genossen wir auf unsere Camping ein feines Glas Wein und nicht spät (wen wunderts) waren wir alle im Bett.
Am Samstag früh wollten wir die Dünen und Felsen mit den Joggingschuhen erkunden. Die Wege durch die wilde Landschaft waren sehr gut markiert. Nach gut 40 Minuten kamen wir über Stock und Stein zu einem super schönen Aussichtspunkt, von dem aus man weite Teile der Küstenlandschaft überblicken konnte. Den Vormittag verbrachten wir über der Bucht der Praia do Amado bei unserem Camper.
Kurz nach dem Mittag machten wir uns in Richtung letzte Bratwurst vor Amerika auf; Cabo de Sao Vicente, Südwestlichster Punkt Europas. Die Felsen sowie der Leuchtturm waren sehr eindrücklich. Nur leider war das Wetter nicht so einladend, länger draussen zu verweilen; ein kühler Wind zog einem um die Ohren. Nachdem die Kids ihre Bratwurst und wir unser Sandwich gegessen hatten, fuhren wir auf den Camping von Sagres. Katjas Bauch rumorte wie wild, nachdem sie eine ganze Schale voll mit Früchten vom Erdbeerbaum - Medronho -gegessen hatte. Nach einer feinen Dusche und einem kurzen Nickerchen machten wir uns nach Sagres ins Stadtzentrum auf. Am Hafen buchten wir eine Delphin-Watching Tour und auf der anderen Stadtseite an der Praia do Martinhal im Restaurant Nortada genossen wir bei herrlicher Aussicht aufs Meer ein super feines Nachtessen. Danach liessen wir den Abend in der Innenstadt in einer gemütlichen Bar am Meer bei einem feinen Glas Rotwein ausklingen. So gemütlich können Ferien sein :-)
Am Sonntag, 06. Oktober ging es dann in den südlichen Teil der Algarven. Bevor wir uns aber auf den Weg machten, stand eine Delphin-Watching-Tour an. Um 11 Uhr mussten wir am Hafen sein, wo uns der Guide über die verschiedenen Delphin- und Wal-Arten aufklärte. Um 11.30 ging es dann los. Der Kapitän erzählte, dass es wegen des hohen Wellenganges eine abenteuerliche Fahrt werden könnte. Und so war es denn auch. Mit ca. 50 km/h bretterten wir von Welle zu Welle, was für ein Spass. Nach gut 20 Minuten Fahrt verlangsamte sich die ganze Sache und tatsächlich, da waren sie – eine Delphinfamilie, wunderschön zum Beobachten. Auf der weiteren Erkundungsfahrt sahen wir weitere Delphine, Wale blieben uns leider versagt. Nach diesem lässigen Abenteuer ging es von Sagres in Richtung Lagos bis zu einer kleinen Bucht, der Praia das Furnas. Der Strand war vom Parkplatz aus in gut 5-10 Minuten zu Fuss über einen Wanderweg erreichbar. Wir fanden einen super schönen Strand vor, der wunderbar in die Felsen eingebettet war. Wir verbrachten den ganzen Nachmittag dort, obwohl die Wassertemperatur nur kurze Aufenthalte im Meer zuliess, brrrr war das kalt – ähnlich wie im Bergsee. Gegen Abend fuhren wir weiter nach Salem. Oberhalb des Städtchens fanden wir einen Nachtplatz mit schöner Aussicht aufs Meer. Nach einem feinen Bier am Strand zündeten wir unseren Barbecue-Grill an. Es gab ein feines Risotto mit Fleischspiesschen. Wegen des kalten Windes mussten wir in unserem Bus essen. Das war richtig eng! Wir genossen das feine Nachtessen mit der schönen Aussicht aber trotzdem in vollen Zügen.
Kurz nach 9 Uhr, nach einem ersten warmen Kaffee, machten wir uns wieder mit Joggingschuhen montiert auf, die nahe Umgebung zu erkunden. Wir liefen in die Bucht herunter und einen Fluss entlang gegen das Landesinnere. Dabei kamen wir in kleines, super schönes Dörfchen mit ein paar Restaurants. In einem gemütlichen Bistro reservierten wir gleich für das Abendessen. Auf dem Rückweg begegneten wir einer Polizeistreife. Der Fahrer grüsste freundlich, warum wohl...? Zurück beim Camper erzählten die Kids, dass die Polizei da war und sie Auskunft gaben, wir seien beim Joggen. Ok, was wollten die denn bloss? Etwa eine Stunde später kam die Polizeistreife erneut und mahnte uns, dass der Parkplatz kein Camping sei und wir unsere Sachen im Bus verstauen müssen. Und überhaupt, übernachten sei auf diesem Platz eh verboten. So beschlossen wir halt, nach dem super schönen Badetag am Strand und dem feinen Nachtessen weiter zu reisen. Wir fanden in der Nähe von Rogil dank der coolen App «parking4night» einen wunderbaren Platz mit herrlicher Aussicht auf das Meer.
Am Donnerstag früh war wieder Sport angesagt und diesmal kamen die Kids ebenfalls mit, super J! Wir joggten rund um die Bucht und über den Strand zurück. Im Sand zeigten die Kids uns ein paar Übungen zur Stärkung der Rumpfmuskulatur. Katja hatte tags drauf tatsächlich Bauchmuskelkater ;-). Nach einem feinen Frühstück mit Blick aufs Meer, machten wir uns auf, unsere Vorräte aufzufüllen und uns einen Campingplatz zu suchen. Wir mussten Wasser und Gasvorrat auffüllen und der Kühlschrank war ebenfalls leer. In Aljezur fanden wir einen Super Marché, wo wir fast alles einkaufen konnten. Das mit dem Gas war nicht so einfach. Wir wollten dann am Meer in Ponte da Arrifana einen Stellplatz suchen, leider ohne Erfolg. Es war eh zu touristisch und voll mit Leuten. Also zogen wir weiter. Wir entschlossen uns, ein bisschen ausserhalb von Aljezur die Nacht auf dem Parque de Campismo do Serrâo zu verbringen. Die Kids waren mega happy, denn es hatte einen sehr schönen und grosszügigen Pool.
Am Freitag, 04. Oktober ging es weiter der Küste entlang. Als wir gegen Mittag losfuhren, hatten wir noch kein Ziel im Visier. Die Landschaft bei der Praia Bordaira war derart atemberaubend, dass wir uns entschlossen, eine Nacht in dieser Gegend zu bleiben. Bei der Praia do Amado fanden wir einen sehr schönen Platz, wo man frei campieren durfte. Hoch über Bucht konnten wir unseren Camper hinstellen und hatten von da aus freie Sicht aufs Meer. Die Stimmung war sehr speziell. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit, zog immer wieder Nebel auf. Der Nebel, beleuchtet durch die Sonne, die hohen Wellen sowie die schroffen Felsen zogen uns in den Bann. Am Abend verzogen sich alle Wolken und wir konnten einen wunderschönen Sonnenuntergang geniessen. Wunderbar!
Am Samstag, 28.09.2019 geht es endlich los. Eine halbe Stunde früher als geplant, nehmen wir den Bus ab Horw Richtung Luzern und fahren dann per Zug und Bus weiter bis nach Basel Mulhouse Airport. Pünktlich um um 15.05 Uhr fliegen los in Richtung Lissabon. In Lissabon angkommen erhalten wir leider die Meldung, dass unser PickUp zum Hotel ausfällt und wir uns halt selber organisieren müssen. Kein Problem, wir nehmen ein Taxi und sind kurze Zeit darauf in unserem Hotel - Hotel Principe Lisboa. Ein einfaches, aber sehr gemütliches Hotel perfekt an einer Metro-Station gelegen. Nach kurzem Einpuffen unseres Gepäck machen wir uns auf die Suche nach einem feinen Restaurant. Wir werden schnell fündig und Gianluca kommt schon am ersten Abend in den Genuss seines heiss ersehnten Tintenfisches. Auch Alessia, Katja und ich assen mega lecker - so darf es ruhig weitergehen.
Am Sonntag dann geht es ab in die Stadt. Wir lösen eine Tageskarte für die Metro und fahren los ins Stadtzentrum. Was für eine herrliche Stadt. An jeder Ecke wird man zum Verweilen eingeladen. Sei es bei einem Strassenmusikanten, an einer schönen Ecke mit herrlicher Aussicht oder einfach weil es ein gemütliches Plätzchen ist. Wir haben die Stadt sehr schnell in unser Herz geschlossen. Natürlich haben wir auch das gemacht, was alle Touristen machen, nämlich Sehenswürdigkeiten bestaunt. Wir schlenderten durch das schöne Alfama Quartier, bestaunten die wunderschönen Gebäude im Baixa und Bairro Alto Quartier, bestiegen die Mauern der Festung Castelo de Sao Jorge und genossen den Sonnenuntergang nach einer Fährüberfahrt auf der Halbinsel Attika te ao Rio. Nach der Rückfahrt mit der Fähre machten wir Halt im Mercado da Ribeira, wo wir den wunderschönen Tag bei einem feinen Nachtessen ausklingen liessen.
Am Montag war es dann endlich soweit. Am Nachmittag, nach einem kurzen Shoppingbummel in der Innenstadt, durften wir unseren Camper entgegennehmen. Uhhh, ist der klein.... Wie soll das zu viert wohl gehen... Gute Organisation ist alles. Nach Ankunft in unserem ersten Camping in Porto Covo - Parque de Campismo da Ilha do Pessegueiro - hatten wir unsere Konfiguration schnell gefunden. Auch das Nachtessen mit Grill und Gaskochstelle kam super.
Am Dienstag kam die Überraschung. Am frühen Morgen hing dicker Nebel über dem ganzen Campingplatz. Katja und ich machten uns trotzdem los auf unsere erste Joggingrunde in Portugal. Und da kam sie auch wieder, die schön wärmende Sonne. Als wir vom Jogging zurückkamen, stand das Frühstück auf dem Tisch, unsere Kids hatten alles perfekt vorbereitet. So schön können Ferien sein. Nach dem Frühstück machten wir uns auf, einen neuen schönen Platz zu entdecken. In Milfontes besorgten wir uns ein paar Utensilien zum Campen - Lampe und Spielsachen sowie Brot, Fleisch und Käse. Nach einen gediegenen Picknick ging es weiter bis zur Praia de Odeceixe, wo wir auf einem Parkplatz hoch über der Bucht einen gediegenen Stellplatz fanden. Das Apéro gäb es in einer kleinen Bar nach einem Spaziergang am Strand und danach warfen wir wieder den Grill an. Heute gab es Würstchen vom Grill mit einem feinen Risotto, mmmhhh war das gut :-)